Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- IX (1904)
- Issue
- Heft 19 (13.5.1904)
- Date
- 1904-05-13
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Abonnementspreis (Zusendung Inbegriffen) Vierteljährlich! I. daroh die Expedition: a) In Berlin M. —,9a b) nach auswärts Ml,— c) für das Ausland M. 1,50. t. Im Postabonnomont M. 1^5 3. bei Sammolbezug durch die Ortsgruppe M. —,60. Inserate die »lergespaltene Petlueile 25 Pi. Inseratonbellagon 15 M No. 19. I! i ן * Organ x£x der Zionistischen Vereinigung für *)eutschlarüd. Berlin, 13. Mai 1904. 28. Ijjar 5664. a^SMMMsSsa« —*st■»« .1 m Adresse für Geldsendungen und Bestellungen: Perlag 3Qdisd1e Rundschau, E. a. m. b. H. Berlin II 54, Bugusfsfrasse flr. 49 a. Sprechstunden: v. 4-5 Uhr nachmittags. Redaktion: Dr. Heinrich üoewe, Berlin nW. 40, üehrtersfrasse 14/15. Unverlangte marniskrlple werden nur bei Beilegung genügenden Rückportos turückgcsandl. IX. Jahrgang. Tagesordnung des Deutschen Deiegiertentages. t. Eröffnungsrede und Bericht des Vorsitzenden des Zentralkomitees: Rechtsanvvalt Dr. Bodenheimer-Köln. 2. ״'Kassen- und Geschäftsberichte: Gustav Wolff-Köln. 3. Bericht des Aktionskomitees über die allgemeine Lage des Zionismus: Dr. Alfred Klee-Berlin. * 4. Referat über Organisation und Propaganda unter Zugrundelegung des I neuen Entwurfs des Distriktbureau Mannheim: Fritz Sondheitn.er-Frankfurt a. M. Korreferent: Assessor Dr. Fr i e d e m a n n-Wiesbaden. 5. Bericht über die Jüdische Rundschau: Rechtsanwalt Dr. Hantke-Berlin. 6. Bericht über die Schekelinstitution: Assessor Gronemann-Hannover. 7. Bericht über Nationalfond und Oel- . baumspende: Dr. Robert Hantke- Berlin. 8. Bericht über die Kolonialbank: Bank- Präsident Dav. Wolffsohn-Köln. 9. * Eventualia und dringliche Anträge. 10. Neuwahlen. . .־c0@@SSb Zum Delegiertentag der Deutschen Zionisten: Vielleicht wird sich doch eine Stimme erheben und der Vermutung Raum geben, dass es sich nicht um einen Delegiertentäg der deutschen Zionisten in Hamburg handelt, sondern um eine recht grosse Generalversanmih»ng der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Denn, wer zwar seinen Schekel, aber doch nicht an diese seinen Beitrag bezahlt hat, hat kein Recht, sich auf dem Delegiertentäg vertreten zu lassen oder selbst zu vertreten. Aber unsere .Partei ist schon zu fest zusammen* geschlossen, als dass solche Bedenken auikommen könnten. Denn wer nicht durch Zahlung des Landes* beltrages seiner Zugehörigkeit zur Partei auch äusscrlicl! greifbaren Ausdruck verliehen hat, der steht ausserhalb der Organisation, die in Deutschland das zionistische Banner heehhält. Und die Zahl solcher Outsider ist minimal. Sc wird denn der Hamburger Tag die gesamte deutsche Zicnisteiisehaft vertreten sehen. Und das mit | Recht. Denn so lange der Zionismus in Deutschland W urzel gefasst hat, ist noch kein einziger Delegiertentag ausser dem von Bingen von so grosser Bedeutung und vielleicht von so folgenschwerer Tragweite gewesen, wie der uns so unmittelbar bevorstehende in Hamburg. Denn allein sehen der Antrag, der. vom Mannheimer Distriktsbureau ausgeht, den Schwerpunkt ,unserer Landcscrgaiiisaticn vom äussersten Westen nach dem Osten, von Köln nach Berlin zu verlegen, kommt einem völligen Systemwechsel nahe. Und wir gehen kaum fehl, wenn wir annchmen, dass nicht nur in Posen dieser Antrag auf freudigen Widerhall stösst, wenn auch die schwerwiegende Frage, die bisher diese Verlegung חווtunlich erscheinen licss, noch keineswegs über alle Be* denken hinaus gebracht ist. Von beinahe noch grösserer Wichtigkeit ,ist freilich die pregammatische Bedeutung des Deiegiertentages, der zürn ersten Male die deutsche Landsmannschaft nach jenem sechsten Kongresse zusanmienfiihrt, durch den . mittelbar und unmittelbar es beinahe zu einer zerstörenden Spaltung des Zionismus gekommen wäre, an der auch die deutschen Zionisten nicht so ganz schuldlos gewesen wären. Jetzt, nachdem der in Charkow erfolgte Verfassungsbruch wieder gut gemacht worden ist. können wir es ja ruhig aussprechen, dass die ostafrikonische Haltung vieler deutscher Zionisten bei unser׳! russischen Brüdern den hoffentlich falschen Eindruck hervergeruten hat, als wären wir einerseits nur Ver treter einer philanih öpischen Idee, wo wir Natioiialjuden sein sollen, und andererseits Judenstaatlcr, wo* unser