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Jüdische Rundschau · 1906-07-27 · Heft 30 (27.7.1906) · page 17

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 30 (27.7.1906)
Date
1906-07-27
Page
– (sequence 17)
Language
German
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*to. 30 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 453 Rabe der trefflich geleiteten und inhaltsreichen Zeitschrift ־^״ neuland" (1. Jahrgang 19:G. Redaktion und Gcscluitss.tlfo Dr. ^oskin. Berlin), sie widmet auch der Kolonisation als einem nlanmässig betriebenen System besondere Aufmerksamkeit. Den gleichen Zweck verfolgen die bereits früher erwähnten kolonialen Palästinakurse. di*.* im letzten Jahre hier in der Heimat von der Kommission organisiert wurden. ln den Unternehmungen wirtschaftlicher Natur verheissen Studium und praktische Anfänge der Baumwollkultur bedeutende materielle Erfolge für das Land. Durch die .Jüdische Kolouialbank" nahm die Kommission Anteil an der *.Deutsch-Levantinischen Baumwollgesellschair in Dresden, wie an der ״Palästina-Handelsgesellschaft“ in Hamburg. Die Errichtung der ersten landwirtschaftlichen Versuchsstation an Ort und Stelle ist eingcleitet. Ihre Bedeutung für eine systematischc Bodenerschliessung und spätere planntässige Kolonisicrung liegt auf der Hand. Neue E r w c r b s m ö g I i c h k e i t e 11 für die städtische wie für die ländliche Bevölkerung will die ..Gesellschaft zur Einführung jüdischer Haiisiudtislrie und Kunstgcw\.rbe in Pa־ lästina" schaffen, welche zur Zeit unter dem Namen ,.Bezalecl“ und unter Leitung des Bildhauers Schatz ihr Ptogramm in Jerusalem verwirklicht. Schon durch die handwei ksmässige Industrie, die nur Ucbung, Geschick und Ausdauer in! Gebrauch der Hände voraussetzt, kam! viel Elend abgestellt und selbständiger Erwerb angebahnt werden. Besondere Ei folge aber verspricht die Pflege des Kunsthandwerks für Palästina. Demi hier pflegen drei Wcltreligionen ihre Heiligtümer, hierin wendet sich Jahr für Jahr ein stets wachsender Strom von Reisenden aus allen Erdteilen. Nicht mehr bloss der arme russische Pilger stellt sich heute in einer durchschnittlichen Jahresatiilagc von 8000 Exemplaren ein. sondern mit der Erleichterung der Verkehrs- und Lebcnsverhültm'sse im Lande, für die noch allcrneucstens die Hamburg-Amcrika-Linie Hervorragendes geleistet hat. häufen sich auch die grossen englischen, amerikanischcn und deutschen Reisegesellschaften, die Mittel und Sinn für Geschenke und Andenken mitbringen. Solchen Artikeln kommt schon an sich ein Ideahvcrt zu. aber er könnte durch eine vollendete künstlerische Herstellung auch in einen reellen umgesetzt werden. Bis jetzt liegt das palästinische Kunstgewerbe aber noch stark in den Windeln und beschränkt sich auf mehr oder minder geschickte Olivenholz־ und Stinkstein־ Schnitzereien. Seine!,liege ist also wieder ein bedeutsamer Schritt auf dem Wege der Selbsthilfe, welche die Eigenart des Zionismus ausmacht. ״ (Schluss folgt.) auf: zur Entgegennahme sind die Sammelstellcn bereit und die Aufforderung wird von der Ortsgruppe unterzeichnet. Auch das wird zum Renommee nach aussen hin starken und uns neue Freunde anwerben, insbesondere solche, die immer ״Taten“ der Zionisten sehen wollen. Wünschenswert gerade im Sommer sind Ausflüge, zunächst die Ortsgruppe allein, dann zum Besuche einer anderen benachbarten Gruppe ev. mit gemeinsamem Trcfipunkt. Jedesmal sollen die Mitglieder darauf bedacht sein, recht viele Niclitmitglicder mirzur.cluiicn. Nicht ausser Acht zu lassen sind die jüdischen Gemeindcangelegcnlieitcn. Auch dazu ist im Sommer schöne' Zeit, man kann sich bequem erholen und die beste Erholung ist der Erfolg. An die Führung der Ortsgruppen noch de! Rat. nicht so viel Kleinigkeiten wie bisher seihst zu besorgen sondern sich dabei der Jugend zu bedienen; sie hcrbeizuholen und cmzufiihrcn, auch dazu ist jetzt die beste Zeit. Julius Wcrtlieim. Mannheim. Aus den Ortsgruppen Alte und neue Propaganda-Vorschläge WeiterverbrciUmc unserer Sache, das sei gerade jetzt Im Sommer, wo die Ablenkung nicht so gross als im Winter ist, unsere Aufgabe. Aber nur nicht streiten, in welche Kreise, bei den ״oberen Zehntausend" oder ..den Niederbesteuerten" wir den Scliwerptmk legen sollen. Beide zu uns zu bingen, sei unsere Aufgabe. Hierzu ein paar Vorschläge: F.