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Jüdische Rundschau · 1904-07-22 · Heft 29 (22.7.1904) · page 15

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 29 (22.7.1904)
Date
1904-07-22
Page
– (sequence 15)
Language
German
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m ׳י No. 29. ' V ' . . ,■ '. .... ,'י■ JÜDISCHE RUNDSCHAU Seite 317. Ein Bewohner der Petroleumstadt Baku, Iwan Asslamasow. hateine ״n e a e Opferung Isaaks“ ausgeführt, und zwar mit vollständigem Erfolg. Asslamasow hatte ein langwieriges Leiden, das ihn arg plagte. Da erschienen, ihm eines Naclits im Traum der heilige Nikolai und der heilige Johann’und führten ihn zu Jesus Christus, der ihm völlige Genesung verhiess, wenn er das Oelöbnis ablege, den Sohn zu opfern, den ihm sein Weib in kurzer Zeit schenken werde. Asslamasow legte das geforderte Gelübde feierlich ab. und seither besserte sich sein Zustand so schnell, dass er bald vollständig gesund war. Kaum fühlte er sich wieder wohl, so drängte es ihn zur Erfüllung seines Gelübdes. Er trug sein neugeborenes Kind in die Kirche und von dort nach der ־ Messe hinaus auf den Vorplatz der Kirche, wo er dem Knaben die Gurgel durchschnitt. Nach der Tat hatte Asslamasow grosse Eile, allen seinen Bekannten die Kunde von der vollzogenen Opferung Isaaks mitzutcilcn. Gegenwärtig sti er zur Beobachtung seines Geisteszustandes einer Irrenanstalt überwiesen. In einer solchen Umgebung kann das Jüdische Volk natiirlieh nicht erwarten, dass der Biutaberglaube vor einigen tausend Jahren ausstirbt, und so lange er noch existiert, wird man die Juden weiter der Anthropophagie beschuldigen, die ein Stück des Glaubens der Beschuldiger ist. Je eher daher das Jüdische Volk wieder in seiner Heimat festen Fuss fasst, desto besser ist cs für seine Sicherheit. Und schon regt es sich überall im Lande Israel in jüdisch-zionistischem Sinne. Dafür legten die Trauerfeiern im ganzen Lande beredtes Zeugnls ab. In Jerusalem gingen diese von den Sefardim aus, da der Befehl Salants, auch seitens der Aschkenasim eine synagogale Feier zu veranstalten, am Widerspruch der sclmorrigsten Gemeinde Jerusalems, an den fremden ungarischen Juden scheiterte. Dagegen gab sich die Trauer um den Verlust Herzls spontan ganz gewaltig zu erkennen. Die Geschäfte waren geschlossen und die Allianzschulen und die Lämelschule, die nicht trauern und feiern wollten, wurden durch die Volks- Stimmung gezwungen, zu schliessen. Arn ergreifendsten war der Nachruf, den unser Dr. Grünhut dem Führer des Volkes weihte. Ebenso wurde die Feier der Sefardim zu einer einzigartigen nationalen Trauerkundgebung. An dem Tage, wo die Trauerkunde kam und am Begräbnistage waren die Kolonien grosse Trauerhäuser. Am 30. Tage wird eine allgemeine grosse Feier in Rischon-Ic-Ziou stattfinden. Sprechsaal. Für die Mitteilungen an dieser Stelle übernimmt die Redaktion nur die prcssgescuiiche Vera• tw׳mlicukeit. Ein Herzl-Wafd in Palästina. Kein totes Denkmal von Stein oder Erz soll unserem grossen Herzl errichtet werden. Wie die Idee, der er sich geopfert, wie die Bewegung, die er geschaffen, soll alles, was an ihn erinnert, lebendiges Leben tragen. So pflanze man einen gewaltigen Olivenhain im Lande seiner Sehnsucht seinem geliebten Namen. Ich schlage zu diesem Zwecke vor: 1. Der Herzl-Wakl soll 100 000 Bäume zählen. 2. In möglichst schöner Gegend des vom Nationalfond erworbenen Bodens soll er seine Stelle finden. 3. Alle im Laufe des Trauerjahres gespendeten Oelbäumc sollen seinen Namen tragen. 4. Jeder Zionist möge dahin streben, einen üelbättm für den Herzlwald zu spenden. 5. Jede Ortsgruppe oder jede Hundertschaft ihrer Mit- , glieder möge dahin streben, vor Ablauf des Trauerjaltrcs ein Minimum von zehn Oelbättrnen für den Herzlwald zu spenden. 