Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- X (1905)
- Issue
- Heft 8 (24.2.1905)
- Date
- 1905-02-24
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 87. No. 8. Am Schluss kommt Greenberg darauf zurück, was er im An fang bereits austiihrtc. dass wir nicht hoffen dürften» in jeder Frage alle einig zu werden. Die verschiedenen Meinungen müssten einander aber tolerieren, denn ״er, wird ein trauriger Tag für unsere Bewegung sein, wenn irgend ein Teil von uns auisteht, der sich als .orthodox" bezeichnet und diejenigen als ״heterodox" verlacht und verhöhnt, die nicht in jeder Einzelheit mit ihm übcrcinstimmen. 1:1 unserer Mitte ist kein Platz für solche Uneinigkeiten, denn dadurch muss unsere Kraft, die auch jetzt noch für die gewaltige Aufgabe, die wir uns gestellt haben, nicht zu gross ist, notwendigerweise geschwächt werden. Wir müssen Übereinkommen, über Mctlioden und Einzelheiten verschiedener Ansicht zu sei־, ■denn Meinungsverschiedenheiten lassen sich nicht vermeiden." Unsere Starke aber sollten wir bewahren für ..das Endziel für ■uns alle", den Wiederaufbau von Israel als Nation רני Palästina. — In derselben Nummer wird in einem Pariser Brief eine Rede Nordaus tnitgetcilt. in der er sich ähnlich ausspricht wie in dem von uns in voriger Nummer veröffentlichten Interview. Im HASMAN veröffentlichten die Warschauer ZiomSErez- Jisra'l einen Aufruf, dessen erster Leitsatz ist: ״Der Territoriatismus widerspricht nicht allein dem Baseler Programm, sondern überhaupt dem jüdisch-nationalen Gedanken", und der mit de 1 Worten schliesst: ..Der nächste Kongress ist für die Zukunft des Zionismus entscheidend. Seid stark, wisset. d«s euer Anschluss an territorialistische Schekelgruppen diesen eine Majorität verschaffen umJ den: Kongresse eine euch widersprechende Richtung geben könnte Haltet die Sache nicht ihr leicht. Es ist eine!־'rage des Seins oder Nichtseins. Vereinigt euch im Interesse unserer Idee! Tut alles, damit der Kongress ein zionistischer sei und nicht ein Kongress von Leute1, die irgend ein Land suclien. Der Moment ist wichtig, die Zeit kurz, das Los unserer Bewegung ist in eurer Hand: Getiten. aiheilet ihr die Regeiierierung Israels im Lande Israel!" Vom Bureau für Statistik der Juden wird seit Januar d. J. unter der Redaktion von Dr. Arthur R u p p i n eine ZEIT- SCHRIET ECR DEMOGRAPHIE UND STATISTIK DER JUDEN herausgegeben. deren Nr. I soeben erschienen ist. Sie enthält einen Aufsatz von den! Berliner Universitütsprofcssor Pr. F. v. Lu sc hau ״Zur physischen Anthropologie der Juden und Christen in Kopenhagen ir! den Jahren 1 SSO--1903 von Julius Salomon -Kopenhagen und von Dr. A. Ru pp i n eine interessante Darstellung der Kriminalität der Christen und Juden in Deutschland 1S99—I902 sowie eine Reihe kleinerer Notizen. Verschiedenes Die BRESLAUER ZEITUNG berichtet: ״Baron Rothschild, das Haupt des englischen Zweiges dieser Familie, hat Unterhandlungcn mit der Regierung von Carada eingelcitet, um die Begründung einer grossen jüdischen Kolonie in Montreal und in den Nordwestgebieten herbeizuführen. Die canadische Regierung ist bereit, diese Kolonie begründen zu lassen und zwar unter günstigen Bedingungen für die Juden, welche dorth'n auswandern." Wenn sich diese Meldung bewahrheitet, so wäre ja wenigstens die Möglichkeit gegeben, den Hunderten, die fast mittellos nach Cacada gekommen sind, allmählich eine Existenz zu gründen. Vor der Bekanntgabe genauerer Details wird aber jedenfalls vor weiterer Auswanderung nach Canada ebenso dringend gewarnt werden müssen, wie vor Auswanderung im gegenwärtigen Zeitpunkt überhaupt zu warnen ist. In Libau ist ein erstes russisches Komitee zur Uebcrwachung der Auswanderung in der Bildung begriffen: es soll aus drei bis fünf Personen bestehen, ur.d zwar sollen hinzugezogen werden ein Arzt, ein Sch'ifskapitän und vielleicht ci:1 Ingenieur, nötigenfalls zwei bis drei Damen zur Beaufsichtigung der Verpflegung. Der NASCH1PN! zufolge hob das Ministerium des Innern das Verbot gegen Walderwerb durch Juden ausserhalb des