Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VIII (1903)
- Issue
- Heft 32 (7.8.1903)
- Date
- 1903-08-07
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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i No. 32. JTIidisclie Riindsoliau. Seite 337. teien.erzielt werden wird. Energischer und einschneidender in das Eigentumsrecht der Besitzer von Sitzplätzen greift der Vorstand in Schwerscnz ein. Er hat mit Hilfe der Rcpräsentanten beschlossen, dass die Inhaber von Sitzplätzen in der Synagoge ihres Eigentumsrechtes verlustig gehen, sobald sic aus dem Vorstand der Gemeinde scheiden. Wohl liaben mehrere Interessenten gegen diesen Beschluss Protest bei der Regierung in Posen erhoben, doch hat diese den Protest abgewiesen. ,Manchmal werden aber die Lasten grösser und die Juden sind die Gelackten. So ist cs ihnen in K׳olraar I. P. ergangen, wo sie um ihres lauteren Deutschtums willen die ״konfessionellc" jüdische Schule opierten. Als im Jahre 1898 die hiesigen konfessionellen Schulen in eine Kommunalschute utngewandelt worden, willigte der jüdische Schulvorstand ״bedingungslos" in diese U nt Wandlung, ohne zu bedenken, dass die jüdischen Gemeindemitglieder damit grosse Verpflichtungen übernehmen, da sie nun für d׳c sämtlichen H Lehrer der Stadt die Beiträge zu leisten halten. Nachdem jetzt ein Zcntralschulgebäude mit 16 Klassenzimmern mit einem Kostenauiwande von 110000 M, wozu die Regierung den 3. Teil beisteuerte, errichtet worden ist. wurden die einzelnen Schulgrundstueke meistbietend verkauft, darunter auch das bisherige jüdische Schulgebäude, das unmittelbar neben der Synagoge belegen ist und einen gemeinsanteit Hof sowie eine Auffahrt mit der Synagoge hat. Um nicht in Grcuzstrcitigkeiten zu kottmteit, wird die Gemeinde gezwungen sein, das Sclnilgrundstiick für 9010 Mk. zurückzukaufen, so dass der bisherigen Belastung eine neue wesentliehe hinzugefügt werden wird. Dass selbstverständlich kein jüdischer Lehrer je angesteüt werden wird, dafür werden schon die jüdischen Stadtverordneten sorgen. •- ln Ergänzung unserer Notiz aus lnowrazlaw, betr. ..Eigentunisrecht‘• ist initzuteilcn, dass der hiesige Vorstand mit den Repräsentanten im Jahre 1S99 denselben Beschluss vefasst hatte, wie jetzt der Vorstand in S c h w c• r s e 11 z. .,dass die Inhaber von Sitzslätzen in der Synagoge ihres Eigentumsrechts verlustig gehen, sobald sie aus de:.; Synagogenverbände der Gemeinde scheiden" Ein nach verzogenes Gemein Jemitglied erhob aber gegen die Korporatlnnsgcnieindc Klage und erzielte in beiden gerichtlichen Instanzen ein obsiegendes Urteil Die Gemeinde hatte die nicht unwesentlichen Geriehtskosten zu tragen. Eine grosse hebräische Enzyklopädie für allgemeines und jüdisches Wissen wird in Warschau vorbereitet. Der Gedanke wird seit langer Zeit in zionistischen Kreisen erwogen. Herausgeber ist der Redakteur von Hazephirah, Herr N. Sokolow. Pecsonalnaclirfclit. Unser bewährter Gesinnungsgenosse. Dr. Julius C i t r on ist zum Assistenzarzt der Reserve ernannt worden; wozu auch wir ihm unseren besten Glückwunsch s«1dcn. ״ . . ״ . Unser Gesinnungsgenosse Dr. Max N o r d a u in Paris lut das Kommatideiirkrcuz des griechischen Erlöstrordens erhalten EssSi* | Für unsere unglücklichen Brüder § s In Kischinew. | Sammlung der Mainzer Ortsgruppe (Schluss.) Herr Karl Nathan in Mainz . . . ... . . 