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Jüdische Rundschau · 1905-05-26 · Heft 21 (26.5.1905) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
X (1905)
Issue
Heft 21 (26.5.1905)
Date
1905-05-26
Page
– (sequence 9)
Language
German
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I ו pp üjJ \b 2b₪Pl 15 Abonnementspreis (Zusendung inbegriffen) viert*,J^rflcb: 1 durch die Expedition: •) In Berlin —,90 Mark, b) nach auswärts Mark, c) fQr das Ausland 1.50 Mark. 1 I« Poetabonnement 1,25 Mark. ן Insertionspreis . die viergespaltene Petit-Zelle oder deren Raum 25 Pfennig. Organ der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Adresse für Geldsendungen and Bestellungen: Vortag JQditchs Rundschau, E. G. m.b.H, Berlin N.54, AaguaUtr. <9*. Qeachifuatundea der Ezpedltfoat t2gih.11 (ausserSabbat und Sonntag) vormittags 10—1, nachmittags 5—7 Uhr. Adresse der Redaktion: Bartin N W. 62, Kelanchtbenstracs« 4 Alle Rechte Vorbehalten. Abdruck aus der JUEDISCHEN RUNDSCHAU nur bei voller Quellenangabe gestattet. Nummer 21 Berlin, 26. Mai 1905 — 21. Ijjär 5665 X. Jahrgang Sitzung des Grossen Aktionskomitees Wir erhalten über die Sitzung des Grossen Aktions־ kctnitces vom 22. d. M. vorläufig folgenden telcgraphischen Bericht: Anwesend waren: Die vier Mitglieder des engeren Aktionskomitees, dann die Herren Dr. T e s c 111 e n o w , Moskau, Goldberg, Wilna, Dr. Ja sin owsk ־ל, Warschau, Ussischkin, Jekalerinoslaw, und Dr. K a t z e n c 1 s o 11, Libait, aus Russland, Green berg, Cowc 11 und Moser aus England, Wolfisohn, Köln, Professor Warburg, Berlin, Di. Friedemann, Wiesbaden, und Dr. Klee, Berlin, aus Deutschland, Rezek, Dr. Goldwasser, Dr. Stand und Dr. Krenberger aus Oesterreich, Dr. R i m a I o w s k y, Sofia, aus Bulgarien, Dr. A 1 c a 1 a y, Belgrad, aus Serbien und Dr. Frankel, Kopenhagen, au!s Dänemark. Die Organisationsdebatte endete mit dem vorläufigen Beschluss, sich an Dr. Max Nord au, der sich zur Kur in Karlsbad aufhält, zu wenden, und ihn namens des A.-K. um Uebernähme des Präsidiums zu ersuchen. Die Tagesordnung des Kongresses ist derart geordnet, dass der ordentliche Kongress am 27. Juli eröffnet wird und am 30. und 31. Juli wieder zusammentritt. In der Zwischenzeit, am 28. Juli, soll die Sonderberatung über den Bericht der Ostafrikaexpcditiou stattfinden. Am Sonnabend, den 29. Juli, finden natürlich Beratungen nicht statt. Bei Abgang unseres Berichtes begann die Debatte über die Berichte der Ostafrikaexpedition. Näheres hierüber in der nächsten Nummer. Schekel Die Wahlen zum VII. Kongress stehen unmittelbar bevor. Das akti ,e und das passive W ahlrecht ist gebunden an das Bekenntnis zum ״Baseler Progranun“, und dieses Bekenntnis findet seinen Aus- : druck iu der Schekelzaliluug. Wer seines Wahlrechtes daher nicht verlustig gehen will, der möge sich beeilen, dieser obersten Pflicht iedes Zionisten nachzukommen. Und wie in alten Zeiten, so soll auch heute für uns der Schekel eine Kopfsteuer sein; für jeden, der zu uns gehören will oder soll, Männer, Frauen und Kinder, muss er entrichtet werden. Er ist unsere Volkszählung! Das war er bisher nicht, und deshalb mögen die Berufenen dieses Mal ihr besonderes Augenmerk darauf richten. Bisher zahlten bei uns im allgemeinen nur die Wähler den Schekel. Nicht so aber ist der Zusammenhang zwischen Schekel und Kongress-Wahlrecht zu begreifen. Nicht, wer wählen will, m uss den Schekel zahlen: sondern, wer den Schekel gezahlt hat, darf wählen! Das Wahlrecht zum Zionisten-Kongress ist nicht zu erkaufen durch den Schekel; denn ihn zahlt ja nur, wer das Grundgesetz des Zionismus, das ״Baseler Programm“, anerkennt, und diese Erklärung der Zugehörigkeit verleiht das Wahlrecht. Jeder Jude soll den Schekel zahlen — das ist unser Ziel! Jeder Jude — heisst das — soll Zionist sein. Und Jeder Jude wird Zionist sein. Denn das Judentum wird zionistisch sein, oder es wird nicht sein! Wenn in unserer Bewegung in letzter Zeit soviel von Einigung gesprochen worden ist, dass cs den Anschein haben könnte, wir seien vorläufig nicht einig, so muss demgegenüber scharf das Eine betont werden: Einig sind wir im Ziel! Uneinig könnten wir überhaupt nur über Mittel und Wege sein. Doch auch diese Uneinigkeit kann schwere Konflikte stiften, und eben dieser siebente Kongress wird die grosse verantwortungsvolle Aufgabe haben, auch in dieser Hinsicht festzulcgen, was für die Zionisten als Mittel zur Erreichung des Zieles zu gelten hat, und war» nicht als ein Weg zum Ziele von uns betrachtet werden kann. Und das wird er klar und unzweideutig tun müssen. * ׳! ח i «׳ i I t I I i i i f i! ן 1 I ■*. י.' י . V L> V

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