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Jüdische Rundschau · 1906-09-07 · Heft 36 (7.9.1906) · page 17

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 36 (7.9.1906)
Date
1906-09-07
Page
– (sequence 17)
Language
German
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No. 36 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 5*15 Kebcn. der israelitischen Gemeinde Posen eine namhafte Summe zu gunsten einer wohltätigen Anstalt zuzuwenden, wenn er zunächst Auskunft erhielte, welche dieser Anstalten am zweckdienlichsten eingerichtet und der Gemeinde am crspriesslichstcn wäre. , So erfolgte am 15. Oktober 1836. dem Geburtstage des Kronprinzen die feierliche Eröffnung׳ der hiesigen israelitischen Waiscnknabcn-Anstalt. 5 Jahre später wurde zum Erwerb eines eigenen Gebäudes durch Kabinettsorder vom H. August 1811־ ein Gnadengeschenk von.300 Reichstalcrn gewährt. Wesentliehe Umänderungen haben im vorigen Jahre in und an dem Gebäude stattgefunden. Dadurch wurden die benötigten Räume hergcstcllt. und das Haus selbst erhielt ein zierliches Aussehen. Zu einem Zusamincnstoss zwischen Juden und Russen kam es in Hömel. Es wurden dabei mehrere Schüsse abgegeben, jedoch nicmard getroffen. Das Eingreifen der Polizei beugte weiteren Ausschreitungen vor. Ein Jude, der geschossen hatte, und fünf andere wurden verhafte!. Bad Salzbrunn. Die Direktion macht bekannt, dass von nächster Saison ab der Kaftan in den Kuranlagen nicht getragen werden darf. Zoppot. Eine jüdische Rcligionsgescllschaft ist hier gegründet worden, zu dem Zwecke, zur besseren Wahrung der Rcligionsintcrcsscu eine Synagoge zu. erbauen und einen israelitischen Friedhof »nzulcgcn. Das Bedürfnis hierzu macht sich wegen der gestiegenen Zahl der Einwohner und besonders der Kurgäste israelitischen Glaubens immer fühlbarer. London, ln jüdischen Kreisen' in London erregt cs U11willen, dass die' englischen Beamten l>ei Anwendung des Frem* dengesetzes in der letzten Zeit grössere Schärfe an den Tag legen. Die Riickwcisungen in dem Hafen von London steigen an Zahl und die Einwanderer beschweren sich nicht nur über aiimasscnde Behandlung von Seiten der Beamten, sondern auch darüber, dass für die Unterbringung der Abgewiesenen keine Vorsorge getroffen worden ist. Zwei junge Burschen im Alter vond 17 und 15 Jahren, die am Samstag mit dem Dampfer ..Ophelia“ aus Hamburg eintrafen, wurden, obgleich sie Vcrwandte in London haben, die vermögend sein sollen, nicht an Land gelassen. Der Altere gehört einer russischen Emigrantenfamilie an. die bis Ende September in Hamburg bleiben darf. Er hatte mehr als 5 Pid. Sterl. in seinem Besitz, wurde aber trotzdem zurückgewiesen, weil die Beamten wahrscheinlich befürchteten, dass ihm die ganze Familie folgen werde. De! 15jährige Knabe bcsass zwar 1:ur 3 Schillinge, aber sein in London wohnender Onkel erbot sich, für ihn 50 Pid. Sterl. zu!unterlegen, jedoch vergeblich. Von den Einwanderern an Bord des Dampfers ..Strauss“. der am Montag in London eintraf, wurden sechs wegen Mangels an Mitteln zurft’ckgcwicscn. Dabei besass eine junge Frau 10 Schillinge mehr, als die verlangten 5 Pid. Sterl. und sie befand sich ausserdem auf dem Wege zu ihrem in Amerika lel2£jjden Manne. Ein anderer der Zurückccwicscnen zeigte einem Vertreter der DAILY NEWS einen Hundertmarkschein, den die Beamten offenbar nicht gelten lassen wollten.; ,. --* 31! ר c1 ״־־:׳־־־ ,־ 11,1 ״־ 1' Briefkasten der Redaktion Jung-Juda.Prag. Dr. L. ist noch für einige Wochen verreist. Nach seiner Rückkehr wird er sich in der Angelegenheit bemühen. Zionsgruss. S. S. in B-s• Die deutsche Post in -Wasan (Marokko) wird von einem marokkanischen Juden als Agenten verwaltet. Der Burcaurcum soll, wie scherzweise berichtet wird, ״nicht grösser als ein bescheidener deutscher Briefkasten“ sein. L. B. in M---e. P-n dürfte nicht die Mittel haben, Vortragsreisende zu entschädigen. I Ch. M. S. Sic ersuchen uns um Aufnahme folgender Notiz: ״Jüdische Sommergäste werden irn eigensten Interesse ersuch». Villa Margot. Niederschön hausen, Linden- Strasse 12 zu meiden. — Inhaber Jütte.“ Bernhard L. Wir habest ebenfalls die Notiz von der Toleranzstrassc gelesen. Wir brachten sie aber nicht, weil ir Berlin kein Mensch weder Volksnoch unvolkstümlich die Grosse Hamburgerstrasse Toleranzstrasse nennt. Die Dcrnburgs sind Juden evangelischer Konfession. Frlcdrich Dernhurg״ von dem das BERLINER TAGEBLATT aus• drficklich bemerkt, dass er sein Feuilletonredakteur und cvartgclischcr Religion sei. gehört zu derselben Familie, deren gelehrte Mitglieder durch die Intoleranz getrieben, in Frankreich Professoren werden mussten, weil sie treue Juden bleiben wollten. Unser bewährter Gesinnungsgenosse Dr. Hans Mühsam hat sich mit Fräulein Minna Adler, der Tochter unseres Dr. AdlcrsLübcck verlobt. Die Redaktion spricht den Brautleuten und ihren: Angehörigen die allerhcrzlichstcn Glückwünsche aus. . Verlobte: MINNA ADLER DR. HANS MÜHSAM Lübeck Berlin a ח י״זןא ר** A UV Berlin. 5? ii Vermietung: der Synagogen platze läßlich von 10 -1 Uhr vormittags im Gemeindebureau Artillerie- Strasse 32. Die bis zum 5. September nicht erneuerten Plätze werden von da ab anderweitig vergeben. Karten zum Jugendgottesdienst sind vom 3. September ab im Gemeindebureau erhältlich. s'־/ \ -־/ . s rs־־״/ \'־/ ץ'־־‘/ .. ) fcrj ׳ v J o , , o io vJyLwitieJti VlIj cz p Spezia!־G3fIüg8IhanclIung Q O anler Aufsicht d^snaWInals der hiesigen JCtdlschen Gemeinde ( ) Berlin, LSoionsfr. 7־, Tdeph.: Amt VII, 538 Q »י 3זן uJUtl empfiehlt hochprima Oderbraclier nnd mecklenburger U ס o o o Nudel-Qanse, Gänsehaut und Ganse-Liesenfett, s \ sowie sämtliche Gänseartikel zu den billigsten Preisen. ־י /׳•*n msacaiDca, v»*scnn1a3cn«Bcn una 1ana- *f Wirtschaftliche Maschinen, auf Wunsch Teilzahlung.- _ , A.nzaht.6—12 M. Abzahl.4—7 M. monatL \ Qcg. Barzahlung licforn Nähmaschinen;*44■ *chonT.4ü5Lan.l!anverl.ume.Prei8liste. Rol1»nd־Maschlnon-Ge*ellschaft ÖOCCOCWWOWOMOe in Köln »117 Berlin W. Steglitzerstr. 66. W9*

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