Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- X (1905)
- Issue
- Heft 6 (10.2.1905)
- Date
- 1905-02-10
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 66. JÜDISCHE RUNDSCHAU. No. 6. Privatinteresse des Herrn Leopold entsprechen \jurde, Ist bc־ dauerlich, kann aber der Leitung des Verbandes siclicrl.ch nicht zur Schuld gelegt werden. Bei der Beschränktheit der vorhandenen Mittel mussten die zunächst dispomb en Posten an Herren vergeben werden, welche zur völlig selbständigen Arbeit qualifiziert sind. Es war aber Aussicht vorhanden, Herrn Leopold zum Frühjahr als Hilfskraft anzustellen. Hiervon erhielt Herr Leopold schriftliche Nachricht. Umsoweniger ist sein Appell an die Öffentlichkeit zu begreiicn. Zu Unrecht führt es auch Herr Leopold an, ich hätte seine bisherige NichtansteUung durch den Willen des Kuratoriums erklärt,!eh teilte ihm nur den tatsächlichen Verhältnissen gemäss mit, dass die Anstellung nicht von mir allein, sondern auch von den anderen Mitgliedern des Vorstandes ahhängc uua dass diese gleich mir die Herrn Leopold gegenüber beobachtete Haltung für angezcigt erachteten. Mit vorzüglicher Hochachtung Für den Verband lür Statistik der Juden Dr. Alfred Nossig. Vorositzcndcr. * ,* Unser Studien- und Gesinnungsgenosse Leopold übergibt uns hierzu folgende Erwiderung: 1) Wenn Herr Dr. Nossig glaubt, dass ich zuerst unter den Mitgliedern des Vereins für jüdische Statistik mit Honorarforderungen hervorgetreten sei. so erklärt sich dies sehr einfach — daraus dass ich der einzige war, der über die Zeit hinaus und dauernd für den Verein ftir jüdische Statistik arbeitete. 2) Meine Bekannten, die mich zu meiner neuen Stellung als ״Generalsekretär beglückwünschten, hielten es alle liir selbstverständlich, dass ich hierfür entsprechend honoriert würde und waren־uhwlIUg *erstaunt, als ich ihnen das Gegenteil versichern musste. 3) Solange der Verein über kche oder nur geringe Mitte) verfügte, war von einer Unfähigkeit meinerseits, selbständig statistisch zu arbeiten, keine Rede; damals wurden mir alle Arbeiten, die für den Verein zu erledigen waren, übertragen, u. a. auch einmal eine Enquete über die wirtschaftlichen Vcrhältnisse der jüdischen Reisenden für Abzahlungsgeschäfte. Da sich alle übrigen Mitglieder des Vereins vo:1 den Arbeiten zurückgezogen• hatten, musste ich allein in den heisset! Juniabenden des Jahres 1903 treppauf treppab in die Wobnungen dieser Leute in Berlin N. (Chorinerstrasse etc.) laufen, um die Fragebogen ausfülieu zu lassen. Jeder, der nicht ״Fachmann für alle Fächer“ ist, wird verstehen, um welche Aufwendung von Zeit und Mühe es sich handelt. Von F.nt- Schädigung wurde nicht gesprochen. Die Sache änderte sich gänzlich ini Frühjahr ‘1901־. als der Verein durch verschiedene jüdische Organisationen uiul von anderer Seite auf eine günstigere finanzielle Basis gestellt wurde. Nun hicss es mit einem Male, ich sei nicht geeignet, den Verein zu ״repräsentieren“, oder, wie Herr Dr. N. sich letzt ausdrückt, ״selbständig statistisch zu arbeiten“. Jetzt wurden 2 Herren angestellt, denen man aber nicht zumutete. unentgeltlich zu arbeiten, sondern beiden wurde, wie billig, ein auskömmliches Gehalt zugebiUigt. Wodurch?er eine dieser Herren sielt die Anwartschaft'יי auT 3Tesc Stellung erworben hat. ist mir Heute noch ein Rätsel. *I. Meine Behauptung, dass Herr Dr. Nossig mir erklärte, auf die Austeilung der Vereinsfunktionärc habe niclit er, smidem das neugebildctc Vercinskuratorium den massgebenden Einfluss hat, halte ich in vollem Umfange aufrecht; ich kann sie noch dahin detaillieren, dass Herr Dr. N. mir am Abend des 7. Oktober 1901־ vor seiner Wohnung in Haknsce erklärte, er habe mich zwar vorgcschlagen, aber die Wahl des Kuratoriums sei auf die beiden anderen Herren gefalicr,. Nach alledem habe ich keine Veranlassung, von ה;einer Behauptung, dass der Verein meine Arbeitskraft 2 Jahre lang ausgenutzt habe, auch nur ein Jota zuriickzuneluneii. bin vielmehr in der Lage, sie völlig aufrecht zu erhalten. Louis Leopold, Berlin N. 5S, Lothrhgcrstrasse 35, Seitenflügel I. * * Für unser Blatt ist nach dieser Replik und Duplik die Diskussion geschlossen, umsomehr als Herr Dr. Nossig Jli r