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Jüdische Rundschau · 1904-03-11 · Heft 11 (11.3.1904) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 11 (11.3.1904)
Date
1904-03-11
Page
– (sequence 7)
Language
German
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£1 י*^׳ jj&M 1 *" U 1 ן * . ׳ . . ־ ■ " Abonnementspreis (Zusendung inbegriffen) Vierteljährlich 1 1• darob die Expedition: ■) in Berlin M. —,9a b) nach.auswärts M 1,— c) für das Ausland M. 1,50. *• im Poetabonnement M. 1,25 9• bei Semmelbozag daroh die Ortsgruppe M. —,60. .Inserate die viergespaltene Petitzeltc 25 Pi , Inseratenbellagon 15 M. Organ 5£x _ ' ’ ■ der .. f Zionistischen Vereinigung i . -׳׳:■ ■.• .. \ Deutschland. V ' Adresse fOr Geldsendungen - und Bestellungen: ’ ~י Pertag 3üdls<he Rundsiiau, E. O. m. b. H. Berlin n 54, Bugusfstrasseflr. 19 a. Spredjstundenf:; v. 4-5 Uhr nachmittags. Redaktion: Dr. Helnridi üoewe, Berlin OW.'lO. Dehrters {Tasse 14/15. Qnvertangte lüanusfcrfpie werden nur bei Beilegung genügenden Rückport« zuridcgesandt No. 11. Berlin, 11. fslärz 1904. 24. Adar 5664. IX. Jahrgang. Volksdomänen in Palästina. Die ״Kommission zur Erforschung Palästinas*‘ unterbreitet der jüdischen Oeffentliclikeit folgenden Vorschlag: yj: . Die gemäss Beschluss des VI. Kongresses mit den Mitteln des Nationalfcnds angekaufteri und noch an zu- kaufenden Ländereien Palästinas,^verden zu ״Volksdomänen“ erklärt. ' ־״"״ .•< ♦ Es wird unter dem Namen ״Öelbaumspende“ eine •ך allgemeine Oeldsanimlung für den Volksdomänenfond clngeleitet, zu dem Zwecke, die Volksdomänen mit :Olivenbäumen zu bepflanzen und derart für die ideellen .Zwecke des jüdischen Volkes nutzbar zu machen. Als Mindestspende wird die zur Bepflanzung und Pflege eines Oeibaumes bis zu seiner Selbsterhaltung nötige Summe von 6 Mk. 7,50 Frcs. 3Rbl. 6 sh 1% Doll, festgesetzt. Der Name des Spenders wird, .mit der Nummer des von ihm gestifteten Baumes in ein Spenderbuch eingetragen. Der Spender erhält eine Kopie dieser Eintragung. Die SpeViden von mindestens zehn Bäumen, mit denen;e1n'Dunam (Gartenparzelle) bepflanzt wird, werden in ein ,eigenes Donatorenbuch, die Spenden von min-;' bestens 100 Bäumen, die für 1 ha (Garten) ausreichen, in das Goldene Buch des Nationalfonds eingetragen. Ausserdem tragen die innerhalb der einzelnen Volksdomänen angelegten Gärten resp. Gartenparzellen den Namen der Stifter oder eine von ihnen in Vorschlag gebrachte Benennung. Der Stifter von mindestens 1000 Bäumen (für 10 ha) gibt einem ganzen Olivenheim seinen oder einen von ihm bestimmten Nanien. Es können natürlich auch Vereine und Verbindungen aller Art, Familien, Landsmannschaften und andere Korporationen als Spender, Donatoren und Stifter eingetragen werden. - Die jüdischen Zeitungen werden aufgefordert, diese Spenden unter dem Titel ״Oelbaumspende“;entgegenzunehmen und auszuweisen. Alle Spenden und Stiftungen werden an den Jewish Colonial Trust abgeführt, der den Volksdomänenfond ebenso wie den Nationalfond verwaltet. / ־ . . Auf diese Weise' wird es keine Schwierigkeiten machen, für die aus dem Nationalfond angekauften Ländereien die Mittel zu ihrer sofortigen Bepflanzung bereitzustellen. Die Verwaltung der Volksdomünen wird einer vom Kongress eingesetzten und vpm A. C. überwachten Kommission übertragen. Die״Kommission zur Erforschung Palästinas“ erbietet sich, die Grundlage der Organisation zu schaffen und durch ihre fachmännischen Beamten und Mitarbeiter in Palästina diq ersten Abgrenzungs- und Pflanzarbeiten ausführen zu lassen, bis der Umfang der Geschäfte eine eigene Verwaltung erfordert. > Ueber die Verwendung der freilich erst nach 8 bis 10 Jahren zu erwartenden Einkünfte dieser;Volksdomänen wird auf einem Kongress Beschluss gefasst werden. Wir möchten aber schon jetzt, befürworten, dass die Einnahmen der •Volksdomänen zur 'Gründung und Unterhaltung von Hochschulen in Palästina verwendet werden. Ideelle Arbeit für ideelle Güter.־ Da der künftige Ertrag pro Hektar Olivenland auf mindestens 300 Frcs. zu veranschlagen ist. so würde schon die Bepflanzung der •dem jetzigen Stande'des Nationalfonds entsprechenden Ländereien (etwa 3000 ha) genügen, um eine Hochschule zu unterhalten. Aber ..auch materielle Güter werden geschaffen: Tausende von jüdischen Arbeitern oder Erbpachten! werden bei den Volksdomänen dauernd ihren Unterhalt finden, neue Industrien werden in Palästina entstehen, die Ausfuhr sich vermehren und Handel und Wandel erblühen. - - Möge dem jüdischen Volke die unserem Vorschläge nachfolgende Tat zu einer dauernden Quelle der Befriedigur.g seiner ideellen und materiellen Bedürfnisse werden! , . ל Zur Begründung des Kommissions-Vorschlages.4 '3! Von Dr. S; Soskin. . ' .!.■■.Durch den; Beschluss des VI. Kongresses wird demnächst das jüdische Volk zum Besitzer von. unver- .äusserlichen Bodenflächen iü Palästina.' Die Bedeutung dieses Voiksgrundbesitzes ist Jedermann klar, der Jür .dieidee des, Nationalfonds eintrat und ,dafür ,Summen spendete. Nicht minder wird es j^dem; Zionisten einleuchten, 'dass durch Verpflanzung von Bäumen diesem j j 1 1 1 1 i ו 1 i ן 1 ־ 1 I! Ä ׳

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