Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VIII (1903)
- Issue
- Heft 47 (20.11.1903)
- Date
- 1903-11-20
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2651273-2651289-2651335--00847-2657660- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
» , , , f : f r I ¥ I: No. 47. . JOPISCHE RUNDSCHAU.־ Seite 511. Türkei und, der• Wiedergeburt der hebrfdsehcu Sprache in den letzten Jahrzehnten zu. Dr. Margulics hat den König, bei seiner nächsten Anwesenheit in Florenz auch die dortige Synagoge tu besuchen, was bereitwilligst zugesagt wurde. Der König tntliess den Dr. Margulies, indem er ihm huldvollst die Hand eichte. Der Mörder des jüdischen GeflügcHtäudlers Aaron Schtnul In Wreschen scheint ergriifen zu sein. Ein Arbeiter Jarosz zeigte der Polizei an, dass der Arbeiter Stachowski den Arbeiter Jadlowski aufgefordert habe, den Schtnul zu erschlugen. Jarosz will bei der Tat Schmiere gestanden haben. Stachowski war schon gleich nach der Tat verhaftet, aber am nächsten Morgen wieder freigelassen worden, da er scheinbar sein Alib; uacliwies. Nunmehr s'nd Stachowski und Jadlowski verhauet und vom Untcrsuchtmgsricluer ans (jnes.n1 bereits vernommen worden. Hoffentlich kommt nunmehr Licht iu das Dunkel, übrigens wurde schon zweimal versucht, das Sehmulsche Haus anzuzünden. Am Sonntag entstand in dem Hause wieder Feuer, das jedoch rechtzeitig gelöscht wurde: bei der Brandste •; fand man eine Nasche mit Petroleum. Scheinbar will matt d.s einzige Kind des Ermordeten noch um sein flab uttJ Gut bringen. 1««1 יm—Ml■.I. imnin■—... . mm ׳ Nationalfond. (L.) N a t i o 1: a 1 i 0 n d ־ K!> :11 m i s s : o;> H umovor durcii .1. S c 11 11 e 11 i 11 g . (L.) Nach einem vergnügten 1. «> 11 e r i e s p i e I in Wrotike .. XL.) Aus der Nationalfon jbiielfse Nanny A.. Wrouke .*. (LJ Lina W a g!! c r ־ T a u b e r nicht angeno.nti’cnes Honorar vor. 11. I. (LJ (i r e t e A. ... von T h c ״ do r P. . . (I״־) (irctc A. . (I'J B. Kn haue . (L.) gesammelt beim Voitrag d. Hern! Pr. Z l (י-!•!.st! . (LJ Bei der Abschiedsider witz in Danzig . . . (LJ B a r ־ K o c 11 h a Wiesel . M o r o d i s c li z . . . PI a ti tt! . : . S o k 0 I o w *. . . . B a1 basn . K o 11!1 . F r ä n k e l .... ti• > Herrn Turbol,\J5 M ״ 1.511 ".511 .. t t.5(l .. "5!; .. 9.IU י •י ".77 .. b,5( י ,.! ".50 ..! 0.50 ,! 1! : .. .י .1 » I U V * « * t « * durch B c r 1 o w i t z itn Berliner V c r c i n .1 ü d ischer Studenten . ... . . . . . . (LJ Fräulein Recha Wollmann. Krotoschin (LJ Fräulein Maly Hirsch, Gollup. (LJ Pharmaccut Erich S o b e r z i n s k y, Krotoschin IH ' Ildefons Auerbach, Krotoschin .... ״ Georg‘G rti n spach, Krotoschin .... 2,־ - nurelt ini Pensionat Lin k für den N a t i 0 n a I f o n d י ־'־־■־'־' '* ' cand. phil. Wiesel: 7.35 1.- 1.- L- I.- .