6. Jedes Landcskomitcc als solches spendet 100 Bäume. Israel Auerbach, Berlin. Eine echt jüdische Ehrung unseres grossen Dahinge־ schiedenen wird vorgcschlagen: Jeder im Verlaufe des Trauerjahres neugeborene Knabe zionistischer Eltern sollte den Namen des Verklärten erhalten. Hier ist dieses bereits von unserem Gesinnungsgenossen H. Abraham geschehen, der seinem gestern geborenen Knaben den Namen Theodor und Benjamin S6ebh gegeben hat Damit im Zusammenhänge würde sich auch die ideale Pflicht ergeben, dass die Kinder im Geiste desjenigen erzogen werden, dessen grossen Namen zu tragen sie gewürdigt sind. Mit Zionsgruss S. N. N. In Hamburg. Nationalfond. Bruno T a n n e n w a 1 d * Hamburg.. . Paul Hertz• K fei. Ernestine A r o 11 a d e - Kattowitz . . ... . . . . S t e i n i t z ־ GIciwitz aus Froude Ober Poznanski’s Bekehrung ............... G. Sch utz• Breslau Selbstbesteuerung Juli . . •. . Theodor H e i 1 b r o n - Breslau.. . Aus König-berg i. P.־ Büchse Pensionat Klompus 9,— , Büchse M Sachs 1,10. Frau Brutzkus I,—, Wengrow für Nachtasyl bei Herschhorn 2,—,־ Dr. Hoppe 1,--.zus. Leo Mendel- Bcuthcn. Anstatt Telegramm zur Hoch2eit Mcndel-Giass: .Hugo Lesscr 0,50. Lehrer Rosen thal 0.50 zus. Geschwister M a j e r o w i t s c h: Anstatt Beileidste’cgramin an die Familie Herzl . Max Sichel: Telegramm zur Hochzeit Kahn-Abt• Ma־'nz.*.. . . Nationalfondbüchse W e i g c r t - München pro Juni. . Natiomilfondbüchsc S i c h e 1 - München pro Juni . . . Natiunalfondbüchse Asch -München pro Juni . . . In Hameln von 2 guten Juden gesammelt .... Hedwig L ü b k e be rn Synagogenfest.. ־. S alt Tclephong• sprach mit Jwan L ü b k c . . . .. . Cc-ammelt 1m Hotel Stadt London Bad Neuenahr durch Dr GolJbcrg Neuenahr und Saul Rabinowitz- 1,— Mk. 1,- , 1,~ , 9 ־, 3 , - ג , 1,50 14,10 , 3,- , . ־ 1 1, — y ״ 0,50 , 50 6 6,49 * 1,51 r 2, ~ 9 - ־־.1 * 1 Königsberg i. P. Wolf f-Manchcster 5,- Mk. N Rabinowitz- Saul Rabinowitz ־,3 * Königsberg . . J5״cf Gold berg - Blitz-Berlin . . 2,- 9 Eydkuhnen. . . 2,50 9 J. Halbcrstadt ־, 1 » Dr. Gold berg- Roscntbai - Neu- Neuenahr . . . 3,- 9 Stadt W. Pr. . . 1,- 9 E. Povowin- Schäfer Frank- Peteisburg . . . 3,- 9 furt &• Ni« 1.50 9 S. F r i e d 1 ä n d e r- Schachergebnis 0.80 Mitau 2,- 9 zus. 25,80 .\ik. Eine kleine Sammlung » m Grabe Heinrichs v. K1 e i s t ’ s S.itnucl G o 1 d r ei c h - Cöln: Anlässlich Ablebens von Dr. Herzl 2, — , Diverse 0,35.zus. Ferdinand Z e r n i h - Boirckow. J. F. Sammlungen. F. Gleiwitz Liquidation als gerichtlicher Sachverständiger Ste^bcrt Cohn: Spende der Ortsgruppe Stettin anstelle Condo'enz Telegramm an die Fumili: Herzl . . Aus Heicelbeig: Sclbstbcstcuerung G P. für 5 Monate 25.— , Frl. E. K für 3 Monate 15, — , M. M. für 3 Monate 9, — , J. G für l Monat I,— . . . Aus Heidelberg: Gesammelt durch M. M.: Cafe Jmperial 3,60. Ausflug Stiftsmühlc 6,70, Diverse 5, , Pfennigsaramlung G. P. 2.66, Pfennig- Sammlung M. M. 2,54 . ..zus. Dros hke Dr. M.. 3-a k RothcnbeTg für Flora. Felix Ros e n b lü t h . .. Geschwister M a j c r o w i t s c h gratulieren Herrn Woll- Steiner zur Geburt seiner Tociiter Ruth . . . . Dr. K a I m u s - Hamburg: Brith Mi!ah von Benjamin Theodor Abraham. Durch Referendar David- Hamburg: Versteigerung des Benschcns bei der Brith Milah des Sohnes des Herrn Leopold Abraham. Lina Wagner Challohgeld 1,50, J. 11, Wagner und Frau Beileidstelegramm an das A. C. 1,—, 9 # 2# Ji p •■■י• q % 9 # e e % , ־ 1 , 2,35 « — ,3 . -.2 . 4,50 * -.3 -,50 ״ 20,50 , ־־.1 0.50 . 0,50 F 1“ , 3,— . י -,50 . 3.50 218,25 M'k. Zur Pflanzung eines Herzlwaldes. 4. Dr. A. in L. und Dr. M. in B. 6,— Mk 5. u. 6. Dr. F. und L. F. Berlin.12,— * I

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