Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- X (1905)
- Issue
- Heft 12 (24.3.1905)
- Date
- 1905-03-24
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 12 Seite 134 JÜDISCHE RUNDSCHAU aus zwei Spezialisten und einem Chowew-Ziou zusammenzusetzen, während nach \Vad-cl־*Arisch seinerzeit eine siebengliedrig*' ausgesandt wurde. Die «rosse heilige Sache und die Lebensfrage des Volkes wird so von der jetzigen Leitung unserer Bewegung mit Fiisso! getrete.*." Und weiter: ..Vor keinem Mittel wird zum Zweck der •Vernichtung des Uganda- Projektes zuriickgcschreckt. Agitationszentren werden gegründet, mit den von den armen Leuten gesammc'tcn Schekelgeldern. Unsere armen Brüder wer. den somit gezw ungen, selbst die Waften herzugehen, mit denen ihre satten aristokratischen ..Brüder*• ihre heilige Sache hekämpfen." Von den Zionc-Zion werde den russisenen Zionisten ..heizubringen gesucht, dass das jüdische Volk sich in einem anderen Lande als Palästina werde assimilieren müssen; die Tcrritorialistcn und ernste»! Ugandisten werden Assimilanten genannt, um leichtgläubige Ugandisten abzuschrecken. Diejenigm von den Zionc-Zion. die diese Verleumdung anssprechen, lügen bewusst, denn sie wissen sehr wohl, dass der Territorialismus ein Kind der Bestrebung nach nationaler Freiheit ist.*' . . ..Diejenigen, die sich nicht einreuen lassen wollen, dass die Gründung von einigen Kolouicen in der despotischen Türkei die Atftwort auf diese brennende Frage ist. die mögen sich jetzt zair Arbeit auf ramm: Überall versammle man sich und warne das Volk vor den Irrwegen der Zi״nc-Zion und lege ihm die Realität unserer Bestrebungen klar». . . . Die Ja-Sager müssen sich organisieren in Vereinigungen und (}nippen, die sich zu einen! Zentrum verbinden, deren Hauptforderung die Durchführung des Ugandaprojekls auf dem VII. Kongress sein muss. Dabei muss aber auch den! Volke klar gemein werden. dass in dem Augenblick wo Uganda aus rgend welchen Gründen faben gelassen werden muss, ein anderes Teriiuriinn an dessen Stelle treten wird." , Die letzten Zeilen von ..wo Uganda“ ab su! I im Original nicht fett gedruckt. Wir glauben, dass es genügt, dieses Flugblatt zur Kcnntn.s des zionistischen Publikums zu bringen, unter energischester Zurückweisung der Ausführungen selber wie ihres Tones., Denn eine Polemik mit Leuten, die so leichtfertig dem Gegner nicht nur die schwersten sachlichen Vorwüric mache•!, sondern ilim die ehrenrührigsten Beleidigungen so naehsagen. als sc.cn cs Höflichkeitsfloskeln, wird uns im Ernst niemand zumuten. Und diese Leute wagen cs noch, am Schluss von den ..nicht immer einwandfreie•! Waffen der Gegner** zu spreche!; Aber das ist wahrscheinlich ..einwandfrei", »lass man den Zionismus bekämpft und dabei sieh hinter einen ..zion'stisclieif* Namen versteckt, weil man . weiss. dass kein Halm!׳ach der Sache krähen würde, wenn sie sich •icht eben zionistisch neunte. Das ist die Art eine ״heilige Sache*‘ zu verfechten. ganz sicher nicht! Aus Uganda Die Zeitungen berichten: ״London. M. März. Major Gibbons. d*;r den Aultrag hatte das v»:n der englische!» Regierung zum Zweck einer zionistischen Ansiedelung zur Vertilgung gestellte Gebiet zu besichtigen, fuhr, wie dem .Bureau Reuter" •׳*in» Momlussa gcmeldet wird, am 13. März von dort an Bonl d׳‘S Österreich'- sehen Postdampfers in Begleitung sei «,r Kollegen Pr״fe:v>1 Kaiser und Dr. W i I b!1 s c h (lief: W i I b »sehew itsch!) nach Triest ab. Die Kommission 11:0 <» d»-r gcringen Ze:t, die ihr zur Verfügung stand, e״׳ verhältnismässig grosses Gebiet bereist. Man fand, dass das L a »׳ u sehr gesund sei; aber die K״n1m!ssions11n!glicder solle■' dennoch nicht allzu o p t i m i s t i s c I! v o »» d •־ ־ Aussicht»■ 1! d e n k e n. d i e eine I a n d w i r t s c h a! 11 i e h e K o I <» n i e 11 a h e 11 w ü r d e. A u s s e r d e tu 7 e i p t e »I e r \\ a!1 a n ü is t a m n» eine feindselig e H a i t u 1! g. Fr griff die Karawane der Forscher an wurde aber ztiriickgeschl!gen." Mau wird den ausführlichen Bericht abwurtc י müssen, denn was obige Meldung enthält, haben Pmi. W a r b 11 r g und andere Forscher schon vor 1' . .lalireu erklärt und es teilweise bereits rech! eingehend begründet. Der VII. Kongress Nachdem durch den Beschluss des A.