<׳ (LJ (LJ (LJ (LJ (LJ (LJ (LJ I: PI a u 11 i Frau K a t z i 11 L c w in s o 11 L i p s t c i 11 B a c h 1׳ r a c 11 Link Z c u z y r cand. phtl. W. (LJ Dr. B.. \V. L u. Mb. 1, 0,50 0.50 0.50 0,50 0.25 0.10 0.15 (1,25 Für den Vortrag eines jüdisehen Liedes: (LJ B. M. 1 , (L.) Plan ui u,45 (L.) Link 1»,3t1 (E.) Li pst eilt. 0,1(1 (LJ cand. \V. 0,J5 (LJ Dr. N.!.. 0,15 (LJ Zcazyr O.K! Zusammen In der B e r t h o 1 d A 11 c r b a c h Log e, Berlin: Dr. L. 2, - M., W o 11 s t e i 11 c r anlässlich seiner Vcrrnählutig I". AL. zusammen.12. M. Sammlung iks Rechtsanwalt Bloch-Konstanz anlässlich der Hochzeit seiner Nichte Rosa K u 1111. Freiburg i. B. und Dr. Joseph S 5 r a 11 s s . Krefeld, am 2. Novemb. 29.95 .. Sammlung beim Vorträge des Dr. med. .1 u 11 g!11 a 11 n 211,10 .. Dr. med Citrim. •t,02 .. X. V. 5 Marken. ".25 .. L v a Mirjam dankt für die lieben Geburtstagsgriissc.y-- . Lim S. . ־.0,25 .. Sammlung Koifgsberg i. Pr.: Mtrnuuim Schonmann IW. M.. J.K uw 1u׳r verlorene Wette 2. M.. Paula R a 111 ז c r gut;!!!gekommen I,־ .V., Julius Rad ♦!!er vom ersten Gehalt 1 M.. Kinder Sc lilossberg K AL. zusamnt••!! 105,- Sammlung in! Cafe Monopol zu Berlin, am 1-t. II. Od.: . . . . 12.3* .. Zur Nachahmuog empfohlen. Monatliche Se’.bstbcsteuer.jng. Aus Heidelberg: J. L. 3, . AL S. 3. . AL M. 3, . L. G. I, . S. J. I. . Sch. 1. . Fri. B. S. 2.- . Frl. AL L. 1 . Fri. Pr. S. 0.5♦! AL. /.!!satmiivii 15.5Q .. .Monatliche Selbstbesfenernug Krotoscliiner Zionisten. (LJ Fri. Recha W., Krotoschin .0.50 Mk. (LJ Pi;armacvtit D o I: e r z i 11 s k y Krot׳>scl1i!1 .!, (LJ .Georg (i r fi n s p a c h. Krotoschin .3. .. ״Durch Liberalismus zum Protestantismus“ das Berliner Tageblatt. Der Dorfälteste, der zuerst Worte findet, als das erste Automobil vor den entsetzten Bauern vorlibcreilt; ״Das ist der Teufel“. Der Zionismus eil׳ durch die liberalen Gefilde: ..Line gefährliche Utopie.“ sehr•1־: der geistige Führer und die geängstigten ReformjuJen schlagen erneu Magen David. Die tiefsinnige Begründung des Berliner Tageblattes wiederholt der Schlemiel dem Gedankengang nach in felgender Fabel: Der Zionismus ist eine Utopie. ״Berliner Tageblatt“. Der Kater sprach zum Esel: ..Sichst du den hohen Baun. Ja? Gib* acht, wie rasch ich bis in den Wipfel liinauikletiere.“ ..()Iler Quasselfritze," sagte der Lscl. ,det is ne Utopie. Een Tier mit vier Beeilen kann überhaupt pich klettern.‘*. Und als der Kater wirklich oben war und fragte: ״Nun. ist’s noch immer eine Utopie?*', da wiederholte der Esel: ״Leu Tier mit vier Beenen kann nich klettern, sonst könnt ick’s ooeh.