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Jüdische Rundschau · 1906-02-16 · Heft 7 (16.2.1906) · page 16

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XI (1906)
Issue
Heft 7 (16.2.1906)
Date
1906-02-16
Page
– (sequence 16)
Language
German
Belongs to
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Seite 102 JÜDISCHE RUNDSCHAU ___No. 7 abgewöhncn, sich darauf zu berufen, dass sic die Minorität sind. Die nationale Autonomie solle den .luden zu einem vollen Menschen machen. Au der sich an das interessante Re* ferat anschlicsenden Debatte beteiligten sich die Herren Dr. Mühsam, Landes. Ringwald, die das wirtschaftliche Moment betonten und Herr Scheyej•. dessen (Irimm sich besonders ge* gen das Jüdisch-deutsche richtete. Dr. Heinrich Loewc be* tonte, dass der einzig«; reale, mit Tatsachen rechnende Terri* torialistnus diese Autonomiebewegung sei. die zu unterstützen in» Interesse des Zionismus läge, ebenso u ird der phantastische Territorialismus, der nach Ländern suche, durch seine Plianta* sterei dazu angetan sei, das jüdische Volk von der notwen* digen Augenblickshilfe abzulenkcn und dabei gleichzeitig die endgiltige Lösung der Judenfrage illusorisch zu machen. In ausführlicher Rede wies er die Vorwürfe gegen die jüdisch* deutsche Sprache zurück. Nach einer kurzen Ansprache von Dr. Hans Gideon Heymann hielt Dr. Birnbaum die Schluss* rede, die mit lebhaftem Beital! von der Versammlung entge* gengenommen wurde. Berlin. In der Jüdisch-nationalen!־'rauenvereinigung spricht am Mittwoch, dem 21. d. M., abends 9 Uhr, im Saale des Re* staurants Roscnthal, Leipzigerstrassc .52/63 Herr Dr. Hans Gideon Hey mann über: ״W a r u m ist nur P a 1 ästina unser Ziel?’4 Damen und Herren als Gäste will* kommen. Lübeck. Am Mittwoch hielt in der hiesigen Ortsgruppe vor einer Versammlung von über 70 Personen Heir Dr. Felix Pinkus ,Hamburg, einen Vortrag über ״Palästina als ״Kolonisa* tionsgebiet." Seine interessanten Ausführungen, die inhaltlich bereits in einem früheren Berichte dieser Zeitung wiederge* geben sind, wurden allgemein mit sehr, grossem Beifall aufgenommen. An den Vortrag knüpfte sich eine sehr lebhafte Debatte, die schliesslich aufs religiöse Gebiet hinüberspielte. Perugia, den 20, Januar 1906. Am 12. Januar fand hier auf Veranlassung von Bcrnardo Dessau, Professor an der hiesigen Universität, im Hause des Herrn Mose Servadio eine Versammlung statt, in der nach Darlegung der Ziele der zionistischen Bewegung seitens des Prof. Dessau die Konstituicruug einer Ortsgruppe beschlossen wurde. Die Leitung derselben -wurde vorläufig den Herren Prof. Bcrnardo Dessau, Vittori«» Ascoli und Avv. Policarpo Bcmporad übertragen. Die Gruppe zählt bereits 25 Mitglieder, was in Anbetracht der geringen Zahl der hier ansässigen Glaubensgenossen und des Fehlens jeder religiösen oder gemeindlichen Institution als ein recht erfreuliches Krgebnis betrachtet werden darf. Die jüdische Nationalbank deren Aktie auf der Nebenseite im Bilde wiedergegeben ist, ist das wichtigste finanzielle Instrument der zionistischen Partei, u»n in Palästina selbst die notwendigen Schritte unternehmen zu können. Das Jüdische Volk hat diese Bank geschaffen, um alle auf die Krwerbutig und LTschlicssung Palästinas und seiner Nachbarländer gerichteten Bestrebungen finanziell zu unterstützen. Schon die ersten Zionisten, die 22' צ**ןT! haben ausser Palästina das ganze Syrien in das Bereich ihrer Be Strebungen gezogen und der siebente Kongress hat diese Ein* bczichung der Nachbarländer auf das ganze festländische Ge. biet von Taurus bis Sinai und von der ägyptischen Grenze bis an die Ostmark des Salomonischen Reiches ausdrücklich anerkannt. Die Kolouialbank ist durch ihre Organisation als zionistisches Institut gesichert. So lauge der Kongress zio* nistisch ist. ist cs notgedrungen auch die Kolonialbank. Die Aktien lauten auf ein Pid. Sterl. 