10,— Mk. Gewonnener Prozess Tischgesellschaft Lippmann in Mainz . . Gemeinde Hot heim . . . . . . . . Krankenpflegervercia in Eürteld Gemeinde Laubuseschbach. 3,— 10.- 50,— 530 In No. 26 der ״Rundschau‘* von der Mainzer Orts.־ gruppe bereits angewiesen•. .. 93.80 Mk. ״ 1625,95 h e zusammen 1719.75 Mk. Den Spendern sagen wir auf diesem Wege r z 1 i c h c p Dank. Nationalfond. ב . Z. von S k a t s p i e I e ru. .) Rabb. Dr. Meyer- Regensburg (Porto) .) Anstatt Telegramm zur Hochzeit Aronh c i m -F r c y in G l e i w i t z von Rabbiner Auerbach in Wronkc und Dr. Heinrich Loewe M» . —,16 ., *, 0ה, Gesamtsumme 2,06 Mk. I Briefkasten der Redaktion. E. in Wildbad. Gegen den halb versteckten Angriii uns zu wehren, der darin liegt, die Zahl der Schekelzahler nach unten zu redigieren, fühlen wir uns nicht veranlasst. Dein Renegaten ist der Hass gegen die verratene Gruppe eben von der Natur rnitgegebeu. Herzlichen Dank und freundlichen Gruss. S. in K. Freundlichen Dank für die Mitteilung, dass Dr. Fränkcl und Redakteur Stark aus Kopenhagen nach Schweden gereist sind, um die dänischen und schwedischen Zionisten zu einem skandinavischen Zioaister.bunde zusammcnzuschlicssen, der aut den! 6. Kongress schon durch zwei Delegierte vertreten sein wird. Sch. in Ch. Der Reiehsunzeiger bringt, wie Sie uns mitteilen, im Handelsregister folgende Bekanntmachung: ״Der Patentanwalt Albert Itzigschn, Berlin, hat den Faniilicnnamen E 111 o t angenommen. Berlin, den 9. Juli 19*33. Der Präsident des Kaiserlichen Patentamts: In Vertretung: Delbrück." Ihrem Wunsche, unsere Meinung darüber Ihnen zu äusserii, kommen wir durch folgende Rcminiscenz nach. 111 dem kurischeu Städtchen G o l di n g e n liess sieh ein gewisser Itzlgsohn taufen und nahm dabei den Namen lllls an. Seitdem ist der alte bekannte lateinische Spruch vom Wandel der Zeiten im Munde der Lateiner Gold Ingens iolgcndermasseu variiert. ..T einpora mutantur, I ׳. ז-! g s o h 11 u s m u t a t u r 11 ו Ulis!" Besten Dank für Ihr Interesse und freundlichen Gruss! Der Jüdische Buch- und Kunstverlag in Brünn errichtet in Basel zur Zeit der Verband-. lungen des VI Kongresses ein Korrespondenzbureau, welches über die Kongresssitzungen zweimal täglich ausführliche Mitteilungen herausgibt und versendet. Wir sind überzeugt, dass diese Neuerung allseits mit grosser Freude begrüsst werden wird. Unser Unternehmen ist geeignet und berufen, das Interesse für den Kongress in den weitesten Schichten zu tragen und diesem möglichst rasch zuverlässige und umfassende Nachrichten zu vermitteln. Der Buch- und Kunstsverlag in Brünn nimmt jetzt schon Abonnements entgegen. Der eingezahlte Betrag von 3 Rubeln für Kussland, 7 Kronen für Oesterreich-Ungarn, 8 Mark für Deutschland, Frk. 8*50 für die Schweiz, Frankreich, Rumänien u. s. w. berechtigt zum Bezüge der Kongressmitteilungen, welche zweimal täglich frankiert an die Abonnenten abgeschickt werden, so dass die Interessenten sofort über die Verhandlungen informiert sein werden. _ Bestellungen und Abonnementsbeträge sind zu richten an: Jüdischer Buch- und Kunstverlag. Brünn. Hochachtungsvoll Jüdischer Buch- und Kunstverlag, Brünn.