Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- X (1905)
- Issue
- Heft 45 (10.11.1905)
- Date
- 1905-11-10
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2651273-2651394-2651439--02959-2659866- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
No. 45 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 5S9 nächt,־ auch allen tinscm Gesinnungsgenossen den Besuch und die Mitarbeit angelegentlichst zu empfehlen. Das Grab Maximilian Heines, des jüngsten Bruders des Dichters, befindet sei. seit mehr als fünfundzwanzig Jahren auf dem Jerusalemer unJ Neuen Kirchhof in der Bellcalliancc- Strasse, und di; Inschrift am Sockel der schlichten Marmor־ Säule erinnert daran, dass der. der darunter schlaft, vor hundert Jahren, am 6. November 1S05. geboren wurde. Mit sein.m berühmten Bruder teilte auch Maximilian Heine das gleiche Geschick, dass über seii Geburtsdatum lange Zeit Zweifel bestanden und verschiedene Angaben gemacht wurden. Auch in d:r Heine-Biographie von Gustav Karpclcs wird als Geburtsjahr Marimilian Heines das Jahr 1807 angegeben, wahrend das auf dem Grabstein vcrzeichnctc das richtige ist. Die vollständige Inschrift lautet: •.Maximilian von Heine. Hingster Bruder des Dichters Heinrich Heine. Geb. Düsseldorf 6. Nov. 1805. gest. Berlin 6. Nov. 1879." Marimilian Heine hatte in Münch;« studiert und begleitete Mitte Juli 1828 seinen auf der Reise befindlichen Biuder bis nach Bad Kreuth in Tirol. Zum letzten Male besuchte er den schwerkrauken Bruder in Paris im Herbst 1855. Später machte er durch seinen Protest gegen die Herausgabe der von Heinrich Herne nachgelassenen Mcmoiren vi.fi von sich reden. Berichtigung Wir erhalten folgende Zuschrift: Der Artikel in No. 13־ d. Bl. des Herrn J a k a u w b e n .leb udo Hecht bedari in Bezug auf de״ Unterzeichneten Verein euer Berichtigung. Der ״Jüdische Diskuticrkhih" Tosen hat keineswegs den Zweck, s.inc Mitglieder zu ״guten Zionisten" oder zu «werdenden Zionisten" zu maclnn. sondern er hat sich lediglich zum Ziel gesetzt, seine Mitglieder durch Beschäftigung mit jüdischer Geschichte und Literatur, sowie durch Besprechung aller jüdischen Tragen zu guten selbstbewussten Juden heranzuziehen. Alle anderen Tendenzen־ liegen dem Verein vollk/jinmen fern. DerVorstand fies ״Jüdischen Diskutierklubs‘• Posen Leopold Lesser. Vorsitzender. Verein für jüdische Geschichte und Literatur Der Vorstand des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur gestattet sich, untenstehend das Programm für das Winterhalbjahr 1905/1906 zur gefu Kenntnisnahme zu unterbreiten. Durch die Vorträge bieten wir unsern Mitgliedern eine Fülle von Anregung und Belehrung und durch die neu veranstalteten populärwissenschaftlichen Unterhaltungsabende wollen wir iiir wissenschaftliche Unterhaltung wCr Zuhörer Sorge tragen. Der. zur Feier des Chanukafestes 2§. 7 '־ £ m b e r er. stattfindende erste Unterhaltung«- abend wir4 im O he r li c h ן s a a 1 e der Philha r mon ic. B c m bürgerst r. 52/23/ ähgehalteu werden, damit allen unseren Mitgliedern die Teilnahme* trmöglicht ist. Die Vorträge und die beiden anderen populärwissenschaftlichen Untertialiüngsabende ''finden in'der Gesellschaft der Freunde. Potsdamef Strasse 9'. statt. Der Eintritt ist den Mitgliedern für alle Vorträge und Unterhahuiigsabendc ohne jede Nachzahlung ifre; gestattet. Die Eintrittskarten sind für 2 Personen gütig, ferner geben wir unseren Mitgliedern ein 20 Bogen: starkes 6aubcr gpbuhffenes Jahrbuch, dessen Ladenpreis 3vMark bcträgt, gratis, bps Jahrbuch für jüdische'Gesclüchje und Literatur erfreut!ich der besonderen Gunst unserer Mitglieder. Es Ist ein Familienbuch geworden, das schon in vielen jüdischen Häusern als willkommene Gabe betrachtet wird. Ausser Novellen, die ein treues Bild des jüngsten Lebens bieten, bringt das Jahrbuch eine Anzahl von wissenschaftlichen Artikeln über Juden und Judentum, von unseren hervorragendste״ Gelehrten verfasst. Im letzten Jahre haben 6500 Exemplare der gesteigerten Nachfrage, die aus mehr als 190 Veneinen für jüdische Geschichte und Literatur aus ganz Deutschland an futs gelangte, nicht mehr genügt. In unseren Fortbildjingskursen linden Damen und Herren auch Nichtmitgfieder) Gelegenheit, die hebräische Sprache zu erlernen oder sich darin weiter auszubilden, und in einem G c - s c li i c h t s - IJ« t c r r i c 111 bieten wir ihnen die Möglichkeif, ihre Kenntnisse auf dem Gebiete unserer Geschichte