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Jüdische Rundschau · 1905-12-22 · Heft 51 (22.12.1905) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
X (1905)
Issue
Heft 51 (22.12.1905)
Date
1905-12-22
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 676 1 t ■ JÜDISCHE_RU N D SCH AU No. 51 -.-•י׳ Dem Fe 11 ille ton werden .״ wir eine besondere; Sorgfalt angedeihen lassen. Das LITERATUR־ ßLATT, das sich schon jetzt so viel Freunde erworben - Kat, , Werden wir weiter ausbauen, und ׳’wir werden mit der sicher zu י erwartenden ühterstiitzung. unserer Leser und Freunde imstande sein, die Zeitung überhaupt so auszugestalten, dass sie in nicht zu ferner Zukunft den ersten Schritt unternehmen kann, der sie in eine jüdische grosse Zeitung im eigentlichen Sinne des Wortes verwandeln kann. Dazu bedarf es der tätigen Mithilfe aller unserer Freunde. Nicht zu;n ersten Male wenden wir uns heute ־•an alle unsere Leser, zu arbeiten und zti agitieren. Die JL’EDISCHI: RUNDSCHAU sei das Panier aller derer, die fiir den Zionismus, für die n a t i o - nale Idee itii Judentum, die für das Jüdische Volk kämpfen. Unsere Losung sei im neuen Jahr: Der Zukunft des Judentums! Die Redaktion. Unser Glückwunsch Am Donnerstag, dein 21. Dezember, feiert unser Präsident David Wolffsohn fern von der Heimat im sonnigen Süden seine silberne Hocbzeit. Hs ist kein Zweifel, dass überall, wo Zionisten wohnen, dem feiernden Ehepaare die herzlichsten üliickw mische entgegengebracht werden. David Wolffsohn, der seit einer langen Reihe von Jahren mitten in der Zionistisehen Bewegung steht, der zu den vorherzischen Zionisten gehört, die den erstehenden Führer unterstützt haben, die Partei, die bis dahin aus vielen zerstreuten und fast zusammenhanglosen Gruppen bestand, zu einer Organisation zusammenzuschliessen. hat das schwere Erbe des grossen Mannes antreten müssen und hat gern und willig die schwere Bürde auf sich genommen, die mit' der grossen Verantwortlichkeit verblinden ist, die auf dem Präsidenten unseres Aktionskomitees ruht. In der schwersten Zeit ist er von unsern Erwählten auf den Platz berufen worden, den bisher unser grosser Mann innegehabt hatte, und den auszufüllen so schwer ist. Wolffsohn hat sich nicht bedacht, hat die Bürde auf sich genommen und trägt die Lasten der Partei. Wie er bis zuletzt Herzl zur Seite gestanden hat in treuer Arbeit, so hat er cs übernommen, das begonnene Wrerk . des Meisters fortzuführen. Ihm und seiner Gemahlin, die ihm bei dieser Arbeit im Zionismus für das Jüdische Volk zur Seite steht, sprechen die deutschen Zionisten an dem Tage, wo sie ־ das fün!undz\vanzigste Jahr ehelichen Zusammenlebens vollenden, die herzlichsten Glückwünsche aus. Wir wollen ihnen auch an diesem Tage zeigen, wie sehr wir die imeigennützige Arbeit anzuerkennen wissen, die sie auf sich genommen haben. So hat die Zionistische Ver- . einigting für Deutschland beschlossen, in einer zionistisehen Institution dem feiernden Ehepaare ein Andenken an den Tag seiner Silbernen Hochzeit zu schaffen und hat.im Anschluss an den N a t i 0 n a 1 i o!1 d eine Stiftung auf den Namen des Ehepaares David und Fanny Wolffsohn ins Leben gerufen. Für das zu diesem Zwecke gespendete Geld soll in Palästina ein Stück Land für den •Nationalfond gekauft werden, das den Namen des־ Ehepaares für •alle Zeiten .tragen soll. Bis zum Schluss der Redaktion waren bei unserer Berliner Natiouah'ondVerwalumg in Berlin bereits 2000 Mark eingegangen und weitere Spenden sind zu erwarten. ־ Wir wissen, dass wir durch kein anderes Geschenk unserm Präsidenten eine grössere Freude machen könnten. Unsere herzlichsten Glückwünsche bringeti wir unserm Präsidenten und seiner Gemahlin dar, in der Hoffnung, dass cs bessere Zeiten sein möchten, in denen ihre späteren Ehejubiläen zu feiern ihnen vergönnt sein mag! Mitteilung des Aktionskomitees Das Aktions-Komitee hat sich in seiner Kölner Sitzung dahin ausgesprochen, dass die Redaktion der WELT nach Berlin, die Administration nach Köln gelegt, die endgültige Erledigung dieser Angelegcnheit aber dem Präsidenten des Aktions-Komitees, Herrn David Wolffsohn, und dem zweiten Vorsitzenden. Herrn Professor Warburg, überlassen werden solle. Herr Wolffsohn begab sich demzufolge nach Berlin, uni dort die entsprechenden Einriehtungen zu treffen. Bei den darauf folgenden Ver- Handlungen, an denen auch die künftige Redaktion teilnahm, wurde lestgestelit, dass cs vorläufig aus orgatiD satirischen und technischen Gründen nicht angezeigt sei, die Redaktion vier WELT in Berlin zu etablieren, dass sich vielmehr im gegenwärtigen Zeitpunkte der Anschluss der WEI .T an das Kölner Zentralb!1 r c a u empfehle. Es wurde demgemäss beschlossen, dass vom I. Januar 1906 ab sowohl die Redaktion als auch die Administration der WELT nach Köln gelegt wird. Die Leitung der WELT übernimmt von diesem Zeitpunkte ab Herr Berthold Fciwcl; zugleich tritt Herr A. C o r a 1 n i k in die Redaktion ein. Die erste Nummer des neuen Jahrganges wird am 5. Januar 1906 in K ö 1 n erscheinen. Zuschriften für die künftige Redaktion und Administration sind bis auf weiteres zu adressieren: ״An das Zionistische Zcntralbureau, Köln a. Rh., Merowingerstrasse 7, mit dem Vermerk: ״Fii r die WELT“. Mitteilungen des Zentralbureaus der Zionistischen Vereinigung für Deutschland 1. Die Inhaber von Schelblocks werden dringend gebeten, die Einsammlung der Schekplgeldcr zu beschluenigen und bis Eude Dezember die I. Rate an die Ortsgruppen abzuführen. 2. Die ersten 10000 Exemplare der Broschüre ״Was will der Zionismus?“ sind bis auf einen kleinen Rest vergriffen. Wir haben daher bcschlossen, baldigst eine Neuauflage der Broschüre herauszugeben. Nach Rücksprache mit Herrn Dr. F r i e - dcinann, dem Verfasser der Broschüre, bitten wir hierdurch alle Parteigenossen um Mitteilung ihrer Wünsche fiir die Neuauflage. Wir bitten sämtliche Anlegtmgen in kürzester Form an unsere Adresse gelangen zu lassen. 3. Folgende Ortsgruppen haben lins Tag und Ort ihrer wöchentlichen Zusammcuküuue angegeben: Königsberg i. P r.: Mittwoch, Hotel Masie, Hintere Vorstadt 51. G I e i w i t z: Dienstag, Gcrmaniaresiaurant, Germaniaplatz, nicht regelmässig.! 4 j I J I t

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