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Jüdische Rundschau · 1906-05-25 · Heft 21 (25.5.1906) · page 16

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 21 (25.5.1906)
Date
1906-05-25
Page
– (sequence 16)
Language
German
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/ Seite 314 JÜDISCHE ־“* — “־ “"־־־״ ' '־" 1 י יי - •י, ־" ״ ־"","'־' ■■■*"**—*■ ־; ־ ' ־ ־ ־ י ׳:־ 1 '" — . ■ . __ . ׳ ־ .•ר' '־• ־ ־■1 ׳■%'. schätzungsweise analog den letzten 2 Monaten eingestellt. Bei aller Anerkennung dieser Resultate muss aber gesagt werden, dass der Nationalfond noch nicht diejenigen Fortschritte gemacht hat, die den Gründern bei seinem Entstehen vorgoschwebt haben. Es ist daher Pilicht eines Jeden Zionisten, an der Weiterentwickelung des Jüdischen Nationalfonds .mitzuarbeiten und für denselben. Jeder an seiner Stelle, die regste Propaganda zu machen. Wir lassen nunmehr die Ziffern selbst sprechen. An Nationalfond-Gcldcm ohne Zweckbestimmung sind Im Berichtsjahre 9162 Mk. angegangen. Für Eintragungen ins Goldene Buch des Nationalfonds sind G04S M. zusanunengekommen; cs sind im Berichtsjahre 24 frühere Eintragungen vollendet worden. 34 nene Eintragungen angefangen und 10 neue beendet worden. , Es muss hieran die Bitte geknüpft werden, die wJr wiederholt in der JUEDISCHEN RUNDSCHAU ausgc- ־ sprochen haben, dass nur solche Ncueintragungcn beantragt werden möchten, bei denen die Spender sich auch für die volle Summe, die bekanntlich 205 Mk. betrügt, verbürgen können; so sind eine ganze Reihe von Konti für die Eintragung noch offen, an die Jetzt Oberhaupt niemand mehr der,kt, und die somit ihren eigentlichen Zweck verfehlt haben. Die Angclcgcnheit der Diplome (Quittungen über die erfolgte Eintragung) fst nunmehr In zufriedenstellender Weise erledigt. Das Zcntralbureau des Jüdischen Nationalfonds in Wien bat Jetzt sümtlicbc noch ausstehenden Diplome ausgefertigt und abgesandt. Auch die Oclbaum- Spende, die gerade in Deutschland Anhänger gefunden hat, hat sich in recht erfreulicher Weise entwickelt; es wurden insgesamt S09 Bäume mit 3S54 Mk. gespendet. Um das Sammeln für die Oclb;;!!:!spende zu erleichtern, hat die Verwaltung recht geschmackvolle Quittungen aufertigai lassen, die in Zukunft — mit rückwirkender Giltigkeit vom 1. Januar dieses Jahres ab — jeden, Spender gratis zugehen werden. Gleich erfreuliches Ist vom 'H c r 7.1 - W a 1 d zu bcrichten; allerdings schwebte den Urhebern des Gedankens eines Hcrzl-Waldcs in Palästina eine weit grössere Anzahl von Bäumen vor; man sprach damals von 100 000 Bäumen, die in wenigen Jahren angepflanzt werden könnten. Dieser ursprüngUchen Absicht gegenüber müssen freilich die bisher für 'diesen Zweck gesammelten Spenden noch recht klein erscheinen, doch steht es zu erwarten, dass die deutschen Zionisten diesem Denkmal unseres loten Führers auch fürderhin das grösste Interesse entgegenbringen werden, sodass die ursprüngliche Absicht in absehbarer Zeit zur Verwirklichung gelangen kann. Für die Sammlung für die H.e rzl-Stiftung (National• geschenk für die Rinder Hcrzls) sind aus Deutschland 17 3S1 Mk. zusammengkommen. Diese Sammlung ist nunmehr geschlossen. Wir haben auch gern die kleinen Spenden für die Jüdische Nationalbibliothek In Jerusalem (25 Mk.). für die Kunstgewerbeschulc ״BezalcI" in Jerusalem (45 Mk.). für den erkrankten Dichter der Lieder des ״Ghetto*', Morris Roscnfeld in New-York (100 Mk.). für den Palästina-Verein (105 Mk.) und für die russisch-jüdischen Waisenkinder nach verschiedenen Vorschlägen (700 Mk.) entgegengenommen und Ihren Bedrngungen zugeführt. Einen guten Erfolg hatten wir mit unseren Samml ,!gen für die tapfere jüdische Selbst wehr in Russland; es sind dafür insgesamt 21 500 Mk. eingegangen, darunter eine ganze Anzahl Spenden von Christen, ein neuer Beweis dafür, dass der sich