-K., den VII. Kongress in einer Stadt der deutschen Schweiz abzuhalteii, allen anderen Gerüchten der Boden entzogen w ar. vermutete ma! ׳ nunmehr vielfach, dass als einzige Stadt für den Kongress noeh Zii r ic h in Betracht käme, obwohl geradn Zürich nicht als eine glückliehe Wahl hätte bezeichnet werden können. Nun kommt ans Basel die Nachricht, dass der Magistrat auf Frsuchen des zionistischen Aktionskomitees, das den Wunsch ausdrüektu. den VII. Kongress in demselben Saale abzuhalteii. in dem H e r z l fünf Kongresse geleitet hatte, de•• beabsichtigten Umbau des Kongreisgebäudes, des Stadt-Kasinos, bis nach dem Kongress verschoben habe. Demzufolge dürfte auch der VII Kongress »n Basel stattfinden. Den Behörden der Stadt Basel wird der Pank der Zionisten fiir ihren Entschluss sicher sein! Von der ״Geula“ Die Odcssacr Abteilung der Gesellschaft Getila. die den Ankauf vor! Boda! in Palästina und Syrien bezweckt hat gerade in der letzten Zeit einen grossen Aufschwung genommen. Allein aus. der sibirischen Hauptstadt Irkutsk sind 2500 Rubel als Betrag fiir 25 Aktien e׳!!gegangen. Die Gesellschaft steht wegen Ankaufs eines grösseren Areals in Palästina in Unterhandhmg; das anzukaufende Land soll parzelliert und an jüdische ׳,Jauern verkauft werden. Wie wir hören, hat eine grosse Kolonisatioüsgesclbcliaft der üoula die Gewährung eines Kredits zugesagt. Diese Gesellschaft ist nach einer anderen Meldung die A •1 g 10 ־ P a I c s ti n e Co m p a n y. Sie heisst nicht Cohn Das BERLINER TAGEBLATT schreibt: ..Frau v. Riquicr heisst die zukünftige Gattin des Dr. James v. Bleicliroder. die aber - ־ wie wir gebeten werde!!!»itzuteilen — nicht der Biiluie angchörte. ein Irrtum, der durch eine Namensvcrwechxlutig verursacht worden ist. Frau v. Riij.iier entstammt übrigens einer französischen Familie und trug früher nicht den Namen Cohn." Keine Schauspielerin * und Colm heisst sie auch nicht - - - die Ehre des Hauses Bleicliroder und unser Schlaf sind gerettet! Zunzstiftung! Die Zunzstiftung unterstützt ausnahmslos nur sülche Arbeiten. welche inhaltlich und methodisch die Wissenschaft des Judentums fördern. Nuu .Anträge, welche mit vollständigen, ei!׳ Urteil ermöglichenden Unterlagen versehen sind, werden berücksichtigt. Dieselben sind im Laufe des Monats Juli dem Unterzeichneten Vorsitzenden cinzareiclicn. Für das Jahr 101)5 sind überhaupt 1500 Mk. verfügbar. B e r I i 11. im März I9ö5. Dr. S. N* e u nt a 11 u. Prof. Dr. F. L i e b e r tu a n 11. Vorsitzender, Schriftführer. K u r i ii r s t e 11 s t r. 126. ־־־־}־־) Sprechsaal c Für die Mitteilungen an d:e>er Stellt* übernimmt die Redaktion nur die pressgesetziiehe V«r*»״:»vortlichkci». Wir erhalten folgendes mit der Bitte zum Abdruck; Ziop'sten Beuchen. O.S.; Sie schreiben, dass Sie siel! schlaflos auf Ihrem Lager wälzen (hoffentlich nur am Tage) '. oh des Problems•• das ich in meinem Ictztw üchentlichen Arnkcl der ..gesamten Zionist!:Gum Judenheit" gestellt habe. Aber! Sic wollen sich doch nicht den K״pf zerbrechen über die Dinge, bei• denen am allerwenigsten henuskommt. Ueb.rigens wenn Sic die Lösung noch herausbekommen. »,atu׳ schreiben Sic sie mir bitte. Mir ist ‘ic auch gerade entin II* 1 •, 7'oi'sgruss! Lazarus Bartl!. ---«rasa Lustige Ecke ■—== Kleiner Sprachführer für Zionisten ne bis in idem ne quid nimis ius primae noctis ö lllt »)«<)f'l Z (׳»’l,pi'!~0C omnes eodem cogiiiuir »;a va sans dire quantite negligeable la bete noire shocking se non e vero e bei! trovato non possideniem multa vocaveris recte beatum ntundus vult decipi Ostafrika Deutscher Hilfsverein Polizeischub an die russische Grenze Assimilant Untertauchen Ugandaexpedition Nationalfond Misrachi Jüdischdeutscb BERLINER TAGEBLATT jüdischer Millionär vor der laufe Leser des ISRAELIT