Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- IX (1904)
- Issue
- Heft 41 (14.10.1904)
- Date
- 1904-10-14
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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* י* י»״ייה?5?ייד«״י"• די**.•* /t.*י .- י ■״*" nv.1t« *sr*v 1 No. 41 JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 31.3־. 2. Die in Finnland ansässigen Juden dürfen keine Heirat mit den auswärtigen Juden scliiticssen. 3. Das Handelsrecht ln Finnland untersagt den Juden alle Beschäftigungen ausser mit Lumpen, Streichhölzern und alten Kleidern: der Erwerb unbeweglicher Güter ist den Juden strengstens untersagt. 4. Die Juden erhalten AufcnthaltspUssc nicht länger als auf sechs Monate. 5. Die finnische Verwaltung findet iür angemessen, jeden Juden nach Begehen eines Verbrechens innerhalb 24 Stunden aus dem Lande auszuweisen. Diese .Massregeln gegen die Juden bedürfen keines weiteren Kommentars. Vom wirtschaftlichen Antisemitismus kann hier die Rede nicht sein, da die ganze jüdische Bevölkerung in Finnland zirka 700 Seelen zählt. Der finnische Bauer hht eine Vorstellung von einem Juden wie von einem bösen Dämon. Die finnisch-schwedische Verwaltung ist sich zwar im fetzten Jahrzehnt dessen bewusst gewesen und licss teilweise jene harten Verfügungen unbeachtet. Als neulich die finnischen Behörden durch russische ersetzt wurden, ist diese gesetzliche ״Tradition“ wieder ins Leben gerufen worden. Und für diese Finnländer tritt Georg Brandes mit so grosser Verve ein. Wenn man bedenkt, dass Brandes Jude ist, kann man sich mit Recht wundern, dass er nicht zuerst seine Stimme zu Gunsten der Juden erhebt, denen doch täglich und stündlich noch mehr Unrecht geschieht, als den Finnen. Diesen kürzt Russland nur die politischen Rechte, den Juden aber noch die sozialen und vor allem das tägliche Brot und — das Leben. Die Finnen haben doch ihr Durchkomnsen, ihre gute wärtschaitliche Lage, die Juden leben im Elend, ein erschreckend giosscr Teil von ihnen weiss heute nicht, wovon er morgen leben wird. Bedenkt übrigens Herr Brandes nicht, dass er mit seinem Artikel den Juden in Russland weit mehr schaden kann, als er vielleicht den Finnen nützt? Muss er sielt nicht sagen, dass, wenn ein solcher Artikel einem russischen Machthaber in die Hände kommt, dieser seinen Zorn an ״seinen‘' Juden auslässt, die ja natürlich dafür verantwortlich zu machen sind, wenn ein ausländischer Jude gegen Russland hetzt? Oder meint etwa Herr Brandes, dass jüdische Interessen gegen alle anderen zurücktreten müssen? Und vor allem: glaubt Herr Brandes, dass der Angehörige — sagen wir einer Gemeinschaft —, die selbst noch rechtlos behandelt wird, wirklich mit Lrfoig für ein? andere Gemeinschaft arbeiten wird, die denn doclt noch etwas angesehener dasteht, als seine eigene? Er muss doch damit rechnen, dass man seine Hilfe mit dem kühlen Erwidern zurückweist, er möge erst für die sorgen, zu denen er selbst gehört. B. L. Petersburg, 3. Oktober. Der Minister des Innern hat gestattet, dass das im April sistiene jüdische Blatt ״Woscliod" wieder erscheine. Die Emigration der Juden nach Kanada. Mr. H. Markt,• Sekretär der JeWish Emigration Society in London, begab sich nach Kanada, ׳ um dort für jüdische Auswanderer Arbeit zu finden. Es gelang ihm tatsächlich, 200 Juden in Kingston und auch in anderen Städten Arbdtsengagernents zu verschaffen.׳ Es ist rätlich, dass die Juden, welche mach Kanada auswandern wollen, vorerst mit dem Emigrationsbureau in London In Verbindung treten. s* s' . Odessa, 10.’Oktober. In Anbetracht des grossen Elends, das die Aushebung der Reserve unter der hiesigen jüdischen Bevölkerung hervorgerufen hat, bewilligte das Zentralkomitee der A 1J i a n c e I sr a 61 i t e Universelle unserm Hillsausschuss vuic neue Gabe ven 20 000 Franken. ==־> Nationalfond. ■««*.. Sammlungen für den N'ationaifond und andere zionistische Zwecke sind nur noch an Jen Schatzmeister des Zentral• büros, Herrn Max Wollstctner, Berlin NW. 33, Hohlciner --—----- Ufer 10. za senden. ---— (L.) Lehrer Jakob Auerbach in Posen : Spenden an den Festen .. I,— Mk. (L.) Lehrer Jakob Auerbach, Posen : Gratulation zur Verlobung des Fräulein Gror.emann. 