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Jüdische Rundschau · 1905-09-29 · Heft 39 (29.9.1905) · page 14

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
X (1905)
Issue
Heft 39 (29.9.1905)
Date
1905-09-29
Page
– (sequence 14)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 502 No. ö'J Sehr schön! Das Unglück ist. dass Herr Wen and alle sogen. I ״politischen Zionisten" durch ihre ״Politik" gerade das Gegenteil erzielen. Anstatt u״reren Emiluss nach aussen zu vergrossem, setfen wir unsere altert Genossen alv allen. sobald politisiert wird. Jede Parteipolitik soll von dem Programm unserer Ortsgruppe ausgeschlossen sein. Das ist, was die Majorität des Ziomstisehe.» Vereins Strassburg nach meiner Auffassung ein für allenia* iesistellci! wollte und darin l.egt die Wichtigkeit und die Zweckmässigkeit der Resolution. , Pr. jur. Ra phael Coleb. Strassburg. 1 : Tatsächliche Berichtigung \Y a 11 d s b c k - H a tu b u r g , den 15. Sept. 1905. 1111 Leitart'kel der No. 37 sucht Herr E I j ä q u I in auf Seite 436 den Nachweis zu führen, dass der Zionismus in Deutschfand seit dem 6. Kongresse keine Fortschritte gemacht nabe. Als Beweismittel fuhrt er aus leicht erkennbaren Gründen besorders die Ortsgruppen Hamburg und Posen an. Als Schriftiiilirer der Ortsgruppe Hamburg erlaube ich mir iestzustcllen, dass die Ortsgruppe• Hamburg laut Protokollhuch bei den Wahl.« zum 6. Kongresse 75 Schekelzaliter. bei den Wahlen zun! 7. Kongresse das mehr als Vierfache, nämlich 31!» Sehekelzaliler, zählte. Herr Eljäqim dürfte wohl ciuselicn, dass aus d-esen Zahlen au: einen Stillstand der Bewegung in Deutschland wahrend der letzten 2 Jahre picht geschlossen werden kann. D r. V i c t o r. * Herr Dr. Victor berichtigt etwas, was in meinem Artikcl nicht behauptet war. loh liebe rieht von der Zeit zwisehen dem sechsten und sicherten Kongresse geschrieben. 'Sondern von der grossen Volksversammlung bei Gelegenhsit des Deutschen Delegierte «tages ah. an deren Erfolg ich. w:e vielleicht einigen Hamburgern doch noch in Erinnerung sein wird, nicht ganz unbeteiligt war. Im ütrigen so!! es mich freuen, wenn de Hamburger Ortsgruppe Im S.nne d.« Zionismus recht grosse Eriolge au'zuweisen hat._ __ EI j ft q t m. j—.— —. ,■awa Rundschau —- «Jüdische Volkskursp Die Kommission für Volkskurse des Vereins Jüdischer Studenten und der Freien Verbindung Hasmonaea lad.t zu einer Besprechung am Mittwoch, dem 4. Oktober. 9 Uhr Abends, im Lokal des Vereins iüdischer Studenten. Giosstrasse 12a. ein. Es har/iclt sich darum, alle Bestrebungen, die den Unterricht an jüdische Ausländer zum Zweck haben, zusamni.iiziu'asseii. Zugleich soll die Frage erwogen werden, inwiefern man durch weiteren Ausbau dieser Kurse das Bediir.ms der indischen Bevölkerung nach allgemeiner und soezie'l jüdischer Bildung befriedigen körnte. Anfragen sind zu richten an A. Schwarz, stud. med., Charlottenburg, Grohnanstr. 20 1. Bodenreform D״r Bundesvorstand der Deutschen Bodenreiortn.r in Berlin lädt zum 15. Bundestag der Deutschen Boden reformer am 3. und 4. Oktober 1905 ein. Aus der Ta g e s o r d n 11 n g entnehmen wir: 1. Bcgriissuug und Ansprachen. 2. Die Bodenreformarbeit vom I. Oktober 190J bis 1. Oktober 1905. 3. Kass.ubericltt. •h Bericht der Revisoren. 5. Entlastung des Schatzmeisters. 6. W aiden. 7. Der deutsche Handel und die Monopole in unseren Kolon en. Rcferent: I. K. Vietor. Mitgl. der Bremer Handelskammer und des Kolonialratcs. 8. Freie Aussprache. 