Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1903-10-16 · Heft 41-42 (16.10.1903) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 41-42 (16.10.1903)
Date
1903-10-16
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2651273-2651289-2651330--00757-2657565
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Jk י׳- - J Seite 446. JÜDISCHE RUNDSCHAU. No. 41/42. Lande, während jeh von Euch, meinen Brüdern, und von unserem heiligen Lande Abschied nehmen muss. Aber dieser Kongress und mein Aufenthalt unter Euch wird mir unvergcsslich bleiben. Und ich schwöre Euch in meinem und im Namen meiner Freunde: ״Wenn wir dein vergessen, Jerusalern, verdorre unsere Rechte!‘* Die Versammlung schloss unter unbeschreiblicher Begetstcrung und Absingung von עוד לא אנדה Eine nach Hunderten zählende Menge begleitete Issischkin unter Absiiigung nationaler hebräischer Lieder und unter stürmischen Hochrufen bis an sein Haus. (Aus der ״Welt".) DG־ Aus der Bewegung. be. .dC Berlin. Versammlung der Schekel- Zahler. Montag, den 19. Oktober, abends 9 Uhr. im Königstädtischen Kasino, Hclzmarkrstrassc 72, Ecke Alexanderstrasse: Vortrag des Herrn Elias Auerhach: ״l>ie 0 s t a f r i k a i r a g e 1! n d d e r Pa- I ä s t i!1 a z i c n i s m n s*\ Besondere E i n I a d u n - g e 1t \v erden nicht versa n d 1. Berliner Zionistische Vereinigung. Wimachen unsere Mitglieder nochmals darauf aufmerksam, dass das Abonnement der ״.Hidb eintritt. Berlin. Montag den 26. ( Hcosaviertcl), die erste distriku den. in der Herr Pr. Citro! üb en Run dschau " von jetzt .ist חי. Wir bitten daher,!ei Vc 1 ■eguiig einzulösen, tung ke ine Unterbrechung ober w ird im Nord weiten 'ersänne: .1mg abgchalten wer- ״Das \\ esen d■ ׳s Zionismus" rsnmn:k: ::gm s! ■■Um ledigiici! sa.-h.Tde Kreise über unsere .ranz!!/! eben. Unsere .Mitrden rb r lau! Vorstandsbe- : gen er naiten. Die zweite ussichtk eh am 5. November t Herr Dr. Jungmann übernamens des Mannheimer Distriktbureau gerügt. Durch die mit Herrn Dr. Kahn-München während des Kongresses über die Beschwerden des Bureau und der Gruppe gepflogene!» Verhandlungcn wurde nun festgcstcllt, dass die Gruppe eine Störung der Organisation des Distriktburcau in keinem Falle beabsichtigt hatte. Damit entfällt der Vorwurf, den ich gegen die Münchener Gruppe erhoben hatte. Mannheim. Julius. Simon. Hamburg, 4. Oktober. Vor einigen Monaten wurde hier, dem Anträge einiger Mitglieder der Ortsgruppe zufolge, eine Propaganda-Kommission niedergesetzt, die für die Propagierung unserer Sache arbeiten solle. Dieses 7gliederige Komitee lud am 9. September zu einem Diskussionsabend ein, der sehr gut besucht wurde. Die Leitung desselben lag in den Händen des Vorsitzenden des Komitees, der mit einigen einleitende!» Worten die Diskussion cröffnetc. Zahlreiche Freunde und Gegner unserer Sache meldeten sich zum Wort. Die Debatte gestaltete sieh zu einer sehr angeregten, die Geister platzten sehr heftig: aufeinander. Dann liess der Vorsitzende eine kurze Pause ei.urctcn, in der die Damen und Herren vom Propagandakomitce die Mitgliederliste z.tun Einschreiben herum reichten. Der Abend brachte uns ca. 20 neue Mitglieder! In allen Kreisen Hamburgs sprach man von diesem Abend, er erregte sehr viel Interesse. Wir sahen aber auch nicht mii.ssig zu, Sündern suchten unseren Erfolg auszunutzeu. Überall wurde agitiert, sogar die Burse war unser!! Ercunden nicht zu ״heilig" imd wenn auch nicht in allen Füllen unsere Arbe:t zum Zitle. d. h. zun» Anschluss au uns, führte*, den Boden hat sie doclt ihr unsere Idee bereitet. Ehr Sonnabend Abend den 3. Oktober, berief der Vorstand der Ortsgruppe eilte öffentliche Versan!::,' in der Herr Dr. E r a u k - Alt• u über den Kongress referierte. Die Beteiligung war eine sehr rege, es war wohl der Iscdeutendstc Abend, den unsere Gruppe hier arrangier^ hat. ln weiten Schichten der indische!» Gemeinde war die Kunde von unserer Veranstaltung gedrungen; und nicht nur unsere ״Stammgäste" kamen, sondern auch viel v ׳.wes Publik;: Das zögernde Eintreten, die Neugier au i den Gesichtern. die allgemeine Erwartung be:׳e11g’e das. Stets neue Giist ■ kamen. Bestrebungen atifzuklüren und glieder sind stets willkommen. Schluss keine besonderen Ende Distriktsvcrsarnmiung findet vo im Osten statt. Das Referat nonmit־.!. Distriktshurcau Berlin. Dr. Klee wird an»?