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Jüdische Rundschau · 1903-11-13 · Heft 46 (13.11.1903) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 46 (13.11.1903)
Date
1903-11-13
Page
– (sequence 5)
Language
German
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«*■ *4'M. Abonnementspreis (Zusendung Inbegriffen) Vierteljährlich! I. durah die Expedition: a) in Berlin M. -,9a D) nach auswärts M 1,— c) für das Ausland M. 1,5a £. Im Poetabonnement M. l^S 3. bol Bammolboxug daroh die Ortsgruppe M. Postzeitungsliste No. 8944 Inserate die viergespaltene Pctiüelle 25 Pl, Insoratcnbollagon 15 M Organ der für f IDrsclieint Jeden IBVeitfig־. 3 h h f ft ו Adresse für Geldsendungen und Bestellungen: Verlag Südlstfie Rundsdiati E. 0. tn. b. H. , Berlin ü 54, BuguststTasse Br. 4f «. Spreffestundcß: *. ♦-5 Uhr nachmittags. Redaktion: Dr. Helnrldi Loews, Berlin BW. 40, ' Lehrfersfrasse 14/15. Sprechstunden: Montag und Donnerstag 4—6 Uhr. No. 46. Berlin, 13. November 1903. 23. Cheschwan 5004. vm. Jahrgang. a^m יי«^«**י**ס»**s^gess• :x»Nfts1MMMSMaMa^«^n0s1KaMNwsMtfAt4M91ttMMMMuSK<t><Hfr׳i8Mra««gcf*srs■ An die zionistischen Distrikisbureaus. Das Wiener engere Aktionskomitee macht darauf aufmerksam, dass eine Reihe wichtiger Arbeiten bevorsteht und dass es dringend nötig sei. damit dieselben auch nicht für kurze Zeit ins Stocken geraten, sofort mit dem Einsanimeln und Abliefern der Schekel zu beginnen. Wir bitten deshalb die Distriktsbureatis, den ihnen nachgecrdneten Ortsgruppen von diesem Schreiben durch Zirkular Kenntnis zu geben, und darauf zu dringen, dass überall mit der Schekelsammlung sofort bcgcimen wird und dass die Summen am Schluss des November und Dezember nach Köln übermittelt werden. Die d e u t s c 11 c n Mitglieder des grossen Aktionskomitees. Dr. Bodeiihcimer D r. Moses D r. K1 e e Köln. Mannheim. , Berlin. Mitteilung des Aktionskomitees. Das grosse Aktionskomitee hat einstimmig beschlossen, den Zionisten, welche Aktionäre der Jiidisehen Kclonial-Bank sind, zu empfehlen, die Dividende, welche diese Bank auszuzahlen beschlossen hat, dem Aktionskomitee zu dem Zwecke zur Verfügung zu stellen, um die Kosten der Kl-Arisch-Expedition, sowie etwaiger weiterer Expeditionen nach Palästina, dann die Kosten der PaJästinakommission zu decken. D r. H e r z I, D r. Kahn, Leon Z 0101 k 0 f f, De Haas, Dr. Bodenheimcr, G. B e 1 k o w s k y, I. B c r n s t c i 11 י K 0 h a n . E. W. T s c 111 e n 0 w, J. S. G 01 d b c r g , S. I. R a b b i n o w i t z, Wl. T c in - kln, M. Scheinkin, Dr. Klee, Dr. H. Bruck, Dr. H. Jacobsohn, Dr I. Sapir, I. Jasinowski, Dr. Farbstein, Dr: Moses. Die Vereine werden ersucht, die Kupons im Sinne dieser Beschlüsse bei ihren Vercinsmitgliedcrn einzuheben und dem Aktionskomitee in Wien abzuliefern. Gegenwartsarbeit in Palästina. So lange der Kongresszionisinus besteht, hat man von wohlwollender Seite verbucht, ihn über die Kolonisationsfrage stolpern zu lassen. Noch ehe der erste Kongress zu stände kam, haben diese Manöver begonneu. Damals wurde von Berlin und Paris aus mit Hochdruck daran gearbeitet, in Palästina die Kolonisten zu einem voreiligen Protest gegen das Zustandekommen des Kongresses zu verleiten. Bezeichnend ist es. dass mich, der ich von je ein ausgesprochener Freund praktischer Tätigkeit im Lande Israel war. auf dem ersten Kongress ein Herr, der seitdem längs; im Schmollwinkel sitzt, dahin instruierte, dass er mit Anhang oder besser ״er im Anhänge“ dazu auf dem Kongresse sei. zu stören und ihn möglichst zu zerstören. Er verwechselte eben wohl auch praktische Arbeit für Palästina mit dem Kampf gegen den Zionismus und seine Füll r er. Und das ist so geblieben von Kongress zu Kongress; Persenen sind gekommen und gegangen und die stille Maulwurfsarbeit wird von Berlin und Paris aus mit tmcrniiid« lichem Eifer fortgesetzt. Als mm auf dem 6. Kongress Dr. Theodor Merzl uns das britische Ostafrikaproiekt * vorlegte, das der Schreiber dieser Zeilen gewiss nicht minder bekämpfte, als irgend ein anderer, da glaubten viele, dass der Augenblick gekommen sei, um die Wühlarbeit mit dem offenen Angriff zu vertauschen. Die Maulwürfe kommeu zum Teil aus ihren Löchern hervor. Freilich hüten sie sich sehr wohl, gegen den Zionismus gerade jetzt zu eifern, während sie gegen ihn geiferten, solange sie im Schmollwinkel und unter ihren Maulwurfshügeln sassen. Jetzt wollen sie die braven Zionisten sein, die loyalen Parteigänger, die den armen gefährdeten Zionismus vor dem bösen Feind Herzl retteil wollen. Sic werden sehr erstaunt sein, wenn sich der Zionismus nicht retten lassen will, am allerwenigsten von ihren Händen. Denn wir wissen aus langjähriger Erfahrung zu gut, dass diese Freundschaft eine falsche ist, und dass diese falschen Freunde ärger sind als die tückischsten Feinde. Wovor wir aber warnen, das ist vor der Ver- | Wechselung dieser Gegner des Zionismus mit den zio-! nistischcn Freunden der Gegenwartsarbeit in Palästina. Und dahin gehört in allererster Linie der Ingenieur M. Ussisehkin und die Gesellschaft Ge’ulah, die er vertritt. Wir, die wir auf dem Standpunkte positiver Arbeit im Heiligen Lande stehen, wir denken nicht daran und dürfen unter keinen Umständen je daran denken, durch diese notwendige Arbeit jemals die Tätigkeit unseres Aktionskomitees zu durchkreuzen. Wir würden das aber gewiss tun, wenn wir ungesetzliche Schritte auf Türkischem Boden unternehmen, wenn wir durch Bachschlscli eine Einwanderung fördern wollten, die durch I^egierungsverfiigimg eingeschränkt ist. Demi Kolonit ז t־,”״־ *״״ ייי'"־?CT• > 1«tsti ׳־"V»

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