seiner Haut wehrende und auf sich selbst besinnende Jude stets auf die Achtung und Anerkennung Andersgläubiger rechnen darf. Schliesslich haben wir noch zum dauernden Andenken an die Silberne Hochzeit unseres verehrten Präsidenten, Herrn RUNDSCHAU ' No. fl David Wolffsohn in Köln für ein in Palästina anztikaufendes Stück Land, das seinen und seiner Gattin Namen tragen soll, 2000 Mark gesammelt, Der längst gehegte Wunsch, eigene N a t i ט n a 1 f o n d ־ Biichscu zu besitzen, ist im vorigen Jahre zur Tatsache geworden; wir haben z-mächst 1000 Stück derselben anfertigen lassen und in knapp 3 Monaten war diese immerhin stattliche Zahl vollständig vergriffen; wir haben uns zur Anfertigung von weiteren 500 Stück entschlossen, die ebenfalls in ganz Deutschland gut untergebracht sind; gleichwohl liegen jetzl wieder eine ganze Anzahl neuer Gesuche um Büchsen vor, so dass wir jetzt weitere 500 Stück in Arbeit gegeben haben, die in den nächsten Tagen die Fabrik verlassen, um den einzclncn Ortsgruppen zugetcilt zu werden. Die ,Büchscnsammlungen lass.ni sich recht zufriedenstellend an; nach ziemlich genauer Schätzung trägt eine Biichsc pro Jahr ungefähr 3—4 Mark, so dass, wenn sämtliche 2000 Büchsen untergebracht sind, mit einer jährlichen Einnahme aus dieser Quelle von (V— 8000 Mark zu rechnen haben. F.s muss hier die Bitte an die einzelnen Ortsgruppen ausgesprochen werden, für eine jährlich mindestens viermalige Leerung der Büchsen Sorge zu tragen. ITic Einrichtung unserer Nationalfond-Mark *■ף Ist immer noch zu wenig bekannt und der Absatz inaugellu.t: es gibt grosse Ortsgrunncn in Deutschland, die im Berichtsjahre nicht eine einzige Nationalfond-Markc bezogen Italien; eine;!'!hinliehe Ausnahme macht einzig und allein die H a m bürg- A 11 o n a c r Ortsgruppe, die die eigentliche Konsumcnlin für Nafiona’fond-Markcn in Deutschland ist. Von anderen Ortsgruppen treffen hier und da in Zwischenräumen von Monaten Bcsfclhirgcn von 100 oder 200 Marken ein, die aber ihrer Geringfügigkeit wegen garnicht ins Gewicht fallen, und doch könnte gerade hierin eine ganz ansehnliche Quelle für den Nationalfond geschaffen werden. Es sollte daher kein Zionist unterlassen, für seine Privatkorrespondenz, Insbcsondere für diejenige• mit der Nationalfond-Verwaltung. sich einen, wenn auch geringen Posten Natior.alfond-Markcn zu sichern; der Preis derselben ist wie bekannt 5 Pt das Stück. Es sind im vorigen Jahre im ganzen für 1000 Mk. Marken abgesetzt worden, woran allein die Hamburg-Altonacr Ortsgruppe mit 600 Mk. partizipiert. Ebenso sind die Nationalfond-Tclegrame in den weitesten Kreisen unserer Oesinnungsgenossen vollständig unbekannt. Audi der Absatz dieser Formulare ist daher ein recht bescheidener gewesen, obwohl für dieselbe wiederholt Propaganda gemacht worden ist. Das Ausland, insbesondere Holland, hat mehrmals grössere Posten bezogen. Die Einnahmen hieraus betrugen 30 Mk. In dem Bestreben, immer neue Quellen für den Nationalfond ausfindig zu machen, ist vor einiger Zeit der Vorschlag der Selbst besten er ung gemacht worden; cs haben sich auch in Deutschland, besonders in Berlin, Zehnergruppen, Minjanim, gebildet, die wohl einige Monate ganz gut gearbeitet, aber dann sich aus Mange! an Interesse wieder aufgelöst haben. Dagegen bat sicii in Oesterreich diese Einrichtung recht zufriedenstellend entwickelt. Es ist daher dringend zu wünschen, dass auch hoi uns diese Institution wieder auflebe. Wir geben uns der Hoffnung hin. dass wir fm nächsten Jahre fiher weitere Erfolge des Jüdischen Nationalfonds zu bcrichten haben werden, sodass wir in absehbarer Zeit das grosse Ziel, das wir für denselben erstreben, erreichen können. , Die Nationalfond-Verwaltung für Deutschland. Max Wo 1 Ist ein c r, Berlin NW. 23, Holsteiner Ufer 10.

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