Ansässigkeitsbezirkes auf. da die Eorstbesitzer darauf hinwiesen, das Verbot drücke die tlolzpreise. in den nächsten Tagen werden die wichtigsten jüdische 11 Gemeinden Russlands den; Ministerkomitce eine allseitig motivierte Kollcktivpctitiou überreichen, in der die Notwendigkeit vollkommener Gleichstellung der Juden mit der übrigen Bevölkerung betont wird. Laffais Bureau meldet: Die russischen Ministerien der Finanzen und der Eisenbahnen haben nach einem Petersburger Telegramm des DAILY TELEGRAPH. Anordnung getroffen, nach n i c h t e u r o p a i s c 11 e n Ländern auswandernden Juden Eisenbahn-Fahrkarten zu einem Viertel des sonst üblichen Preises zur Verfügung zu stellen. Nationalfond Frl; Munia P1 c s s n e r, Beuthen O.-Schl., aus Anlass eines freudigen Ereignisses. Rechtsanwalt Dr. B odenheimer, Köln a. Rh., anstatt Telegramm zur Hochzeit Dr. Nelson und Pi na Meier. Rechtsanwalt Dr. Bodenheimcr, Köln a. Rh., anstatt Telegramm zur Hochzeit Dr. Schönewald und FrL Gottschalk .. Dr. S. Soskin, Beriin-Halensec, Pfennigsammlung . A. und H. Zeitlin, Berlin, Pfennigsammlung . . . Zahnarzt Louis Hausmann, Strassburg L E., gratulicrt s. 1. Bbr. approb. Arzt H. Moses zum bestandenen Staatsexamen. Theobald Schoteen, Berlin, doppelt bezahltes Abonnement der «Rundschau* pro I. Quartal 05 S. Landau, Berl in, für eine Nachricht. Georg L e w v, Königshütte, gesammelt bei der Chewräh- S’udah in Küntgshütte. Ludwig B a e r und Georg Schutz, Berlin, gratulieren Wermuth und Peritz, Breslau, zum bestandenen Staatsexamen. DinaSaxaganskaja, München, anstatt Telegramm zur Hochreit Rafael Goitein-Dr. Strauss . M. Sichel, München, anstatt Telegramm zur Hochzeit Westheira-Dr. Kahn. Dr. Hans Gideon Hey mann, München, Spesen- Überschuss bei der Agitationsreise Leipzig-Prag . . Arthur Schmuck ler, Köln, Sammlung im Kaffee Monopol, bei Anwesenheit seines Freundes Adolf Moser aus Berlin. Rahb. Dr. VV i n c k 1 c r, Berlin, anstatt Telegramm zur Hochzeit des Herrn Dr. Jsmar Freund . . . . (B.) Fräulein F ab ian. Zusammen 1,— Mk. 0,50 , 0,50 , 3,30 , ן 3,30 , 0,50 ״ 0,90 . —«2 61.— . o_ “> I 0,50 , 0,50 , ״ ,15 . -.3 ״ 0,50 1.- - 96,— Mk. Goldenes Buch des Nationalfonds. Zur Eintragung von D. Wolffsohn, Köln. Frau Max Schatz, Bonn . . .10,— Mk. Zur Eintragung des Herrn Dr. Theodor Zlocisti, Berlin. S p I v a k aus O., mit Dank für die Besorgung eines Dokuments... 3,— Mk. Zur Eintragung von Davis Trietsch, Berlin- Charlottenburg. S. Landau, Berlin. I»— Mk. Zur Eintragung der Zionistischen Ortsgruppe Kempen LP Aus der Sammelbüchse der Ortsgruppe: Richard G o 1 d b e r g aus Kassel, z. Zt. Kempen, anstatt Telegramm zur Verlobung des Herrn van Cleel, Emden, mit Frl. Loewenberg, Hersfcld . . . 0.50 Mk. zusammen 10.50 Mk. Zur Eintragung der Zionistischen Ortsgruppe Beuthen O.- Schl. Sammlung bei dem am 12. Febr. 05 von der Ortsgruppe veranstaltetenJung-JüdischenAbend(U Rate) 45,— Mk. Frl. Heimann, Königshütte und FrL Seidemann, Tarnowitz, für verlorene Wette. 2,— , Louis Holz, Beuthen, anlässlich der Jahrzeit nach seinem seligen Vater. 1.-־ - Zusammen 48,— Mk. Zur Eintragung der Zionistischen Vereinigung .Stuttgart*. Aus der Sammelbüchse der Vereinigung (Schlussrate). 1,95 Mk. Zur Eintragung von Emanuel Kaufmann, Vorsitzendem der Zionistischen Vereinigung ,Stuttgart*. I. Rate. B. S p ir a 10,—, E. Kaufmann 5,—, Oskar Weinsc hei 3,— . Sammlung David Gottlieb, bei der Hochzeit Adolf Ehrlich 20,05, Versteigerung eines Herzlbildes bei der Makkabäer-Feier 24,10, Julius Simon, Mannheim, nicht angenommenes Reisehoncrar anlässlich seiner Rede beider Makkabäer* feier 15,—, Aus der Nationalfond-Büchse von E. Kaufmann 12,20, Aus der Nationalfonds-Büchse von B. S 1 ק r a :85,׳, Aus der Nationalfonds-Büchse vom Restaura r t Westheimer 1,95, S. Merzbacber 3,—, Frau Leopold Ehrlich 1,10, L c v I n g e r, Strassburg 2,—, Brüder Sardbaus bei der »tahrzeit 1.50, Ausübel 0,50 גדר, Schauer גדר l,—, $. speier 3 גדר,—, Gasser 0,50גדר, Ch. Schnebalg 1,—, J. Katz bei der Jahrzeit 1,—, G. Katz, bei der Jahrzeit 0,50, S. Sand-