20,30 Mk., so dass jeder imstande ist, einen Anteilschein zu erwerben. Die Aktie führt den englischen Namen Share. Es sind im ganzen bis jetzt 270 0000 Mark solcher Pfundaktien in den Händen des Publi* kiims im Werte von 5 300000 Mark. Eine Tochterbank, die Anglo Palestine Company, wurde von Theodor Herzl begründet, um in Palästina schon jetzt aktiv zu sein. Sie hat trotz ihrer vorsichtigen Zurückhaltung schon jetzt viel zur Entwichlung gesunderer jüdischer Verhältnisse beigetragen, indem sie Kredit gewährt und industrielle Unternehmungen möglich macht. Uni den Verkauf der Aktien zu erleichtern, wurden besondere Sharcklubs gegründet, welche die Aktien gegen wöehent* liehe Teilzahlungen von 25 Pfennig abgehen. Sic geben zu diesen» Zwecke üuittungskarteu aus, die in Felder eiugeteilt sind, zum Einklebcn der entsprechenden Zahl von Sharemarken, die nicht genau dieselbe ist. je nachdem es sich um Inhaberaktien oder um freie Aktien handelt. Die Marken be* stellen aus zwei Teilen, deren eine als Oblaten zu verwenden, die andere in die Quittungskartc eitr/uklcben ist. Die Aktien- ,crwcrbs-Vcrcinc sind in der Sharckluhzentrale vereinigt, die für Deutschland Herr M. Goldschmidt, Hamburg, Stadtliausbrückc 12/14 leitet. Jeder Zionist sollte cs fiir eine Ehrenpflicht lullten, im Besitze von mindestens einer Aktie des vornehmsten finanziellen Instriiments des Jüdischen Volkes zum Erwerbe Palästinas zu sein. Nationalfond Sammlungen für den Nationalfond und andere zionistische Zwecke sind lediglich zu senden an den Schatzmeister des Zentralbureaus, Herrn Max Wollstelner. Berlin NW. aj, ■.—- — —= Holsteiner Ufer 10. —- ז— 9 n Di« Spenerstr. 15, Berlin, gratuliert Dr. E. Cohn, Berlin, zu seiner Wahl. 1,— Mk. FrJ. Betty Demant, Insterburg, u. William Arns• dorff, Bartenstein, anlässlich der Hochzeit des Tierarztes Alfred Arnsdörff u. Frl. Helene San de lowsky, Königsberg.45,10 י Schachspiel zwischen Bloch u. Klinger, Mülhausen i. Eis. 2,— י Wette zwischen Bachmann u. Lehmann, Mülhausen i. Eis. 1,— * Dr. mcd. Gottgetreu, Münster (Ooerlahnkreis), dankt für die Glückwünsche u. wünscht dem neugegründeten Lesezirkel, Frankfurt a. O. bestes Gedeihen. 2,— Sammlung Frankfurter, Prag: P e r e 1 e s 0,80, Franke 0,80, S c h ra o I k a 0,80, Zucker ma nn 0,80, Frankfurter M. 1,—, kleine Spenden 3,80 .... 8,— , Bruno Tannenwald II, u. Willi L’nna, cand. med. Kiel, gratulieren, leider verspätet, ihrem I. Onkel in Stettin zum 50. Geburtstag.. . 1,— Cohen Zedek, Bremerhaven. 1,— Oscar Seck cl, München, zum Abschied von seinen lieben Freunden aus Anlass seiner Abreise nach Kew-York.10,- W. א., als Busse für einen Brief, der G. H. nicht erreichte. I,— Stud. iur. Martin Sommer, Berlin, dankt seinem Freund Maximilian W e i s s für sein Geschenk und seine Gratulation. 1,— ffora Cos man, Berlin, nicht zurückgenommenes Garderobcngeld von R. Rattner. 0,30 Selbstbcsteuerung Messing werk 4,—, Samtnelbüchse Messingwerk 6,65.10,65 Geschwister Kober, Breslau, gratulieren Curt W e i ב s zum bestandenen Referendar-Examen. I,— A. Levy, Frankfurt a. M., zahlt an Frl, Else Wittko wer, Berlin, ein Rundschau-Abonnement . . . 1,— M. 100, Breslau... 1,— Königsberger Zionistische Vcreinigung: Arthur Cohn, stud. Meyer, Billardpartie 0,50, S. Berlowitz, verlorene Wette 1,—, S. Eisenberg, verlorene Wette 2,—, A. Sissle, Nebenverdienst I,—. 4,50 Joseph Go 1 d so h m i d t, Hamburg, gratuliert Bruno Tannenwald, Kiel, zum bestaudenen Referendar- Examen. 0,50 Referendar Bruno Tannenwald I, gratuliert zur Verlobung Sa xaganskaja-Dr. Sichel . . . 0,50 Aus der Büchse Nr. 1187 in Reutlingen.41,— Eduard Gelber und Frau, Duisburg, danken allen Gesinnungsgenossen, Freunden und Bekannten für freundliche Glückwünsche zur Silberhochzeit . . . 3,— . Max Wollsteiner, Berlin, gratuliert Moritz Gold- Schmidt, Hamburg, zur Geburt seines Töchterchens Bertha. 0,50 , Zionistische Vereinigung, Leipzig, 5 pCt. ihrer Mitglieder-Beiträge pro 1905 . 16,75 . M. L e w i t e , Leipzig.. 1,— . zusammen 154,80 Mk. Goldenes Buch des Nationalfonds Zur Eintragung von Julius Wiener, Leipzig. (Schlussrate.) A. Waltuch, Leipzig, anlässlich seiner Verlobung. 1,70 Mk. W. Asnckcwitz. i,— ״ S. Preczep, Leipzig, diverse Sammlungen 4,50 , Versteigerung des Benschens bei der *ברית מילד K atze n ei lenb ogen von 9 n 9 9

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