Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- IX (1904)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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\״י/ / r חח ן; I '*(,X "־V Abonnementspreis (Zusendung inbegriffen) Vierteljährlich! 1. durch die Expedition: l) In Berlin M. —,9a b) nach auswärts M 1,— c) für das Ausland M. 1,50. t. im Poatabonnemcnt M 1,25 •» hoi Sammelbecug durch die Ortsgruppe M. —,60. Inserate die viergespaltene Petitzgile 25 16 Inserntenbe Wagon 15 M n. j ffOm N0. 1. I ז t^\ n ך■•■ 7") i (״׳׳, 7 j ר׳ס ף׳ןי>/ j'l! ׳ I ״ ) ׳■ v ■ ( f •־ i : : > j ז!i! ן: ן;! י •־; :!; ח : \ i \; j; "" t & der 97}e 4f a» p Ü-JS r-» יי*'(# i? 0 i VJ ׳1 ו» Cj Uv •j %) :i$ u 1. Januar 1 *äNfc äf f . * v) O ח .0 «M• ie Io A“ י ♦ וי *. - - CJU/ tsl וון 1» i w ו 2,0/1 u y'-r. / ץי'׳ \4yr* t I I; Jl v*/ f Adresse für Geldsendungen י und Bestellungen:;״yPedog Jüdische Rundschau, t. G. m. b. H. Berlin n 54, Rugustsftasse f!r. 49 a. Sprechstunden: , v. 4—5 Uhr nachmittags.; * Redaktion: Dr. Heinridi boewe, Berlin nw. 40, üehrterstrasse 14,15. Unrerfangie fTichuskrfpfe vtnfttt nl*l . ' iur:! *gesandt. IX. Jahrgang. Der neue JclilPy r*s Vier Jahresanfänge unterscheidet unsere Mischnah: den ersten. Nissan als den Beginn des bürgerlichen Jahres, den ersten El״l als den Anfangstermin für die Viehsteuer, den ersten Schebat als den Tag, an dern die Bäume ein neues Jahresleben beginnen, und endlich deticrsten Tischri als den Ausgangspunkt der Jahresrechnung. Heute müsste man eigentlich noch ein besonderes Neujahr als bedeutungsvoll hinzitfiigen: den ersten Januar als das Neujahr der Fresse, auch der jüdischen Presse. Auch unsere Zeitung beginnt ihren neuen Jahrgang mit diesen! N'eujahr der Presse. Sie blickt am heutigen Jahre auf ein achtjähriges Bestehen zurück, wenn man einen Zusammenhang von der ersten Entstehung an bis heute annehmen will. Aber in Wahrheit sind andere zionistische Blätter, wie die frühere Berliner ״Jüdische Volkszeitung“ und die älteren Jahrgänge des ״Zion“, mehr die Vorgänger der heutigen ״Jüdischen Rundschau“ gewesen, als der ״Berliner Vereinsbote“ und seine ״Israelitische Rundschau“, aus denen sie geschäftlich hervorgegangen ist. In Wahrheit muss man die Geburtsstunde unseres Zionistenblattes mit dem Augenblick ansehen, wo der neue Verlag und die jetzige Redaktion gemeinsam die Leitung der Zeitschrift übernahmen, und ihr die jetzige Form und Richtung gaben. — In dieser kurzen Spanne von nur 20 Monaten hat sich die Zahl der Abonnenten vervierfacht und hat sich unser Blatt ununterbrochen in frischer Entwicklung erhalten. Es ist heute eine der gelescndsten jüdischen Zeitungen geworden, obwohl wir uns sehr sorgfältig von jeder Reklame_ferngehaken und sogar nicht einmal in befreundeten und gesinnungsgenössischen Blättern für uns geworben haben. Aber mit dem unauihaltsamen Vordringen des Zionismus hat auch unser Blatt sich immer neue Freunde erworben, und sein Gedeihen ist der beste, zahlenmässige Beweis für die Fortschritte, die der Zionismus in Deutschland ununter־ brochen macht. . : Wir befinden uns aber nicht bloss an einem neuen Jahresanfang. Wir sind an einem Wendepunkt im zionistischen Parteileben angelangt. Der sechste Zionistenkongress mit seinen ausserordentlichen Eriolgen hat Zionisten und nichtzionistisehe Juden bis in die tiefsten Tiefen aufgewühlt, und besonders die Leidenschaften unserer Gegner erregt. Sie glauben endlich den Keil gefunden zu haben, tnit dem siedie festgeschlossene zionistische Parceisolidarität sprengen können. Sie wurden sogar über Nacht Palästinafreunde und ״bessere Zionisten" als wir. um uns in ihr Garn zu locken, und doch is♦ es ihnen weder gelungen, in den Turm des Zionismus Bresche zu legen, noch zu verhindern, dass von Woche zu Woche und von Tag zu Tage die Zahl unserer Anhänger wächst. Die Meinungsverschiedenheiten über taktische Fragen im Zionismus haben nur.von neuem die unteilbare Einheit dieser Einheitspartei erwiesen, und die Stellung des zionistischen Aktionskomitees, die die Trübseefischer erschüttern wollten, noch mehr gefestigt. So hat der sechste Kongress dazu beigetragen, den Zionismus agitatorisch zu verbreiten und zugleich durch das Aufeinanderplatzen der Meinungen die Ansichten zu klären und die Anschauungen zu vertiefen. Mehr als alle früheren Kongresse ist er ein politischer gewesen und hat unendlich viel dazu beigetragen, den Zionismus mehr noch als früher־ in eine politische Partei zu verwandeln. Der Standpunkt der ״Jüdischen Rundschau“ aber hat sich ebenso wenig geändert, wie die Prinzipien der zionistischen Partei. Fest und unerschütterlich halten wir fest am Baseler Prog rammt Keinen .Augenblick sind wir daran irre geworden, dass unser erstes Ziel und unser letztes Ziel, unser einziges Ziel ist die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina. Wir haben uns dabei das Recht freier Kritik, offen und freimütig, gewahrt, und auch dem anständigen Gegner gern das Wort gestattet. Wir werden auch im neuen Jahre nicht von diesen bewährten Gewohnheiten, abweichen und auch weiter das notwendige Mass ehrlicher Kritik mit dem zähen Festhalten an der Parteieinheit verbinden, und auch weiteF unserm in demokratischer Wahl uns von uns selbst .gesetzten Führern das Vertrauen entgegenbringen, das sie verdienen. Wir werden uns auch ferner nicht durch die falschen Sirenentöne unserer ebenso falschen Freunde von unsern Führern hinweglocken lassen und ihnen den Dienst leisten, für sie unsere