0,50 , (L.) Dr. Davidsohn. 2,— י (L.) Apotheker L. L ö w y . .. 0,50 , (LA Felix Jacobsohn. 0,40 , (La) Sparbücher Hedwig Manasse in Obcrsitzko 3,15, ferner X. X. 2,— gesammelt in der Redaktion des ,Generalanzeigers*. 5,15 ״ (L.) In der Versammlung der Berliner Zionistischen ' Vereinigung bei Dr. Arth. Hantkcs Vortrag von Frau Dr. Johanna Locwc gesammelt . .... Rosa Ehrlich, Kottowitz.. J. G. Hamburg, verlorene Wette.. . Nationalfondbuchse im Restaurant Hirsch, Hamburg.. Ucbcrschuss aus dem Verkauf von Herzlkarfcn,. ein* gesandt von Joseph Goldschmidt, Hamburg . Moritz S. W o l f f, Hamburg, Maskir-Spendc am Jom- Kippur und Schcmini-Azereth. Sammlung Frl. Else Berger, Köln a. Rh., bei der Geburtstagsfeier von Frt. Lucic Schmuck 1er, Köln Sammlung H. A r o n h e i m , Gleiwitz, beim Simchath- Thora-Essen bei Ncumarkt. Rabbiner Dr. Frankfurter, Berlin, gesammelt beim Chanukath-habajith-Fcstedes Herrn üronuewal«:, Schönlanke... Conrad Kaiser, Berlin, verlorene Wette an Alfred Schwarz . . ..• . . . Conrad Kaiser, Berlin, aus seiner Sammelbüchse. . Willy N eis s er, Krotoschin, Spende beim Maskir seines Vaters. Sammlung Heinrich Maver, Hamburg, beim Agitationsabend bei Frl. Hedwig Lücke. Frl. Sclnu Lcvv, Hamburg, gesammelt auf dem Simehatli-Thoru-Bail in Altona. J. H. Wagner & Frau, Berlin, anstatt Depesche zur Verlobung Groncmann-Bergcl, Hannover J. 11. Wagner, Berlin. Haskaraih Xeschamöt . . . Frau Lina W u g n c r - T a u b c r, Berlin, Haskarath Ncscl.an.üth. L. S. Berlin.. Dr. Simon son, SchOneberg-BerÜn, gratiniert Farr. he Groncniann, Hannover. M o n o s 011 n , Wette. Caro, S;lbst!’cstcuerun4. N. X.~.. 10,- Mk. 1 ~ , ״ <2 ־, -,10 י• ö,- , ׳« ״,3 , 15,30 י . ~~׳ 6 '; •-,3. , 2,85 , 1,50 , 3,70 . 30,א ו1 0' •,0 יי L 50 0; 0,50 " ס׳זיס , ׳0,5 , ס.,0 ״ 0,25 Königsberger Zionistische Vereinigung: Kapparat erew jom-Kippur, Synagoge Adass-Jisroel Alte Synagoge Zahnarzt Theodor, verspäteter Skat 1,10, Scgal, Synagogenspende 1,— Zusammen 12,75 Dr. Max Le vy, •Hamburg, auf dem V. J. St.'er Tag, 27. V. 04 gesammelt. 6,90 Joseph Lachmann, für einen eingeschiagenen Hut . 2,— ln Tilsit gesammelt bei der Trauerfeier für Herz! . 8,40 Aus der Sammelbüchse M. Beermann, Tilsit. . . 2,20 Aus der Sammelbüchse H. Solonovitz, Tilsit . . 5,50 Oberpostsekretär Goldmann, Gleiwitz, Sühnegeld ן ,von dem Beleidiger seines Kindes. 5,— Frau Jrma Gassmann, Glciwüz, Honorar an St. für Ausarbeitung einer Gebirgs: :r.20,— Dr. Louis Silberberg, Künig״*crg, am Sterbetage seines seligen Vaters.10,— 9 9 9 9 Sammlung der ״Makkabäa* Karlsruhe: I Am^Geburtstagc des Kollegen B i c Isky: Leo Bielsky 1,50, Helene Bielsky 1,—, Kogan 1,—, Grünstein 1,—, Sch. I,—, K o p 11 o w i t z 0,50, Ka. 0,39, N. N. 0,15, anlässlich der Abreise des Kollegen Hai per in, Freiburg, gesammelt von Constant i n o w S k y 1,-r-, Kleine Spenden 3,35, Rab'cat- Marken 3,30.' . . zus. 14,10 Dr. Klee, Berlin, gratuliert zur Verlobung Gold- ’ ’ Schmidt-Fleisch mann, Hamburg ....!י_ Dr. Klee, Berlin, gratuliert Herrn und Frau Eduard ' * K’oopman n, Bremen, zur silbernen Hochzeit . . ין_ Sammlung der Zionistischen Vereinigung Hanno'vc r. Inspektor J. Meyer von Verschiedenen . . . . , . 0,— Mk in der Generalversammlung von Ahawath Zion gesammelt. 2,75 ״ Ausflug der Jüdischen Turnerschaft Hannover.. 1,30 » Inspektor J. Meyer gratuliert Familie Dr. Gronemann zur Verlobung ihrer Tochter Elfriede mit Herrn Dr. Bergei 1,—.zus. 11,50 ״ Der Obmann der N, F. K. J. Schnelling. J. H. Wagncr&Frau, Berlin, anstatt Glückwunsch- Telegramm zur Verlobung Fleischraann-Goldsch m rd t, Hamburg. 0,50 ״ Nichtzionisten aus Gleiwitz...1,— ״ Zusammen 189,60 Mk.