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Jüdische Rundschau · 1904-04-22 · Heft 16 (22.4.1904) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 16 (22.4.1904)
Date
1904-04-22
Page
– (sequence 5)
Language
German
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/• . ** yff■ \ •9״. - Abonnementsprefs (Zusendung Inbegriffen) Vierteljährlich! 1. daroh die Expedition: «) In Berlin M. -,9a b) nach auswärts M 1,— c) für das Ausland M. tja *. Im Poatabonnement M 1,25 3• hei Sammolbbzug durch die Ortsgruppe M. —j60. Inserate die viergespaltene Petitzeile 25 Pi Inseratenbel lagen 15 M h ■■■.-•־ Organ A ־ י•' .־ < * « * * י " ־. . ... . . . . . 1 Zionistischen Vereinigung | . » l Deutschland. v - . ׳ ■■■ Adresse für Geldsendungen und Bestellungen! Verlag Vfldlsdie Rundschau, E.O, m. b. If. i Berlin n 54/ Auguststrds5e Br. 49a. Sprechstunden: t. 4—5 Uhr nachmittags; Redaktion:. I Dr. Heinrich Iwewe, Berlin pW. 40, üehrterstrasse 14 15/ Dnverlangte ntanu'krlprf* wirdvn nur hei Be.lcuung e?nOfl?'!dc!T' RüeUbcrtet taräd<B«s4]n(!L No. 16. Berlin, 22. April 1904. 7. Ijjar 5664. IX. Jahrgang. nZ4־A>3 D3r Streit im Grossen Aktionskomitee. Seit dein letzicn Basler Zionistenkongress war keine Beruhigung in die zionistische Partei gekommen. Der Streit, der durch die Üstafrikafragc in unsere Reihen geworfen war, schien manchmal zu einer unvermeidbaren und unheilvollen Spaltung im Zionismus zu führen.' Wir erinnern' an den offenen Briefwechsel zwischen Herzt und Ussischkin, an die Charkower Konferenz und die Proteste. Mit Bangen sahen wir der Tagung des Aktionskomitees entgegen, wenn wir auch von Herzls politischem Genie und von der Aufrichtigkeit zionistischer Hingebung bei tinsern frondierenden Freunden die Einigung im letzten Moment erwarteten. Wir konnten nicht - voraussetzen, dass die Gegensätze, die den Streit im eigenen Lager hervorgeruteh hatten, so völlig flberbriiekt würden, dass eine dauernde Beruhigung einträte. Soweit es sich freilich um persönliche Reibungen handelte, haben wir keinen Augenblick Bezweifelt, dass die Reibuhgsfläehen' verschwinden wurden, sobald die widerstrebenden Führer Zusammenkommen würden. Aber sachlich sahen wir keine Möglichkeit, aus dem Irrgarten, in dem wir uns zu befinden glaubten, uns herauszufinden und herauszuwinden. . Und nun hat die grosse Tagung des Aktionskomitees stattgefunden, und sie hat zu keinem faulen, sondern zu einem vollen Frieden geführt. Die kühnsten Erwartungen der Optimisten sind übertroffen worden. Denn die sicherste Gewähr bei dem getrofienen Kompromiss für die strikte Innchaltnng der getroffenen Abmachungen ist dann gegeben, dass beide Parteien sich mit Recht den Sieg zuschreibcn können. Beider Forderungen sind bewilligt worden, ohne dass jemand von seinen Grund- Sätzen das Geringste aufgeben musste. Von scharfen Werten freilich ist man auf beiden Seiten mit Recht sehr zurückgekonrinen. Und es wird gewiss bei den Anhängern der Charkower Fronde, die nun keine Fronde mehr ist, nicht minder Befriedigung hervorgeTufen haben, wie bei den strikten Anhängern einer unverletzlichen Parteiorganisation; dass die Form der scharfen Angriffe beinahe einmütig aufs schärfste verurteilt wurde. Den grössten Sieg hat eigentlich eine dritte Gruppe davengetragen, indereir Wesen es liegt, dass sie bei dein Ostafriku-Charkow-Streit am wenigsten genannt wurde. Das ist die grosse Gruppe alter und junger Zionisten, die in gleicher Weise die praktische Palästinaarbeit, wie• die strenge; Imiehaltung freiwilliger Unterordnung unter, das selbstgewahlte:'Parteihaupt zu den Grundlagen ihrer? besonderen Stellungnahme innerhalb der Partei gemacht; haben. Wir dürfte;! kaum ,irre gehen, wenn wir de!!’ grössten Teil - gerade ׳ derrdeutschen Zionisten hierhin? rechnen, die, ebensosehr• das •nationale Prinzip des: Zionismus wie die Gegenwartsarbeit in Palästina in_d.cn■ Vcrdergruhd ihrer Tätigkeit gestellt haben, so lange voneinem deutschen Zionismus die'.Rede ist. .——; Für uns ist es von unendlicher Wichtigkeit, dass der-, selbe Tag, der die Einigkeii-der Partei unteFund in Herzl scharf markiert hat, ebenso^ deutlich Palästina21 ״s das; alleinige Ziel des Zionismus .hingestellt hat, ohne unserm;’ Führer die Mögrchkcit zu nehmen, das zu tun, was er; nach bestem WisseiT üncPrGewissen für'׳sein Volk und seine Partei für not\veV1(rrg 'crä'chtek'‘ 'per Beschluss des Grossen Aktionskomitees*'"’hach "dem Vorschlag der Palästinakoitimissibn •,]üdiscjiä VoJksdomähetr Üri3£%le Landwirtschaftliche Versuchsstation in Palästina baldigst in Angriff zu nehmen, Bewdes/uns mehr als .die Dök'umente, die dein grössen Puhlikum nicht bekannt gegeben werden können^ dass Herzf nfemals eiji.Gegner,־sondern der wärmste und t eifrigste Freund; gesunder Gegenwartsarbeit in Palästina allezeit war und ist; So!KÖnneri' wir denn mit den Resultaten der grossen Tagung zufrieden .sein. Sie hat das V^rfräuen der/FrondisteiLOTn, Führer. hergestelltr-das- Vertrauenauch des Führers-zur; Partei gefestigt und sie hat uns die Einigkeit wiederge.-;' geben, mehr als wir sie^vielleicht ie. seit* dein zweitem Kongresse besessen,- durbhdie Gegenwartsarbeit, ihj Palästina. Um so unverbrüchlicher werden wir' mit aller: Macht unserer Seele an unserm grossen Zleje, ctem: Lande Israel, festhalten, in dem unsere Einheit und :un~ vergängliche Kraft, liegt. Heinrich 'L Ö e w p. I '-־ _ ״ * ' ‘ ־׳_1 ' ~ * -jt 1 ■" U ז Mischehe .. ״ \\ | -nationale Gesinnung.:; i; Ein דבר נעתי i■ '!!eher Üie1 Verwerflichkeit der Mischehe vmih jüdisch״' religiösen wie Vom Jüdischentionaleii Standjpunkte. 2(15־ zp schreiben, könnte überflüssig ersehenen, well das Thema hm Prinzip eine Selbstverständlichkeit darsteüt, ־und ־ weil 14 . . . . , ״ . , 'J . 4 - ־ ־• ־ ־ und jüdisch I

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