“ Dass aber auch andere Wege als aus dem Berliner Tiergarten nach dem lutherischen Wittenberg führen, ist nuimiiglieh bekannt und ebenso, dass die Hochtouristen der Frümmigkeit, die so eitrig nach deren Spitze streben, sehr oft abstürzerr. Schlemiel bat einen von den Himnielspächtern entdeckt, der auf die protestantische Seite iibcrgesiedelt ist. nur aus reinem Glauben. Er glaubte nämlich so intensiv, dass er die‘ jüdische Religion in kürzester Zeit ganz, ausgeghubt batte. Er musste sich also etwas Neues zum glauben aussucheii und fand den christlichen Glauben. Er!st genau so eifrig darin wie früher für den jüdischen und bearbeitet Schlemiel. Der aber schreibt ihm zurück: ־ ..Liebster Levysoltn, ich bin noch nicht so weit. Ich kann vorläufig noch nicht aus Neue Testament denke״, da ich in• Alten noch nicht alles geglaubt habe. Im Gegenteil, ich b:n mit dem grössten Teil im Rückstände. Sobald ich das Vcrsäumte nachgeliolt habe oder Aussicht auf einen gut bezahlten Posten bekomme, werde ich mich Ihrer erinnern. Hochachtungsvoll S c h 1 e in i e I.“ 1 Wir haben schon eingangs von dem Unternehmungsgeist ןד<צפה) י des Schlemiel gesprochen, der sich bis zum Misrachi ' und ähnlichen Dingen versteigt. Das ist aber alles noch gar! nichts. Der Schien:!־.׳! verspottet nämlich nichts mehr und! nichts weniger als die ״Weit". Er wagt es nämlich, eine; Parodie ihrer Enquete über die Ostatrkafrage zu bieten, eine; Parodie, iu der verschiedene Geister und ein Geist ihre A11* I sichten meist sehr vorsichtig niederiegen. ״Nichts Heiliges i ist mehr cs lösen sich die Bande tromtner Scheu.“ Aber alles j was wahr ist in dieser Rubrik kommen lauter Doktoren zu Worte und von Laien nur die vierte Dimension: der Geist Jochatian hen Sakkais. Wir wollen die tiefe geoffenbarte I Weisheit unseres lieben Freundes Dr. I.oewe sowie die des ge-! lahrtcn Dr. Waldenburg für diesmal mit dem Mantel jüdischer! Nächstenliebe bedecken. Wir haben auch nicht den Mut mit! Dr. Klee anzubandeln und unsere Leser haben nicht die Oe- dukl. den blühenden Hollcrhusch. den ein Artikel des Bcrlinct י Tageblatt-Redakteurs und Zio1׳isteamörd«־rs Dr. Kastan bc-; deutet, zu beaugenscheinigen. Dr. Gustav Karpeles schreibt aus Karlsbad in zwei Abteilungen; zuerst als Zionist, dann als! Missionär mit deutschem üruss. Herr Dr. Max Nordau tritt uns ebenfalls itt diesem Rahmen entgegen, und zwar in _ der Pose eincsJupitcr tooaus mit einem Bündel der saftigsten Blitze. I Das kann gut werden, bis man in Mainz lesen wird, wie loi ehanan hen Sakkai spricht. Ämter Schlemiel'. j Zum Schlüsse statten wir noch Herrn Dr. Zlocisti unser : tiefgefühltes Beileid ab zu der Rezension, die sein ,.Heimweg“! itn Schlemiel Befunden hat. Unser Herz hat sich verkrampft, j Kurz und gut. der Schlemiel hat seine Sache gut gemacht : und viele werden — lachen. Und so hoffen wir denn, dass er seine gefährliche Konkurrenz siegreich überstellen wird, die! Assimilantcublätter. die auch־ einen reichhaltigen Humor enti wickeln, wenn.auch keinen freiwilligen.! J. Uprzynmi. ** « ־ ״ ■•»4 » -ז»,?ך•:.s%r־*■