zu erweitern upd zu vertiefen. Der Unterricht ist unentgeltlich. Eine Postkarte zur Anmeldung zu diesen forbildungskursen fügen wir bei. In der Jüd is :hen Lesehalle (Oranienburger Strasse 28). mit der unser Verein in enger Beziehung steht, linden unsere Mitglieder z u r freien Benutzung 60 jüdische Zeitungen, sowie 6000 Bücher aus allen Gebieten der jüdischen Wissenschaft und Belletristik. Der Vorstand des Vereins für IU d i s c 11 c Geseichte und Literatur ladet Juden aller Riehtungen zur Beteiligung au seinen Bestrebungen ein und bittet sie. dem Verein als Mitglied beizutreten. Nur wenn die weitesten Kreise unserer Gctnc'jidtmitgliedcr sich dem Verein .׳•!••schlicsseii kann der Vorstand die ihm obliegenden vielseitigen Aufgaben zur Ausführung bringen. Der Verstand des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur. Dr. Gustav Karpclcs, I. Vorsitzender. W. Kurfürsten- Strasse 21/22. Dr. Hirsch H i r s c h ii c i in c r. II. Vorsitzender. N.. Friedrchstr. 13יי. Pred ger Dr. M. Lev in. Schriftführer. \V.. Meierottostr. 10. Schriftsteller Albert Kat/.. Schriftführer. Pankow Florastr. 58. Maximilian H e y m a 1t n Schatzmeister, NW., Roonstr. 9. Dr. S. Bernleid. Schriftsteller. Charlottenburg. Pestalozzistr. 10-1. Rahb!״er Dr. Eschelhachcr. C.. Alexanderstr. ■19. Heinrieh Fraenkel. W., Potsdam׳;rstr. 13-1. Hcuas Lev y. \V״ Fasaueustr. 69. Professor Dr. »V». Philipps» 11. \\.. Kurfürstendanim 211. Professor Dr. H. R o s i 11, W.. Nette!- bcckstrasse 24. Programm. Vorträge in der Gesellschaft der Freunde. Potsdamer Strasse 9: Donnerstag. 2. November 1905: Herr Rabbiner Dr. S e I i g in a n n-Frankfurt a. M.: Das Problem der Uid;- sehen Kultur. — Donnerstag, 16. November 1905: Herr Profcssor Dr. A. B e r I i 11 e r: lieber Raschi. — Donnerstag. 7. Dezeitiber 1905: Herr Assessor Dr. Adolf Fricdcmauii: Palästina, Land und Leute. (Mit Lichtbildern.) — Donnerstag. II. Januar 19<»6: Herr Dr. Max Osborn: Rembrandi und die Juden. (Mit Lichtbildern.) — Donnerstag. 8. Februar 19*‘6; Herr Professor Dr. Martin Philipps 011: Reiseerinnerungcn aus dem Orient. — Donnerstag, 22. Februar 1906: Herr Oberrabbiner Dr. Immanuel L 6 w-Szegedin: Aus der Pflanzenwelt des Talmud. — Donnerstag, S. März 1906: Frl. Leoiu•־ Meyerhof-Hildeck: Jüdische Gestalten in deutscher. Romanen. — Donnerstag. 29. März 19»X>: Herr Albert Katz: Uebcr die Falaschas. — Populärwissenschaftliche Unterhaitungsabende im Oherlichtsaalc der Philharmonie, Bernburger- S|rasse 22/23: Donnerstag, 28. Dezember 1905: Herr Rah- Inner Dr,' Ad. R o s c n % w e i g: Ueber Chanuka-Spiele. Herr Professor Alexander Strakosgh: Rezitationen. — In der Gesellschaft der Freunde, Potsdamer Strasse 9: Donnerstag. 25. Januar 1906: Herr Dr. Paul Lindau: Türkische Juden. Herr Direktor Sigmund Lautenburg: Rezitationen. — Donnerstag. 22. März 1906: Herr Dr. H. H. Houben: Ein Stündchen im Salon der Rahe!. Herr Dr. Leopold Hirschberg: Karl Loewe’s Kompositionen hebräischer Stoffe. (M.t Erläuterungen). Die Vorträge und populärwissenschaftlichen Unterhaltungsabende beginnen pünktlich 8’<C• Uhr abends. - Die Portbildungsku rse beginnen am Littwoch. I. November 1905. in der Jüdischen Lesehalle. Oranienburgerstrassc 28. parterre links, und zwar werden unterrichten au jedem Montag: Herr Prediger Dr. B J e i c 11 r o d c, S’i! bis 9V1• Uhr: Kulturgeschichte des Judentums von Esra bis zum Abschluss des Talmud. — Mittwoch: Herr Dozent Dr. W o 111gemuth, 8—9 Uhr; Kursus für Vorgeschrittene: Lektüre des Propheten Jesaia. 9—10 Uhr. Kursus für Anfänger: Einführung in die hebräische Sprache. - ■■ - —ן ■8■ 1 .• ~ ~. *־1־ ־ .-! Briefkasten der Redaktion >— ו־ כ E3I t—...—'— Rabb. Dr. B. in Sch. Ein Lehrgang der hebräischen Sprache nach der Bcrlitzmcthode ist uns nicht bekannt. In gewissem Sinjrc ist JelLns ל£י הטף als solcher zu gebrauchen, B. M. In Berlin. Ja, Sic haben die Änderung in der Schlussnotiz unseres Blattes vanz richtig aufgefasst. Zionsgruss und Dank für Ihr aufmerksames Interesse. J. P. Die uns bekannt gewordenen Leittäden für hebräische Sprachkurse für deutsche Juden si:*d sämtlich unbrauchbar. Ein gutes Buch ist Tawiews עק£־\לדים. M. R. In P. Da sich das Hospital Mlsgab-Ladach in Jerun salem trotz aller Proteste, der russischen Post bedient, so können Juden, die auf ihre ln Russland beschmutzte Judenehre Wert legen, diesem Hospital keineswegs irgendwelche Förderung zuteil werden lassen. FEtfttndlichen Gruss.