9. Heinmtschutz. ״ Denkmalpflege und Bodenreform. Referent: Professor Dr. W eher in Jena. 10. Freie Aussprache. II. Autröge. Mitglieder des Bundes und der dem Bunde angcschlusscaen Vcrtfoe haben freien Eintritt. Fiir Gäste werden Eintrittskarten zu 50 Pi. ausgegeben, die zum Eintritt iiir 1 —12 der Tagesordnung berechtigen, für Punkt 13. soweit der Bundesvorstand nicht d.e Oefi.ntlichkeit ausschiiesst. Obwohl die Zionistische Partei als solche natürlich nicht für eine bestimmte, ausserhalb des Judentums stehende Partei offiziell eintreten kam. so erheischt Joch die modernste aller sozialen Bewegungen, die Bodenreform, die von Henry George in intimer Anlehnung an das alte jüdische, soziale und Landrecht geschaffen worden, ist. um so mehr Beachtung der Ztonisten, als die Grundlage unseres künftigen Landrechts, der Nationalfond, wiederum nichts anderes ist. als eine neue jüdische Form desselben alten Laudrechts, wie es die Henry Georgesche Bodciircfortnlehre fiir das Abendland darstcllr. W'ir möchten deshalb dringend die A u t ni c r k s.a m k e i: aller Zionisten auf den Bundestag der Deutschen Bodenrctormer lenken. Assimilatoren-Einsicht Im NEUEN BESTER JOURNAL best man: ״Der Chauvinismus der ungarischen Juden treibt ganz absonderliche Blüten. Die Söhne der alttcstamcntarischen Stammhalter!־eissen längst nicht mehr Levi urd Kolm, sondern natürlich Levai und Korntos. sie fluchen ungarisch, .sauten Champagner und bleiben,, ihn schuldig wie die gepfändete ungarische G.ntrv: sie fordern das ungarische Kommando, deklamieren am 15. März (Rcvolutionsfeicr) das ..Talpra Magyar“ (Auf Magyaren!) und schreiben geharnischte Zeitungsartikel wie die verschnürtesten Kuriicze». Er^will um jeden Preis Ungar sc’11, niclits anderes als Ungar. Nationaler rot-weiss-grüner. doppelt verschnürter und paprizierter Ungar! Der Levai sowohl als auch ■der Kornios. Er gibt sein teures Geld selbst in unwirtlichen uneariseten Badeorten aus. pur um den! ungarischen Mitstreiter im nationalen Kampfe zu gefallen -- alles umson«*.: Der geehrte Kampfgenosse weich; ihm irn weiten Bogen aus. hc-sst ihn höhnisch Levi und nicht Levai. Kolm und nicht Kormos. Wcssfeld und nicht Vazsonyi. Es nutzt nio’its und muss einmal doch offen gesagt werden: die ges.llschaitliehe Verschmelzung auf dem Wege eines nationalalehitr's'.ischea Kunst veriulirers ist .eine sehr faule Sache.“ Der Verfasser dieser ״Sonmierbetraciitungen‘‘ heiss: Arpad Fcnnwcssv urd — ist selbst ein Jude: er gesteht gle.ci: zu Beginn seines Artikels in aber Amrichtigkeit. dass er chetnals Fcigeistock gelieisscn habe, bis er leider auch cliauvinistisc'ie Bahnen geraten sei urd seinen ehrlichen, ange* stammten Namen mit einem neuen magvarisclun vertausch: habe. Spät kommt sie nun — d״eh sie kommt. dic^Einsicht vo!; der Unmöglichkeit der Assimilation und die Einsicht vor ihrer —U ״Würdigkeit, die auch aus den obigen Zellet: bereits hervorgeht, wenn auch noch ein wenig sehatr’ian. Wann wird.sie unsere!’ reichsdeutschcn Assimtlatoren kommen? E’Tge weitere Notizen musste! Raummangels halber für die nächste Nummer Zurückbleiben! Die Redaktion der JUEDISCHEM RUNDSCHAU bringt anlässlich des Heuen Jahres allen Freunden und Gesinnungsgenossen, ihren Lesern und Llit* arbeitern ihre besten Glückwünsche dar. ■ Nationalfond — Sammlungen für den Naüonallond und andere xionistisene Zwecke sind lediglich zu senden an den Schatzmeister des Zcntralbureaus, Herrn Max WoIHtelncr, Berlin NW. aj, =.1=.:.:=.-^:^-.:-■-= Holsteiner Ufer 10. - - - ׳ ׳־.. ׳ — . KrI. Beutler, Breslau, Büchse 1091.11,18 Mk Hermann Wolf u. Frau , Beuthen. 3,— , Hertha D a w i d o »׳, Breslau, gratuliert zur Hochzeit Martha Schindler u. Dr. Walter Stcinitz . , 0/0 * Frau Hedwig S u i m a n n , Berlin, Büchse 359 . . . 9,SO , Itechtsanwätte Dr. Ascher u. Dr. Weber. Dessau, aus einer Streitsache H, ca. S., als Sühnclcistung des Beschuldigten.20,— , Mazbach Bern fei d, Berlin, Sendung von Dr. E. Chamizcr, Leipzig.. . 1,50 . Selbstbesteuerung Messingwetk: Frau R., Herren L. B, F. R. u. H. Fr.. 6,— , lun Nichtzionist einer Philozionistin (aus Messingwerk) 0,50 , M.. Berlin, aus Freude über ein Geschenk: ״Herzls Zionistische Schuften*. 1,— . V. Schor, Berlin. Büchse Nr. 377 . 12,70 , James Zetter, Berlin. 1,— . Geschwister Majerowitsch, Berlin, 1 Dividendenschein 2 der Jüdischen Coloniat-Bai k. 0,50 , Hirsch, Berlin, lö Dividendenscheine. 8,— Frl. Rosa Ascher. Berlin, 2 Dividendenscheine . . I,— .

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