Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VIII (1903)
- Issue
- Heft 36 (1.9.1903)
- Date
- 1903-09-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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I 0* f. 0■1 11׳ fi'l Abonnementspreis (Zusendung Inbegriffen) Viertel jährlich 1 I. durch dlo Expedition: *) In Berlin M. -,9a b) nach auswärts M I,— c) für das Ausland M. 1,5a f. Im Postabonnemont M. 1,25 3• bei Sammolbesug dureb die Ortagruppo M. —,60. PostxeltungsIIato No. 3044. Insorato die viergespaltcnc Petitzeile 25 Pf. Inaeratonbellagen 15 M Organ der h rar *mt 1 11 wir tu Ham vi No. sc ־?t Erscheint jeden Freita maMHanaMne^ 1 וי...ו n f - 4 wo k vt •**יוויי■ Adresse für Geldseiidungeu and Bestellungen: Perlag Südlsdie Rimdsdhan E. a. m. b. H. Berlin n 54, Rugusfshasse Rr. 191. Sprechstunden: r. 4—5 Uhr nachmittags. Redaktion: Dr. Heinrich üoewe, Berlin RW, 40, üehrlers fresse 14/15. Sprechstunden: Montag und Donnerstag 4—6 Uhr. *•WM 1 »׳«,ne» '■"»יי־ *■ iU VIII. Jahrgang. Die Erklärung d Sir deinem liiir) an Mr. L. J. Grcenberg. OH VI סי. 13. v. M.;־wischen jüdischen Ministerium des Aeusseren. 14 ־. August 1903. 1 Sehr geehrter Herr! Herr Chamberlain teilte dein .Marquis von Lansdownc den Brief mir, den Sie unter den! an ihn gerichtet haben, und der den Entwurf eines Vertrages enthielt, den Dr. iierzl zum Abschluss Sr. Majestät Regierung und der jüdischen Kolonialbank verschlägt, und der die Errichtung einer Siedelung in Ostafrika bezweckt. S. Herrlichkeit hat auch die Bemerkungen erwogen, die Sie am 6. d. M. gelegentlich Ihrer Unterredtnig mit Sir I:. Barnngron und Mr. Hurst in diesem Amte machten. Ich bin nun von Sr. Herrlichkeit beauftragt, zu sagen, dass er die Frage mit dem Interesse studiert habe, das Sr. Majestät Regierung immer an jedem wohlerwogenen Plan nehmen muss, der die Besserung der Lage der jüdischen Rasse bezweckt. Die Zeit, über die er verfügte, war zu kurz, als dass cs ihm möglich gew orden wäre, auf alle Einzelheiten des Plans einzugehen oder ihn mit Sr. Majestät Vertreter für das ostafrikanisclie Protektorat zu erörtern, er bedauert daher, dass er nicht in der Lage ist, eine endgiitige Meinung über die Angelegenheit auszudrücken. Lord Lansdcw ne nimmt an, dass die Bank einige Herren in das ostafrikanische Schutzgebiet zu senden wünsche, die persönlich feststellen sollen, ob cs dort freies!.and gibt, das sich für die ins Auge gefassten Zwecke eignet, und wenn dies der Pall ist, wird er sich glücklich schätzen, ihnen jede Erleichterung zu gcwvähreu, damit sie mit Sr. Majestät Vertreter die Möglichkeit erörtert, den Anschauungen entgegen zu kommen, die am nächsten Zionistenkongress in Betreff der Bedingungen ausgedrückt werden dürften, unter denen eine Niederlassung möglich sein w ürde. Wenn ein Landstrich gefunden werden kann, den die Bank und Sr. Majestät Vertreter als geeignet betrachten und der Sr. Majestät Regierung empfehlenswert scheint, daun wird Lord Lansdownc geneigt sein, Vorschläge zur Errichtung einer jüdischen Kolonie oder Ansiedelung unter Bedingungen günstig autzunelunen, die den Mitgliedern die Möglichkeit gewähren, ihre Volksbräuchc zu beobachten. Zu diesem Zwecke würde er geneigt sein, wenn ein geeigneter Landstrich gefunden ist, und vorbehaltlich der Meinung der Berater des Staatssekretärs in Ostafrika, die Einzelheiten eines Plans zu erörtern, dessen Hauptpunkte sein sollen: die Gewährung eines ansehnlichen Stückes Land, die Ernennung eines jüdischen Beamten zum Oberhaupt der örtliehen Verwaltungsbehörde und die Gewährleistung voller Bewegungsfreiheit an die Kolonie für Munizipalgesetzgebung und für die Ordnung der religiösen niid ausschliesslich inneren Verwaltungsangelegenheiteii; dieses örtliche Selbstverwaltuiigsrccht muss indes das Recht Sr. Majestät Regierung unberührt lassen, eine allgemeine Oberaufsicht zu üben. Es ist zur Zeit unnötig, die Einzelheiten der Bedingungen zu erwägen, unter denen das Land bewilligt werden würde, ob dies in Form eines Verkaufs oder einer Pacht geschehen würde, aber Seine Herrlichkeit nimmt an, dass kein Teil der Vcrw altungskosteu der Siedelung Sr. Majestät Regierung zur Last fallen w ürde, und letztere würde sich das Recht Vorbehalten, das Land wieder in Besitz zu nehmen, wenn die Siedelung sich als Misserfolg erweisen sollte. Ich bin, sehr geehrter Herr, Ihr ganz ergebenster Clement Hill. In der Sitzung von Mittwoch, 26. August wurde die Wahl einer Kommission behufs Entsendung einer Expedition für die Erforschung des von der englischen Regierung für die Ansiedelung von Juden in Osiain’ka In Aussicht gestellten Gebietes mit 295 gegen 178 Stimmen beschlossen. #) Erster Vorsteher der Abteilung für die Schutzgebiete im Ministerium des Aeussern.