Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XI (1906)
- Issue
- Heft 17 (27.4.1906)
- Date
- 1906-04-27
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage XI, No. 17 Aus der zionistischen Bewegung Jung der Parteiabgaben abhängig ist. Der 10. Dolegisrtentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland am 4. und 5. Juni 1906 in Hannover Das Zentralkomitee hat den!().Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland auf Montag, den 4. und Dienstag, den 5. Juni 1906 (Pfingsten) nach Hannover einberufen. Dem Delegiertentage wird eine Sitzung des Zentralkomitees am Sonntag, dem 3. Juni 1906 vorangehen. In Ausführung dieser Anordnung ersuchen wir sämtliche Ortsgruppen und Vertrauensmänner schleunigst die notwendigen Vorbereitungen für die Wahlen zu treffen. Jede Ortsgruppe ist berechtigt, einen Delegierten zu wählen, Ortsgruppen von mehr als 50 Mitgliedern wählen 2 Delegierte, Ortsgruppen von mehr .als 100 je einen Delegierten für jedes weitere angefangene Hundert. Weitere Mitteilungen über die Tagesordnung und die sich an den Delegiertentag anschliessenden Veranstaltungen folgen in der nächsten Nummer. Wir ersuchen die Ortsgruppen und Vertrauensmännef um schleunige Einsendung der rückständigen Schekel und Landesbeiträge, da das Wahlrecht der Ortsgruppen von der Zah- Sohekeltage (27.. 2829 ״. Mai). Das Aktions-Komitee der zionistischen Organisation hat die Anordnung getroffen, dass die Tage Sonntag, Montag, Dienstag, 27., 28., 29. Mai (Hagbalah-Tage) fiir die Z1 cni stc 11 der ua 11 zc 11 W c 11 als Sche.keltage gelten sollen. An diesen Tagen haben alle Zionisten ihren Schekel zu entrichten und mit Hinsetzung ihrer ganzen Kraft dafür zu sorgen, das die Sammlung der Schekel sich zu einer gressartigen Kundgebung der Disziplin in unserer Organisation, 71! einer machtvollen Manifestation des zionistischen Gedankens gestalte. Das Aktionskomitee hat an die Landsmannschaften die nachstehende Instruktion für die Schekcltage erlassen und erwartet, dass jedes Glied der Organisation seinen Stolz und seine besten Kräfte darein setzen wird, die Schekeltage, die eine Kraftprobe unserer Hewegung darstelleu, zu Hhrcntageu des Zionismus zu machen. Instruktion für die Schekeltage Die Festsetzung von Schckeltagen, die bisher schon vereinzelt hei einigen Landsmannschaften in Uebung waren, als eine a 11 g c m e i r! ־ v e r b i n d I i c 11 e Hinrichtung für die G esa 111to r gu n i sa t i o 1! hat den Zweck: 1. Die Zahlung des Schekels zu einer Ookmnentierung unserer Stärke, zu einer Probe der Leistungsfähigkeit unserer Organisationen zu gestalten. 2. Nicht nur den Gesinnungsgenossen, sondern auch der jüdischen und nichtiüdischcn Oeüentlichkcit den Umfang, den Gehalt und die Bedeutung unserer Bewegung vor Augen zu führen. 3. ln die Sehekeleinzielumg System zu bringen und dadurch den finanziellen .Apparat der Organisation auf eine gesunde Grundlage zu stellen. Auf diese drei Grundprinzipien müssen die Hederationen bei der Vorbereitung und Durchführung der Schekcltage ihr besonderes Augenmerk richten. Die Hederationen haben an ihre Vereine die Weisung ergehen zu lassen, an diesen Tagen überall Ver- Sammlungen und Veranstaltungen zugunsten des Schekels stellen und es sich angelegen sein lassen, in den weitesten Kreisen für den Schekel und damit iiir den Zionismus zu werben. Die besonderen Massnahme», die die Hederationen treffen wollen, um den Schekeltag zu einem vollen Gelingen zu helfen, müssen natürlich den Verhältnissen jedes Landes angepasst^ sein. Neben Versammlungen werden sieh in vielen Ländern Umzüge, festliche Manifestationen cte. als Propagandamittel sehr bewähren. Wo cs angängig ist, muss durch Vorträge in den Synagogen auf die Bedeutung der Tage aufmerk־ sam gemacht werden.. Vor allem aber muss die Agitation von Haus zu Haus, von Mund zu Mund betrieben werden, in erster Linie sind dabei die Jugend, die Studenten. Frauen und Mädchen hcranzuzielicn, dami*. wirklich alle Kreise von der Agitation erfüllt werden. Wo sich die Gelegenheit ergibt, muss das öffentliche Interesse durch die Presse, durch Flugblätter etc. geweckt werden. Ueberall muss den Juden zum Bewusstsein gebracht werden, was in diesen Tagen vorgeht, welche Bedeutung der Schekel und der Zionismus hat. Wenn die Bewegung zugunsten des Schekels überall mit dem genügenden Nachdruck betrieben wird, dann müssen die Schekcltage eine glänzende Demonstration für unser» heiligen Gedanken werden, die die Organisation allerorten mit neuem Leben und neuer Kraft erfüllen wird. Uni die Hiuheitlichkeit der Aktion, die zugleich eine Gewähr für ihre Wirkung ist, zu garantieren, müssen alle Föderationen sofort ohne Umschweife mit den erforderlichen Vorbereitungen beginnen. Die Arbeit muss so eingerichtet werden, dass alle A b r e c h n 11 n - gen spätestens H11 d c Juni fertig sind. Die Vereine und Vertrauensmänner sind demgemäss zu instruieren. Die Abführung der Gelder erfolgt wie immer au den .1 c w i s 11 C o I o 11 i a 1 Trust, London. Mitteilungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland I. Die Broschüre' ״Alte und neue Makkabäer“, Gedenk rede von Dr. Franz Oppenheimer, gehalten auf der Jüdischen Gedenkfeier zu Berlin am 22. Jamrar 190(), ist erschiene». Dieselbe kostet 10 Pfg., bei Abnähme von 100 Exemplaren 5 Pfg. Ausserdem ist die 2. Auflage der Festschrift ״Die Zukunft der Jude n“ erschienen. Dieselbe ist zum crmässigteii Preise von 75 Pfg. zu beziehen.