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Jüdische Rundschau · 1906-07-06 · Heft 27 (6.7.1906) · page 15

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 27 (6.7.1906)
Date
1906-07-06
Page
– (sequence 15)
Language
German
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XI, No.27 Beilage J Aus der zionistischen Bewegung Mitteilungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland 1. Am 13. Juli sind 2 Jahre verflossen, seitdem wir unseren Führer Theodor Herz! verloren haben. Wir fordern hiermit alle Ortsgruppen auf, zur Erinnerung an den Verstorbenen und zwar möglichst am Donnerstag, dem 12. Juli, Gedenkfeiern zu veranstaltcn 2. •Das Zionistische A-B-C-Buch ist, wie bereits mehrfach mitgeteilt, nunmehr in Arbeit. Der Fortgang der Arbeit hängt aber wesentlich davon ab, dass sich möglichst viele Parteigenossen zur Mitarbeit melden. Wir biiten daher alle diejenigen, welche an diesem bedeutungsvollen Werk mitarbeiten zu können, glauben, sich umgebend bei uns zu meiden. Wir nehmen hierbei auf das in No. 21 erschienene Stich- Wörterverzeichnis Bezug. 3. Vom 1. Juli bis 30. September wird die JUED1SCHE RUNDSCHAU allen jüdischen Restaurants in Badeorten gratis zugehen. Diejenigen von unseren verehrten Parteigenossen, welche Badeorte besuchen, bitten wir, in der angegebenen Zeit darauf zu achten, dass die Zeitung auch ausgclegt wird. 4. Der von uns zusammeugestclltc Kalender für das nächste Jahr erschien am 1. Juli d. J. Der Kalender kostet 50 Pf., die Ortsgruppen erhalten ihn bei Abnahme von mindestens 10 Stück für 25 Pf. Der Kalender enthält Beiträge von: Dr. Theodor Hcrzl, R. A. Gronemann, Dr. Kassel, Rabbiner Dr. Levy, Dr. Max Junginann, Dr. W01fske!11, Dr. Sandler, Mathias Acher, Schalom Asch, Rabbiner Dr. Emil Colin, Dr. Emil ‘ Simon son, R. A. Ko11cnsch e r, Dr. B1 au, Dr. AlfredNossig, Dr. Martin Bub er. Die Redaktion des Kalenders bat Herr Dr. Zlocistl übernommen. Der Kalender ist 120 Seiten stark. Wir können den vorzüglich zusammcngesteHten Kalender, dessen wertvolle Beiträge ilnn in allen Kreisen die grösste Sympathie verschaffen werden, nur auf das wärmste empfehlen. Bestellungen sind ausschliesslich an den Verlag JUEDISCHE RUNDSCHAU, Berlin N. 54, Auguststr. 49a, zu richten. 5. Die Palästina-Handelsgesellschaft in Hamburg, Grosse Reichestr. 30, teilt uns mit, dass sic in diesem Jahr den Import von Ethrogim aus Palästina in grösserem Umfange aufnimmt. Die Ethrogimcrntc in Palästina verspricht in diesem Jahre einen der Menge und der Güte nach hervorragenden Ertrag. Die Palästina-Handclsgcsellscliatf bittet, Ihr Aufträge möglichst frühzeitig zu schicken, damit dieselben ordnungsgemäss ausgeführt werden können. Wir machen unsere Parteigenossen hierauf ausdrücklich aufmerksam. Bei Veranstaltung öffentlicher'Ver- Sammlungen zu beobachtende Vorschriften! י (Schluss.) VII. Vor jeder Versammlung sind mehrere Mitglieder zur Eingammlung von Beitrittserklärungen zu bestimmen. Denselben sind vorbereitete Listen mit Abteilungen für Namen, Stand und Wohnort der neuen Mitglieder cinzuhändigcu,. Die Auswähl eines einzelnen Sammlers genügt nicht da in der Regel die Zeit für den Rundgang desselben in die kurze Pause nach dem Vorträge fällt. Für eine Tätigkeit dieser Art sind besonders Frauen geeignet. Empfehlen dürfte sich auch die Verteilung von Beitrittserklärungcn. entweder durch Übergabe an die Eintretendc« oder durch Niederlegung auf den Plätzen, nach anliegendem Muster. Mündliche Einsanimlung von Beitrittserklärungen wird aber hierdurch nicht überflüssig. VIII. Wir empfehlen endlich, den Redner vor dem Vortrag mit dein Rabbiner, den Gemeindevorstehern und anderen angeschencn Mitgliedern der Gemeinde in direkte Berührung zu bringen, damit er Gelegenheit zur persönlichen Einwirkung findet Soweit möglich, sind Vorbesprechung-n In kleinem Kreise in einem geeigneten Lokal (Privatwohnung oder Vereinszimmer) zu veranstalten. IX. Ausschlaggebend fü'r den Erfolg einer Versammlung pflegt der Umstand zu sein, ob In den Zeitungen redaktionelle Notizen erscheinen. Es ist daher dringend notwendig, dass der Vorstand rechtzeitig versucht die massgebenden Lokalblätter zur Aufnahme von Notizen zu veranlassen, eventuell müssen jedenfalls angemessene Inserate aufgegeben werden. Dementsprechend ist unmittelbar nach der Versammlung ein Bericht über den Verlauf derselben abzusetzen und den Redaktionen hinzusenden. Auch die Aufnahme dieses Berichtes ist. soweit erforderlich, durch persönliche Rücksprache zu beeinflussen. X. Nach dem Redner soll der Vorsitzende nur dann eine eigene längere Ansprache halten, wenn er den Worten des Redners Wichtiges hinzuzufügen hat. Blosse Wiederholungen aus der Rede. Mitteilung gleichgiltiger Vereinsangelegenhcitcn nimmt dem Publikum die Stimmung und verdirbt die Wirkung des Vortrages. Dahingegen soll der Vorsitzende regelmässig In kurzen, markigen Worten zum Beitritt zur Ortsgruppe und zu Spenden für den Nationalfond atiffordern. XI. Die neuen Mitglieder haben durch ihre Beitrittserklärung naturgemäss wohl zu erkennen gegeben, dass sic sich für Zionisten halten. Daraus aber nicht, dass sie mit der zionistisehen Idee bereits wirklich vertraut sind. Die Beitrittserklärung ist nicht das Ende der nötigen Einwirkung auf die neuen Mitglieder, sondern erst der Anfang. Es Ist daher durchaus notwendig, den neuen Mitgliedern zunächst einfachere, dann eingehendere Broschüren zuzusenden, sie zum Abonnement der RUNDSCHAU zu veranlassen und durch sonstige Veranstaltungen ihre Kenntnis zu vertiefen und ihr Interesse wach zu halten. XII. Die Gruppcnvcrbändc und Ortsgruppen werden gebeten, nachdrücklich auf Befolgung obiger Instruktion zu achten. Muster für Bcltrittskarten. Hierdurch trete ich der Zionistischen Ortsgruppe in . . . ........ mit einem vierteljährlichen Beitrage von ..bei. Name: .. Stand: Wohnung: Der Mindcsbcitrag beträgt . . . Mk. vierteljährlich. Zentralburcau der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Die politische Betätigung und der Prager Parteitag Rede, gehalten Im Prager Volksvercln ״Zion״ am 9. Juni, von Julius Löwy. Meine sehr geehrten Damen und Herren! Wie Ihnen bekannt ist. wurde die Ratifikation der von der Wiener Reichskonferenz Ende de$ vorigen Monates gefassten

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