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Jüdische Rundschau · 1904-09-02 · Heft 35 (2.9.1904) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 35 (2.9.1904)
Date
1904-09-02
Page
– (sequence 7)
Language
German
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! ח ץ J• <>**1 J Abonnementspreis (Zusendung Inbegriffen) Vierteljährlich ו t. t. 1. daroh die Expedition:. a) In Berlin M —,9a b) nach auswärts M I,— c) für das Ausland Al 1,5a im Postabonnomont M. 1,25 bei Sammelbezag duroh die Ortsgruppe 60,— 1צ. Inserate die Wergespaltene Petitzeile 25 Pf. Inseratenboliagen 15 M. Organ \ \ der \ 3 \ m r l l Ma! Adresse für Geldsendung«) and Bestellungen: Verlag Südlstfie Rundschau, E. O. m. b. H. Berlin n 54, Hugtslsfrasse flr.We. Sprechstunden: r. 4—5 Uhr nachmittags. Redaktion: Dr. Heinrich twewe, Berlin nW. 44 behrterstrasse 14/15. Qnperfangte ülanusftrfpfe Verden na bei Beilegung genügenden RHefcporfec zurtdegeicadt. No. 35. Berlin, 2. September 1904. 22. Ellöl 5664. IX. Jahrgang. «Ma Zionisten! Die Jahreskonferenz, die in denjenigen Jahren statt!des Kongresses abgehalten wird, in denen ein grosser Kongress nicht stattfindet, hat am 17., 18. und 19. August in Wien getagt. Wir haben in ernster Beratung unsere Lage geprüft ,und alle die Massregeln ergriffen, die eine ruhige und "gedeihliche Entwicklung unserer heiligen Sache zu fordern versprechen. Wir haben uns alle gesagt, dass es nötig sei, die schmerzliche Lücke, die der Tod unseres grossen Führers veranlasst hat, so gut und so rasch als möglich wieder auszufüllen. Wir wissen wohl, dass dies ein Einzelner nicht kann, und dass wir alle unsere Kräfte sammeln müssen, um den Verlust wenigstens einigennassen wettzumachen. Deshalb hat das Grosse Aktionskomitee mit Zustimmung der Jahreskonferenz beschlossen, die Exekutive durch eine Anzahl erprobter Gesinnungsgenossen zu verstärken und so die Möglichkeit zu schaffen, dass die bewährten Mitarbeitet Dr. Herzls gemeinsam die wichtigen Beschlüsse fassen können, von denen die weitere Entwicklung unserer. Bewegung Abhängen wird. Die Wahl, welche das Grosse A.-K. respektive die Jahreskonferenz getroffen hat, trägt die Bürgschaft in sich, dass nicht etwa experimentiert w erden, sondern in vorsichtiger aber unermüdlicher Arbeit an der Erreichung unseres Zieles weiter gebaut werden soll. Man war deshalb bei der Wahl der Männer, die das Kleine A.-K. verstärken sollen, nicht nur darauf bedacht, hervorragende Gesinnungsgenossen in das zu erweiternde Komitee zu berufen, sondern auch darauf, allen Schattierungen in unserer Bewegung gerecht zu werden. Hinter dieses Bestreben musste jedes persönliehe Moment zurücktreten, damit alle unsere Gesinnungsgenossen überzeugt seien, dass unsere Arbeit in ihrem gan ren Umfange von uns gewürdigt und in allen ihren iTellen gefördert werde. Weder die .. politische Tätigkeit wird die geringste Einbusse erleiden, noch werden die begonnenen Arbeiten, die eine Durchffihrung unseres Programmes vorbereiten, aus dem Auge gelassen werden. Der ganze grosse Komplex der Fragen, denen unsere Arbeit gilt, wurde vom Grossen A.-K. und der Jahres¬ 'jci konferenz einer gründlichen Prüfung In prinzipieller Hinsicht unterzogen. Es hat sich dabei gezeigt, dass seihst dert, wo sich Meinungsverschiedenheiten herausstellten, mit Rücksicht auf unsere Sache, der alle aufrichtig ergeben sind, eine Einigung zu erzielen war. Diese Einigkeit in allen prinzipiellen Fragen hat uns die frohe Ueberzeugung gegeben, dass wir mit unverminderter Kraft an unserer grossen Sache weiterarbeiten können, dass unser Ziel unverrückbar vor uns sieht, und dass selbst durch die schwersten Schicksalsschlage eine Ablenkung nicht zu befürchten ist. So konnte die Jahreskonferenz nicht nur die ersten Massregeln ergreifen, die eine Sicherung der Fortfühfuiig unserer Arbeit bezwecken, sondern auch bis zum nächsten Kongress ein Provisorium schaffen, das der Zustimmung aller unserer Gesinnungsgenossen sicher sein darf. Wir werden bis zum nächsten Kongresse keine einschneidenden Verfügungen treffen, w׳eil w׳ir der Meinung sind.. dass dies erst die Aufgabe der unter Berücksichtigung der geänderten Verhältnisse Gew׳ählten sein kann. 4 Pie wichtigste Frage, die augenblicklich die zionistische ()Öffentlichkeit beschäftigt, die der Organisation, wird einer besonders eingehenden Prüfung unterzogen werden. Es sind uns bereits einige ernste Vorschlüge überreicht worden. Wir werden nicht nur diese, sondern auch alle andern, die uns etwra noch vorgelegt werden sollten, genau erwägen, zur öffentlichen Diskussion stellen und dem Kongresse einen Entwurf unterbreiten, der, unter strikter Aufrechterhaltung der prinzipielien Gesichtspunkte, der neugeschaffenen Situation Rechnung tragen soll. Zionisten! Wir sind uns der Schwüre und Verantwortlichkeit unserer Aufgabe wohl bewusst. Wir wissen aber auch, dass alle Schwierigkeiten überwunden werden können, wenn unsere Eintracht und Disziplin gewahrt werden. An Euch ist es nun, unsere Arbeit zu einer erfolgreichen, unserer Bestrebungen und unseres verewigten Führers würdigen zu machen! Zionisten! Wir rufen Euch zu verdoppelter Arbeit und Anstrengung auf! Wir erwarten, dass Ihr begeistert wie bisher Euere Pflicht tun wurdet! PH®1?" PPP

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