־I. Oktober in Königsberg L Pr. »!her ״Unsere Bewegung. Rückblick, Ausblick," am 25. Oktaler in Stulp über ..Was will der Za *msnms? spicchen. ״h» tncinem a»n Deleglertentag erstatteten Bericht hatte ich ein allzu selbständiges Vorgehen der Münchener Gruppe . *י■ י— ...■in— - ■'<■ ■ 1 ■■ ■ ".. ... ■ י ■ ■■■ hei der Eheschücssuug steigt ihr Prozentsatz im nächsten Geschlecht. Ja, — mau verzeihe uns selbst auf die Ummt.istbarkeit des Mauptschädelindex vermögen wir nicht zu schworeu. Warum sollte;tue!» das WaehstumsvcrhäUnis der Schläfen- und Scheitelbeine zum Hinterhaupts- und Stirnbein so unvergleichlich viel charakteristischer sein für eine Rasse, als das Längenverhältnis des Mittelfingers zum kleine!» Finger? Das Verhältnis der Körperlänge bei den Juden passt dem Verfasser nicht in die Beweisführung, folglich nimmt er an. dass liier das Milieu wirksam ist. Dieses Verfahren halten wir für unerlaubt, dem! man kann ebenso gut den Schluss umkehren zu L'ngunsten des Hauptindex. Möglich, dass eine kombinierte Betrachtung körperlicher Merkmale Rassencharaktere kennen lehren wird, vor der Hand aber sind wir noch nicht s״ weit. ca. Gesellschaft für jüdische Volkskunde In Hamburg. Das soeben erschienene XII. Heft der von M. Grunwald hcrausgcgcboiien ״Mitteilungen der Gesellschaft“ (III und 124 Seiten), enthält den I. Teil der Schrift des Herausgebers ״Hamburgs deutsche Juden bis zur Auflösung der Dreigemeinde!! IHf I". Das Werk behandelt mit Betonung des kiilturgesehichtder Saal fasste nicht alle Anwesende und so s׳»h der Verstand sieh vcr?i lasst, den sich an unseren Versammlungsraum anschliessenden Saal mit zu benutzen. Trotzdem wo:’־.!;!! die Räume nicht;•usreiehen, s<> dass wohl ein Drittel der Anwesenden' keinen Platz mehr fand und ״in drangvoll fürchterlicher Enge" stand das Publikum selbst auf den Gänge׳• iti.1 Durchkommen war kaum möglich, freilich unsere jungen Dan .11 brachten es doch fertig, und ein schwunghafter und clairüglieb.cr Ansichtskarten- und Broschürcn’iatulel entwickelte sich. Herr Ed. 1. evinson führte den Vorsitz. Mit wenige!» herzliehen Worten hegrüsste er das Publikum, dann erteilte er Dr. Frank das Wort zu seinem Referat. Dieser be :an . seinen Vortrag, und gespannt folgten di!• Anwesenden seinen hiercssa.nten Ausführungen. Mit bewegten Worten gab er ein Bild des Kongresses, dem er als Delegierter heigewohn^ hatte. häuiV wurde er von dm! Beifallsäussenmgen seiner Zuhörer unterbrochen. Reicher Beifall dankte ihm zum Schluss. Der liehen Gesichtspu.ikcts die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg, seit den ältesten Anfängen bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, zum Teil darüber hinaus, in folgenden Kapitcln. Das Zeitalter der Glückcl von Hameln. Die Steuerkrafte der Gemeinde. ״Der Judcutumult 1730“ und was ihn» vorautging. Das!.eben in der Gemeinde. Die soziale Stellung, Beruf und geistiges Leben. ״Der Hamburger Amulettenslrcit", Moralische Streiflichter. Hamburgs Juden in Bildnis und Karrikaturen. Hamburger, Waudsbeker und Altonaer Drucke. Die Friedhöfe. -- Das gesammelte Werk umfasst 35 bis 46 Bogen mit 39 Abbildungen und erscheint zum Subskriptionspreis von 10 Mark bei A. Jausscn, Hamburg, Kaiser Wilhchnstr. 76. Aus dem Inhalt des XII. Heftes sind besonders die Ergänzungen zu Ehrenbergs Aufsätzen über die Entstehung grosser Vermögen sowie die I. aktenmüssige Darstellung des berühmten Streites zwischen Eyheschiitz und Emden eines Nachspieles, der durch Sabbathai Zebi hervorgcrtifcuen Bewegung zu erwähnen. Die Sammlungen der Gesellschaft haben in dem verflossenen Halbjahr einen erheblichen Zuwachs erfahren. Ebenso schreitet das Unternehmen, jüdische Denkmäler, Volkstypcn etc., photographisch aumchnicn -zu lassen, *»!•»»;» vorwärts. Der jährliche MitgUedsbcitrag ist auf 3,30 Mark festgesetzt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.