Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- X (1905)
- Issue
- Heft 47 (24.11.1905)
- Date
- 1905-11-24
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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r No. 47 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 619 : Han tke. Dr. M. H o r \vi t z. Raphael Lö vv en f c 1 d. Dr. A. N ossig, Dr. F. Oppenheimer. Prof. Dr. M. Phi- I i p p son . Prof. Dr. H. Rosin. Frau L. W a g n e r — Tauher. Prof. War bur g. Der Einberufer: D r. Hans Mühsam. Yorkstr. 51. Schon um 7 Uhr begann der Mcnschcnzustroni und hatte um 10 Uhr abends noch immer sein Ende nicht erreicht. Wenigstens fünftausend Personen, die zurr! grossen To'le sehr weit herkamen, fanden geschlossene Türen, an denen sich folgende lakonische Inschn.t «fand: ״Die auf den 20. November in der Tonhalle cinbcrufcne Versammlung ״Deutscher Menschenfreund:“ muss w e g e n Erkrankung des Referenten ausfallcn.“ Da man den Grund auf dem Anschläge sicher angegeben hat. d.r der wahre ,'st, so bedauern wir. konstatieren zu müssen, dass sieb in ganz Berlin kein Mensch gcfuuJcn hat. der den erkrankten Referenten vertretet! konnte. Kann man nicht erfahren, wer dieser einzige in Berlin u »entbehrliehe und unersetzliche Mann ist? Das würde uni so grösseres Interesse haben, als vielleicht der Herr Referent erst auf diesem Wege von seiner eigenen Uncntbcl.rlichke't, veileicht gar auch c!st von seiner Erkrankung erfahren würde. Im Publikum machte sich eine nicht misszuverstehende Erregung über diese wahrlch nicht sllzuundeutliche Verachtung von uns. der ..nüsera corttribuens plebs“ geltend. Die öffentliche Meneng möchte die Gründe der Abbestcllung kennen und auch den verantwortlichen Urheber des novemberlichcn Jn-dcn-Aprilsehickens c'niger lausender Bürger, die ihre Zeit nicht gestohlen haben. * Von Herrn Dr. H. Mühsam erhalu.11 wir hierzu die büßende Erklärung: ..Für d e zun! 2״. Nov.rnher 1905 in die Tonhalle cinbcrufcne öffentliche Protcstversanunltmg gegen die Judcmrassakres in Russland habe ich als beauftrater ,hinbeni.cr für die mitunterschriebet!en Herren gczeicl.net. Sämtleite •Mitunterzeichnetc zogen am Montag früh ehre Zustimn.ung zurück, nachdem sich die Möglichkeit zeigte, durch N'erfagung der Wrsantmlmrg die Knndgebung zu einer allgemeinjüdischen, vlelle cht sogar noch allgemeineren zu machen. Ich wurde davon erst am Montag Nachmittig verständigt, so dass ich die Verantwortung für die verspätete Absage der Versammfang ablehncn muss.” Dr. Hans Mühsam. * * * Von zuverlässiger Seite wird der Redaktion der JÜDI- SCHFN RUNDSCHAU geschrieben: Ich -erfahre aus bester Quelle, dass der Jüdische Kunstverlag Phönix in Berlin dem Judenmissiona r. Pastor Bicling. dortseihst Postkarten liefert, die der Pastor auf seinen Missionsreisen im Osten verteilt. Sujets der Postkarten sollen u. a. Sein: Bilder einer getauften Jüdin, galizischc Chassidim usw. Ich kann nicht annehmen, dass dem ״jüdischen" Kunstverlag der Missbrauch, der mit seinen Karten getrieben wird, bekannt ist. mul glaube, dass ein Hinweis in Ihrem Blatte genügen wird, die Herren zu veranlassen, Herrn Bicling keine Karten mehr zu verkaufen. * * * L " “1־ ‘ ־ '״־' 1 ־ WT*H I ' ’ , Briefkasten der Redaktion 4- -...I .» C3 I.- ׳ - Karl Mann. Sie haben Recht: Wenn man in Preussen;ihnliehe ״Zuschriften” an de Behörden richten würde, wie solche . von Schöneberg (der Mann, der seiner Zeit das Attentat auf * Dr. Joffe begangen) und Mcndcle Krämer gegen den nationalen Zionismus in Jerusalem an die dortigen Behörden gerichtet wurden, so bedürfte es nicht einmal einer getatschten Ueber- Setzung der Ussischkinschen Broschüre, um eine hochnotpeinliehe stiatsanwaltscbaftl chü Untersuchung zu veranlassen und nicht bloss ein harmloses Aufschrciben der Lehrer, die an der durch Vermittlung des Sohnes der türkischen Exzellenz von Nabulus angezeigten Lahrerkont.rcuz teilgcnommcn haben. Im übrigen bringt der jetzige Pascha im Volk gen Einklang mit der hohen Reierung ir. Konstantinopel der jüd.s>:hcu Kolonisation und den -ihr vetwandten Bestrebungen das wohlwollendste Intercss,1 entgegen. Die Lehrcrkonierenz wird demnächst mit ausdrücklicher Erlaubnis des Mutesarrifs (gemeinhin der Pascha genannt) tagen. Herzlichen Grus«. Efralm B. Alexander. Ihren Londoner