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Jüdische Rundschau · 1904-08-05 · Heft 31 (5.8.1904) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 31 (5.8.1904)
Date
1904-08-05
Page
– (sequence 6)
Language
German
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-sa•» «terra »! I 1 I 1 I j f j i I 1 Seite 332.___JÜDISCHE RUNDSCHAU. ____ No, 3L Volkes. Aber an den Spenden wird man die Menge derer erkennen, deren Herz voll darüber H, von unserer Rieserischuld ein winziges Teil abzutragen. Indem •wir so den ehren, der uns re . Eh :e vor den Königen und Völkern neu hergestellt, ehren wir uns selbst. Wir werden inniger ve.bunden mit dem grossen Toten, wenn wir ein Teil seiner Sorgen übernehmen dürfen. V. BKadeu• mbbcO Solntr'je©־E©D*trDS "' Leitet allenthalben unverzüglich die Sammlungen unter unseren Gesinnungsgenossen ein, damit xiie Welt sehe, wie wir unsere Führer ehren. Köln, den 31. Juli 1904. Das Zentralkomitee der Zionistischen Vereinigung für Deutschlands Dr. Bodenheimer-Köln, Vorsitzender. Dr. Adler-Lübeck, Stadtrat, Dr. Elias-Mülhausen I. E., Dr. Frank-Altona, Assessor Dr. Friedemann-Wiesbaden, Rechtsanwalt Gronemann ־ Hannover, Rechtsanwalt Dr. Haiitke - Berlin, Dr. phil. Halpern-Munchcn, M. Kaufmann, pract. Arzt, Freiburg, Dr. Alfred Klee - Berlin, Dr. Julius Moses-Mannheim, Hugo Schachtel ־ Breslau, Gustav Wollt - Köln, D. Woiffsohn - Köln, Dr. Theodor Zlocisti-ßerlin. Ein Direktorium des Aktionskomitees. ‘Wie uns von zuverlässiger Seite mitgctcilt wird, beabsichtigt unser Vorsitzender, Herr Rechtsanwalt Dr. Bodenheiiner, in seiner Eigenschaft als Mitglied des Aktionskomitees diesem eine Denkschrift über die Neu- Ordnung der Gcschäitslcitung nach dem Tode unseres Führers vorzulegen, aus der uns Folgendes bereits mitgeteilt w ird. Unser verewigter Führer hat eine Reihe von Funktionen in seiner grossen Persönlichkeit vereinigt, die leicht eine Trennung ertragen und von verschiede* nen Personen ausgeübt werden können. Diese Funktionen sind sogar teilweise derart, dass sic nach Analogie anderer Organisationen streng genommen nicht einmal in einer Person vereinbar sind, z. 13. die des ersten Präsidenten des Kongresses als einer parlamentarischen Körperschaft und die des Präsidenten des Aktionskomitees als der Exekutive dieser Körperschaft. Wenn diese Funktionen verschiedenen Personen übertragen werden und dieselben mit den Präsidenten einiger vom Aktionskomitee oder dem Kongress gewählten Komitees zu einem Kollegium vereinigt werden, so gelangt man in natürlicher Weise zu einem Präsidium oder Direktorium des Aktionskomitees, das aus fünf oder sieben Personen bestünde.• Die zu scheidenden Personen sind besonders das Präsidium des Aktionskomitees, das Präsidium des K011gresses, das Präsidium des Aufsichtsrates der Bank und das Präsidium des engeren Aktionskomitees, welches in einen Organisationsausschuss umgewandelt werden soll. Das engere Aktionskomitee, welches sich bisher mit allen organisatoriehen und politischen Fragen des Zionismus unter der Leitung Herzls beschäftigte, wird auf diese Art entlastet, indem ihm nunmehr lediglich die Aufgabe der Organisation und Kasscngcbahnmg obliegt. Zweckmässigcrweisc ist der Vorsitzende dieses Organisationskomitees, dessen Mitglieder ihren Sitz in Wien haben müssen, Zugleich Mitglied des Präsidiums. Der Vorsitzende des grossen Aktionskomitees ist hiernach unabhängig von dem Wohnsitze in Wien, da das Aktionskomitee nach jedem beliebigen Ort zur Tagung einberufen werden kann. Ein besonderer Ausschuss soll mit der Leitung der diplomatischen und politischen Ge- Schäfte der zionistischen Bewegung betraut werden. Ausserdem soll ein neuer Ausschuss für die Beärbeitung der Fragen der Kolonisation und Gegcnwarts- Arbeit der Zionistischen Bewegung geschaffen werden Und sollen die Präsidenten dieser Ausschüsse Sitz und «ידי--' ־ .Stimme in dem Direktorium des Aktionskomitees erhalten. Die Ausschüsse wählen ihre Präsidenten selbst, dagegen werden die Mitglieder des Organisationsaus- Schusses und des Koloiiisationsausschusses von dem Kongress gewählt. Das Direktorium würde demnach bestehen: aus dem Präsidenten des Aktionskomitees, dem ersten Präsidenten des Kongresses, dem Präsidenten des Aufsiehtsrates der Bank, dem Präsidenten des diploniatischeii Komitees, dem Präsidenten des Organisationsausschusses, dem Präsidenten des Kolonisationsaiis* Schusses und eines von diesen 6 Personen zu wählenden Präsidenten für die Leitung der Geschäfte dieses Direktoriums. Will man aber dem Präsidenten des Kongresses keinen Sitz und Stimme im Direktorium gewähren, so könnte dasselbe zw eckmässigcrw eisc aus nur 5 Personen bestehen. Eine Asiiderung dss Organisationsstatuts wird nach folgenden Richtungen empfohlen: I. Das grosse Aktionskomitee soll künftig bestehen: a) aus den gcschäftsiiihrenden Ausschüssen der Landeskomitees, welche von den Landesorganisationen gewählt werden. Die Zahl der •Mitglieder dieser , geschäitsführcnden Ausschüsse wird jeweilig vom Kongresse festgestellt, und sollen zur Zeit bestehen: in Russland aus 15, in ־England aus 3, in Deutschland aus 3, in Oesterreich aus 3, in Rumänien aus 3, in Amerika aus 3 Mitgliedern. Jeder geschäftsführendc Ausschuss schlägt dem Kongresse ein korrespondierendes Mitglied vor. Ausser den geschüitsfülirenden Ausschüssen und den korrespondierenden Mitgliedern besteht das Aktionskomitee aus b) den korrespondierenden Mitgliedern aller Länder, welche auf dem Kongress vertreten sind; c) den vom Kongress gewählten Funktionären, mimlieh den Mitgliedern des Organisationsausschusses und Kolonisationsausschusses. II. Die Korrespondenz wird mit den korrespondierenden Mitgliedern des Aktionskomitees geführt. Die korrespondierenden Mitglieder werden auf Vorschlag der Landsmannschaften vom Kongress gewühlt. Es steht dem Kongresse frei, an Stelle des vorgeschlagenen Korrespondenten beliebige andere, von der Landsmannschaft nicht vorgeschlagene Personen za wählen. Die Durchführung dieser Vorschläge in ihrem wesentlichen Inhalt wird vom Vorsitzenden der Zionistischcn Vereinigung für Deutschland für 1:numgänglieh notwendig gehalten, um nach dem Tode unseres das gewöhnliche Mass überragenden Führers die Zionistische

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