den Verband für jüdische Statistik“ seine Er- Klärung gegen Leopold gezeichnet, diese also vor der Ein- Sendung die Billigung der zuständigen Behörde des Vereins gefunden hat. Wir bedauern dies, weil der Toi der Erwklerung. den der ״Verband für Statistik der Jude 1»" ui seiner Erwiderung anschlägt, ein wenig sachlicher ist und; wir uns wundern, dass man einem Manne, wie Leopold, dessen Flciss und Kenntnisse in unsern Kreisen immer sehr geschätzt wurden, daraus einen Vorwurf andeutet, dass er nicht als Kapitalist zur Welt zu kommen das Glück hatte. Wenn der ״Verband für Statistik der Juden" andere Privat- Verhältnisse Leopolds kennt, die ihm zum Vorwurf gereichen, möge er über dunkele Andeutungen hinweg zu offenen Ahgaben übergehen. Wem» übrigens Leopold — was unserer Erfahrung durchaus widerspricht — noch nicht statistisch selbständig arbeiten körnte, nachdem er durch sein ganzes Studium und jahrelange Beschäftigung mit dieser Materie andern seine Eignung zu dieser Arbeit bewiesen hat. dürfte er auch bis zum Frühjahr noch nicht die nötige Fähigkeit finden, vom jetzigen Vorstände des ״Verbandes für jüdische Statistik“ als Hilfskraft angcstcltt zu wenden. Die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“. —— Nationalfond. Sammlung•(! für den N'a'Ionalfond und andere zionistische Zwecke sind nur noch an Jen Schatzmeister des Zentralbßros, Herrn Mas Wollttefner, Berlin NW. 33, Hobleif'er ־- —• Ufer «0, zu senden. -י-- (Sch.) M. 100, Breslau. 1,— Mk. Egon Rosenberg, Rostock, gratuliert zur Verlobung Dr. Leszynski, Berlin, mit Frl. Betty Wohlfarth. Frankfurt a. M.—,50 , Königsberger Zionistische Vereinigung: Sammlung des V. J. St. bei einer Kneipe 2,—, an* lässlich des Vortrages von Dr. Goldberg, Berlin- Neuenahr: Caro, Allenstein 3,—, Max Minko w ski, Königsberg, CO, — , Kleine Sammlung 5,10, Frau Sambursky I,—.zus. 31,10 Mk. Sally Schuster.—-,50 , Nationalfond -Verwaltung: Zinsen von Dr. Robert Hantkc, Berlin . 5,— . Dieselbe: Zinsen von Max Wollsteincr, Berlin 24,50 ״ Dr. S. G o 1 d 1 u s t, Berlin, fir eine ihm von Referendar Dr. Dobrz ynski, Bosen und Bruno Reich, Krotosehin, erwiesene Gefälligkeit. 1,— ״ Samuel Blum, Berlin, gratuliert Frl. Berta Fuchs, Braunschweig, zur Verlobung.—,50 w Zionistische Vereinigung .Tikwath Zion“, Halberstadt: (L) Rahtncr & Simon, Kohfenhandlung, längst abgeschriebene, indes noch eingegangene Forderung 23,— Mk. Reinhold War bürg, Sammlung in Nordhausen 4,—, Karl Goldschmidt .immer weiter“ 2,—, Sammlung beim Vortrage von Frl. Martha Joseph 6,—, A. S. W. gratuliert Reginc Hoffmann 50,־־, A. S. W. gratuliert S. W. zu ihren Oelbäumcn —,50, Sammlung beim Vercinsabend des Tikwath Zion nach dem Vortrag des Herrn Nathan Stern 6,75, Sammelbüchse bei A. H. u. S. 6, — .... zus. 25,75 t Aus München: Dalberg-Levien, aus der Nationalfondbüchsc pro Januar 12,—, Restaurant Müller-Ehren* reich, aus der Nationalfondbüchse 3,30, Richard Asch, aus der Nationalfondbüchsc 2,85, Walter Weigert, aus der Nationalfondbüchsc 2,—, Sabina Kanncr, aus der Nationalfondbüchsc 1,75, Max Sichel, aus der Nationalfondbüchsc 4,—, Dr. S. Koschland, aus der Nationalfondbüchse 1,—. Restaurant Jochsberger, aus der Nationalfondsbüchse 1,50, A. Theilhcimcr, aus der Nationaliondbüchse 1,—, We igert an Ambrunn, verlorene Wette, l,—, Rotschild an Weigert, verlorene Wette 1,—, Frau Kunstmaler Herr mann 5,— , Anton Goldschcidcr 2,— . . . zus. 38,50 Mk. Kantor W. A. Locb, Bcuthen O.-S., Sammlung bei der Bcrith Milah des Sohnes des Herrn Krebs in Kochovegora bei Tarnowitz. 6,80 * S. Grünberger, Glciwitz, Sammlung nuf der Hochzeit Nothmann-Grünbergcr, Kreuzburg O.-Schl. 6,50 , Fritz Michel, Stettin, Sammlung auf dem Diskussionsabend des Jüdischen Turn Vereins,Stettin 1,30 ״ G. Bleiweis, Wandsbeek, Skaigewinn etc. . . . 2,25 , Jacob K 0 p 1 o w i t z , Krocben, für einen Mischcberach anlässlich des bestandenen Doktor-Examens des Rcferendars Leopold Zucker. 1,— י Jacob K o p 1 ow i t z, Krochen, anstatt Telegramm zur Hochzeit Bernard-Zucker.—,50 ״ Sammlung Frl. Stapler, Zabrze: Frl. Siegel 1,—, M. Kreuzberger 1,—, L. Jacob 1,— . zus. 3,- Mk. Dr. Braunberger, Hagenau (Eisass). 6,70 , *mm ויי*יייז’1י״ו««ן^ימומןן ייייוד fV, \