Brief können wir leklcr nicht eher bringen, als bis wir ihn vom Pressausschuss zurückerhatten haben, an den wir ihn vor 12 Tagen sandten. Ein sojsjier Artikel vertiert natürlich sehr von seinem Werte, wenn er ablagcrt. Aber da Sie auch über die Gegnerschaft berichten die in London vom Territorialismus dem Zionismus ontgegengebraebt wird, so mussten wir den Artikel erst dem Pressausschuss vorlegen. Für uns ist zwar der Territorialismus und seine Gegnerschaft gegen die zionistische Partei keine ./nnerpoütiPche Frage” des Zionismus. Aber darüber, was e'ue solche ״innerpolitische Frage des Ziotrsmus" ist, hat ja nicht die Redaktion zu entscheiden. Zionsgruss. Kroo. Izidor :n M tt n k a s s. Nein. nein, wir Intern keine Toaste und Hochzeitsdichtungcn. Dazu haben wir weder Talent noch Zeit. Wenn Sie sich nun aber an die richtigere Adresse weite!., n. *<» wird es gut sein, nicht erst ״wenn selber gefällt, d e Honoration zu seh'cken." i. Th. in M ü tiche 11. Ihr Artikel kamt natürlich in diese! Woche nicht gedruckt werden, weit wir ihn erst dem Pressausscluiss verlegen müssen. Zionsgruss. H. St. in Gl. Wir raten Unten n'cht zur Unterstützung von Schaare Zedek. Herzl. Zionsgruss. M. S W. ני! H. Von unserem Plane, dem LITERATUR- BLATT Unterrichtsbriefe zum Selbstunterricht in der hebräisch.n Urngaiigsspiache beizugeben, müssen wir so lange leider noch Abstand nehmen, als ausser den erheblichen Kosten, die Herstellung und Druck erfordern, noch de Schwierigkeiten kommen, unter denen augenblicklich die redaktionelle Arbeit des Blattes zu leiden hat. Aber es ist mir aufgeschoben. Besten Oruss. Jcrdania. (Ebenso K. L. in Fg.) Tu!1 Sie. bitte, je 20 Pt'eim.g in Ihre Natonalfoiidbiiciise. weil Sie uns je 20 Piennig Strafporto verursacht haben. Dam! werden Sie das nächste Mal genügend frankieren. Z'onsgruss. S. Tr. in Berlin. Ihr Artikel kann natürlich in dieser Woche nicht gedruckt werden, weil wir ihn erst dem Pres sauss e h u s s vorlege!! müssen. Zionsgruss. S. S. in Gotting;!!. A. S. In Filehne. Ihre Anfrage haben w ir dem Z c n t r a l b u r e a u weitergegel'en. Dorthin sind alle Anfragen zu richten — nicht an die Redaktion -- die irgend welche Vcrc'nstätigkcit. and! Festvorstclhiijgen etc. bctreffen. Grünhut ln Berlin. Ihren Artikel können wir in dieser Woche, nicht bringen, weil wir ihn erst dem Pressausschuss vorlegen müssen. Aber nach der Genehmigung müssen wir von Ihnen erst die Erlaubnis erhalten, eine!! wiederholt im Artikpl vorkonmicnden Ausdruck abändem zu dürfen, ehe wir ihn druck•:« können. J. L. in GIciwHz. Ihr Artikel kann natürlich in dieser Woche nicht gedruckt werden, weil wir ihn erst dem Pressaussc-hus$ vorlcgen müssen. Ausserdem gilt für Sie dasselbe w.;e für die Jordania usw. Zionsgruss. ■ —־■י.Nationalfond — Sammlungen für den Nationalfond und andere zionistische Zwecke sind lediglich zu senden an den Schatzmeister des Zentralbureaus, Herrn Ma* Wolistetner, Berlin NW. aj, ■ .. ■־־־״־״.י־ Holsteiner Ufer 10. =====-=.■ G. B l e i w* c i s s, Wandsbeck, dankt dem Vorstand der Zionistischen Ortsgruppe Hamburg—Altona für freundliehe Aufmerksamkeit.. G. Blei we iss, Wandsbeck, dankt dem israelitischen Mannergesangverein, Hamburg, und allen Bekannten für freundliche Aufmerksamkeit. Gurt Kuschnitzky, Gieiwitz. Dr. Hermann Moses, Berlin, Birkenstr. 1, Sammlung Dr. Arnold Kutzinski, Berlin{ anstatt Telegramm zur Antriltskneipe des V. J. St. in Freiburg . . . Ungenannl. Frankfurt a. O, zum zweiten Jahrzeittagc ihres I. Freundes Alfred Braun sberg, 17. Novbr. N'anny Kaiser. Frankfurt a. O., Pfennigsammlung . Die freie Verbindung ,Jordania", München, von ihrer Antrittskneipe. Familie H u f s te i n , Dresden, Kapora-Gelder. . . . Sammlung B. M. im Cafe Monopol, Berlin. Frl. Bertha M a j e ro w i t s c h , Berlin, als Dank liir tüchtige Mitarbeit der Herren vom V. J. St. beim Versenden von 25000 Aufrufen zu Gunsten unserer russischen Brüder . N. א., Berlin, monatliche Selbstbesteuerung .... Dr. Hechinger, Freiburg i. B. Oskar Unikowcr, Berlin, gratuliert seinem Freunde Moritz Levy, Basel, zum Avanccacment im Schweizer Staatsdienst. H. B o ch n e r, Schönlankc, Spende am Grabe seines Vetters Samuel Badt.. 1,- Mk. - ־-.« . -,10 . -,10 . ־־,1 •I __ w, te l,״ . 35,- . O _ י" I * :4 — l 5.“ . I/O , o_