Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XI (1906)
- Issue
- Heft 18 (4.5.1906)
- Date
- 1906-05-04
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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I Beilage JLJEDISCHE RÜ N DSC HAUj* *י• N°8׳ י״ * Aus der zionistischen Bewegung Sohekeltage (27., 28., 29. Mai). Das Aktionskomitee der zionistischen Organisation, hat die Anordnung'getroffen, dass die Tage Sonntag, Montag, Dienstag, 27., 28., 29. Mai (HagbaIahrTage) für die Zionisten der ganzen Welt als . Schekeltage gelten sollen. . An diesen Tagen haben all?;Zionisten ihren Schekel zu entrichten und mit Einsetzung ihrer ganzen Kraft dafür zu sorgen, dass ,die Sammlung ' der Schekel sich zu einer'grossartigen Kundgebung der Disziplin in unserer Organisation, zu einer machtvollen Manifestation des zionistischen Gedankens gestalte. . Das Aktionskomitee hat an die Landsmannschaften die nachstehende Instruktion' für dio ,Scheke-tagö ,; erlassen und erwartet. ' dass jedes Glied der Organisation seinen Stolz und seine besten Kräfte darein setzen wird, die Schekeltage, die eine Kraftprobe unserer Bewegung darstellen, zu Ehrentagen des Zionismus zu machen. Instruktion für die Sch ekel tage Die Festsetzung von Schekeltagen, die bisher schon vereinzelt bei einigen Landsmannschäften in Ueburig waren, als eine a 11 g emein,-verbindliehe .Einrichtung für die Gesamtorganisalion hat den Zweck: 1. Die Zahlung des Schekels. zu einer Dokumentierung unserer Stärke, zu einer Probe der Leistungsfähigkeit unserer Organisation zu gestalten. 2. Nicht nur den Gesinnungsgenossen, sondern auch der jüdischen und nichtjüdischen Oeffentlichkeit den Umfang, den Gehalt und die Bedeutung unserer Bewegung vor Augen zu führen. 3. In die Schekeleinziehung System zu bringen und dadurch den finanziellen Apparat der Organisation auf eine gesunde Grundlage zu steilem - \. Auf diese drei Grundprinzipien müssen die Federatioren bei der Vorbereitung und Durchführung der Schekeltagc ihr besonderes Augenmerk richten Die Federationen haben an ihre Vereine die Weisung ergehen zu lassen, an diesen Tagen überall Versammlungen und Veranstaltungen zugunsten des Schekels stellen und es sich angelegen sein lassen, in den weitesten Kreisen für den Schekel und damit für den j Zionismus zu werben. Die besonderen Mass- I I nahmen, die die Federationen treffen wollen, j um den Schekeltag zu einem vollen Gelingen ],zu helfen, müssen natürlich den Verhältnissen jedes Landes angepasst sein. Neben Versammlungen werden sich in vielen Ländern Umzüge, festliche Manifestationen etc. als Propagandamittel sehr bewähren. Wo cs angängig ist, muss ,.durch Vorträge in den״.Synagogen auf die Bedeutung der Tage aufmerksam gemacht werden. , Vor allem aber muss die Agitation von Haus zu Haus, von Mund zu Mund betrieben werden, in erster Linie sind dabei die Jugend, die Studenten, Frauen und Mädchen heranzuziehen, damit wirklich’ alle Kreise von der Agitation erfüllt werden. Wo sich die Gelegenheit ergibt, muss das öffentliche Interesse durch die Presse, durch Flugblätter etc. geweckt werden. Ueberall muss *den Juden zum Bewusstsein gebracht werden, was in diesen Tagen vorgeht, welche Bedeutung der Schekel und der Zionismus hat. , Wenn die Bewegung zugunsten des Schekels überall mit dem genügenden Nachdruck betrieben wird, dann müssen die Schekeltags eine glänzende Demonstration für unsern heiligen Gedanken werden, die die Organisation allerorten mit neuem Leben und neuer Kraft erfüllen wird. . Um die Einheitlichkeit der Aktion, die zugleich eine Gewähr für ihre Wirkung ist, zu garantieren, müssen alle Federationen sofort ohne Umschweife mit den erforderlichen Vorbereitungen beginnen. Die Arbeit muss so eingerichtet werden, dass alle Abrechnungen spätestens Ende Juni fertig sind. Die Vereine und Vertrauensmänner sind demgemäss zu instruieren. Die Abführung der Gelder erfolgt wie immer an den J e w 1 s h Colonial Trust, London. — .— , . 1 , Der 10. Delegierteritag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland am 4. und 5. Juni 1906 in Hannover Die Tagesordnung ist wie folgt festgesetzt: 1. Eröffnungsrede und Ansprache des Präsidenten des Zentralkomitees. 2. Bureauwaht. 3. Bericht des Zentralbureaus und der Kommission. 4. Referat: Die allgemeine Lage der zionistischen Bewegung. 5. Diskussion über den Rechenschaftsberieht und Decharge.