׳*:es der wichtigsten und billigsten Agitationsmittel ist die politische Presse, die Tageszeitungen einer jeden Stadt. Jede Ortsgruppe, auch die kleinste, sollte ein Redaklionskonntu von 2—3 Personen haben, und von Zeit zu Zeit die Presse ihrer Stadt mit Notizen versehen. Gerade jetzt wieder bewährte sieh der Abdruck des Aufrufes, den die englischer, Zionisten einschliesslich der Tcrritorialistcn veröffentlichen, in dem dar• auf hingewiesen wird, wie nötig gerade eben wieder die Heimstätte wäre. Sehr wichtig, auch itft Sommer, ist de» Versand von Flugblättern an alle Gcmeindcmitglkdu, in periodischer Reihenfolge muss das zweite, das dritte folgen Nicht minder wertvoll halte ich ein Zirkular an alle jüdischen Mitbürger, in welchem unsere Sammelbüchsen angeboten werden, man lege zu dem diesbezüglichen Aufrufe v. r!c ev. flankierte Karte. Bei dieser Gelegenheit fällt mir der neue Palästina-Pflanzungsverefn ein. Sobald seift Flugblatt erschienen, fordere man durch Zirkular In» geschlossenen Kuvert alle jüdischen Mitbürger zur Zeichnung auf. eine Beitr ttsliste würde in den nächsten Tagen zirkulieren. Wenn das richtig besorgt wird, so wird dieser neue ״Geldweg.‘ zum Ziele führen. Vielleicht empfiehlt es sieh, den ״Subskribenten“ die Zeitschrift ALTNFULAND ’» Jahr gratis zu liefern. Für die Gegenwart will mir eine Agitation für den jüdischen Volksverein nutzbringend erscheinen. Man fordere in einen» Auf- < ruf alle Bewohner, einerlei welcher Konfession, zu BJträgen Berlin. Die ausserordentliche Generalversammlung des Verlages JÜDISCHE RUNDSCHAU, die übrigens nur aus for• me'kii Gründen notwendig geworden war. genehmigte die Bilanz des vergangenen Geschäftsjahres und erteilte dem Vorstand und Aufsichtsrat Decharge. Zwei neue Genossen wurden aufgeuommeu, so dass sich deren Zahl auf 51 erhöht. Regcnshurg. Am 19. Thammuz sand in unserer Vereinigung die ״lahrzcitfeier'• für Dr. Theodor Herzl statt. — Program m : 1. Prolog, verfasst und vorgetragen von Herrn Alexander Schürma n. 2. Theodor Herzl. ein kurzes Lebensbild, von Alois Natzlcr. 3. Kopf hoch! von Dr. Adolf Friede m a tt 1». ״Den» toten Fürsten" von Dr. Israel Auerbach, vorgetragen von Herrn Lehrer B e h r- •1. ..Die Mcimrah" von Theodor H c r z I. ״Der Prophet“ %on D o n a 111. vorgetragen von Alexander S c h ü r nt a n. 5. Im Speisewagen von Theodor Herzl. vorgetragen von Alois Natzlcr. 6. Schlusswort, gesprochen von Herr Rudolf Weiner. — Die Feier verlief würdig, allen Vortragenden wurde reicher Beifall gespendet, jedoch licss der Besuch leider viel zu wünschen übrig. — Die Sammlung für den Nationaltond ergabt 13 Mark. 1». Zionistischer Zentrafvcrel.1 Wien. Die jüngst eröiincte Lesehalle steht allen Mitgliedern und p. t. Durchreisenden unentgeltlich offtn. sonst gegen 4 h. Entree. Ebenso die Bibliothek, für die uns Bacher jüdischen Inhalts sehr erwünscht sind und werden diesbezügliche Spenden in unseren MIT- TEILUNGEN mit ausgewiesen. I!» der Lesehalle liegen alle Tag - und Wochenblätter und sonstige jüdische Zeitschriften in hebräischer. jüdischer, deutscher. polnischer. russischer. eng- 1 i s c 11 e r . französischer, holländischer, s p a ־ ttiolischcr Sprache auf. Bureausttutdeit täglich (ausser Samstag) 2—6 Uhr nachmittags. Sonntag 9 12 Uhr vormittags. IX. Türkenstrasse 9 . * \ hi Nagasaki (Japan) ist kürzlich eine zionistische Ortsgruppe gegründet worden. Vorsitzender ist ein Herr S. D. L e s s 11 e r. Schriftsührer Herr B. Telle r. נ c Briefkasten der Redaktion ״לןכ> f" Efr'^'iinl Im S. in K. Wir'־bestätigen Ihnen, dass in Königsberg ausser Dr. Beermann noch cand j u r. BI u ntenieId eine zweite Festrede* geha'tei» hat. In Ihrem Manuskripte war au der bet reffenden Stelle leider eine Lücke gelassen. Auch bitten wir um leserliche und druckfertige Manuskripte. Verschiedene Ortsgruppen überlassen es uns. die Berichte nach Notizen, die sie uns entsenden, selbst zu schreiben. Wir werden das in Zukunft ablehnen müssen und bitten uns nur fertige und korrekte Berichte cinscndcn zu wollen. Nationalfond ר Sammlungen Zwecke *Ind Zentratbureaui, für den Netlonalfond und andere zionistische lediglich zu senden an den Schatzmeister des Herrn Max WolUtelner. Hotsteiner U!er 10. Berlin NW. aj. Nathan 8 ohn, z iti K*. . . Berlin, z. Z. Neuenahr, seinem Arzt

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