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Jüdische Rundschau · 1903-06-19 · Heft 25 (19.6.1903) · page 15

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 25 (19.6.1903)
Date
1903-06-19
Page
– (sequence 15)
Language
German
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No. 25. Jüdische Hundschau. Seite 253. .'.'I. Breslau. 7. Mai!903. 10. Komp. R. 11. Herrn Haupt• mann, Handlungskommls, Breslau, mit der Mitteilung, dass der Hcrj; Hauptmann auf ihre Einstellung als zweijährig Freiwilliger bei der Kompanie vsrzichtet, da Sic Jüdischen Glaubens sind, welches die Kompanie erst nachträglich erfahren hat. Anbei Meldeschein zurück. Im Aufträge gez. Klossa. II. An den Herrn Kommandeur des 2, Schles. Grenadierregim. No. 11, hier. Breslau, 18. Mai 1903. Das umstehend abschriftlich mitgeteiltc Schreiben geht uns zu. Bevor wir dasselbe veröffentlichen, gestalten wir uns die ganz ergebenste Anfrage, ob Bestimmungen existieren, welche der Einstellung von Juden als zweijährig Freiwilligen hinderlich sind bzw. den Verzicht des Hrn. Hauptmanns rechtfertigen. Mit ausgezeichneter Hochachtung ergebenst Die Redaktion des Jiid. Voks- Mattes. III. Grenadierregiment König Friedrich III. (2. Schles.) Nr. 11. Was die Form des abschlägigen Bescheides anlangt, kann das Regiment dieselbe nicht billigen. B c s t i m m u 11 g c n da! über, dass Leute Jüdischen Glaubens als zweijährig Freiwillige nicht eingestellt werden dürfen, existieren nicht. Die Beantwortung war Umstände halber nicht eher möglich, v. Rohrscheidt. Breslau, wo dieser Briefwechsel stattgehmden hat. liegt nicht in Russland oder Rumänien, sondern in Freussen. Uebrigens ist der Briciwechsd ja auch in Preussen gar nicht so etwas Absonderliches. Es ist für uns nur eine neue liiustration zu der Tatsache: Der deutsche Jude dient beim Militär, wie jeder andere. Der ״Pole“ wird ohne weiteres Offizier, der Jude bekommt nicht einmal die ״Knöpfe‘‘. Der deutsche Staat steht eben nicht auf dem veralteten Jüdischen Standpunkte צדק תרדוף Persönliches. Unsere lieben Gesinnungsgenossen Zahnarzt Hugo Schachtel und Frau Frieda, geb. Schachtel, in Breslau sind durch die Ankunft eines erstgeborenen Eli Theodor Schnell tcl erfreut worden. Wir sind uns bewusst, im Sinne vieler Gesinnungsgenossscn zu handeln, wenn wir der Familie Schachtel die herzlichsten Glückwünsche aussprechen. Sprechsaal. Für Jie .MIttc>:u;1£en an dieser Stelle ßhernirarnt die I tion des Blittrs nur die preis gesetzliche Vcrantv.ortli; :da Je- Wit, der Sache ernst ujid aufrichtig meinen, ihre Mithilfe dadurch praktisch betätigen mögen, dass sie ihre Kinder dem Berufe der Bodenkultur zufübren, um somit eine Oeneration erstehen zu fassen, die imstande jst, dereinst praktisch mit dngreifen «1 können und so die Erreichung des Zieles ganz erheblich zu ei leichtem. . #—* — *—. # Golusblüten *59 Die Berliner ״M o r g e n p 0 s t“ bringt folgendes Inserat: Heirat. Bin 28 Jahre alte kinderlose Witwe, stamme aus vornehmer jiidischer Familie. Vor 10 Jahren, bei meincr ersten Heirat, übertrat ich zum Christentum. Familienverhältnisse halber möchte ehestens, womöglich nach Ausland heiraten. Besitze ein Barvermögen von 400 000 Mark. Anträge nur mit voller Adresse von ernstdenkenden Herren unter ״Ernstgemeint“ postlagernd Temesvar erbeten. A110nym zwecklos. Diskretion verbürgt- Das wäre etwas iiir den verarmten Adligen preussischen Uradels (Freidenker), dessen Inserat wir vor 3 Wochen brachten. Scjion ״getauft”, besser kann er cs gar nicht finden. Und gleich ״vornehm“ sind, doch gewiss beide Familien. Und 400000־ Mark, das lohnt doch das Freidenkern und den Freider.ker. * r f; i i. :>. 1,1 , CO i m g?^8־ j*. ger Durch die Schuld der Druckerei wurden in vo Nummer die beiden Rubriken ״Nationalfond“ und ״Für unsere Brüder in Kischinew“ so durch einander gerüttelt, dass wir uns genötigt sehen, sie in dieser Nummer noch einmal zu wiederholen. Kischinew. Wandsbeck, den 7. Juni 1903. Als eifriger Anhänger des Zionismus erachte ich' cs als heilige Pflicht, die edlen zionistisehen Bestrebungen nach Kräften zu umerstützen; dem! wer Augen hat zu sehen und ein jüdisch fühlendes Herz besitzt, der muss sich sagen, dass nachgerade jede Rettung unseres hartbedrängten Stammes ausgeschlossen ist, wenn nicht die hohen ynd edlen Ziele des Zionismus verwirklicht werden sollten. Aber diese Ziele werden und müssen erreicht werden; denn in unserer wunderbaren Erhaltung bis jetzt liegt die Garantie dafür. E$ handelt sich nur darum, alle Kräfte dar 11 zu setz.en, dieses Ziel zu beschleunigen. Und hierzu ist wiederum erforderlich, dass alle cdeldenkenden Juden endlich einsehen, dass auch heute noch und überall עובח־יס עלינו לבלורדנו und dass nur durch Aufbietung der eigenen Kraft הקב״ה יצלינך מידם Obgleich ich schon längst die zionistische Bewegung eitrig verfolge, die einschlägigen Schriften mit Interesse lese und aufrichtigen Anteil an der Zionssache nehme, so steht es mir, der ich erst Mitglied werden will, nicht an, mit Ratschlägen zu kommen, jedoch bitte ich Sic, es meinem Eifer zugute zu halten, wenn ich mir dennoch erlaube, unsere Gesinnungsgenossen auf ihre Pflicht hinzu weisen, bei jeder Gelegenheit, wenn die Rede von Kischinew oder Antisemitismus überhaupt ist, immer wieder unverdrossen und unermüdlich die hohen Ziele des Zionismus zu zeigen und so in FrivatgespräeUen den Boden für unsere Bewegung zu ebnen und empfänglich zu machen. Schriften und Ro-dpu können derartige Gespräche zwar nicht cisetzen, aber eine gute Vorbereitung sind sic. Es gelingt .meistens, die Vorurteile zu zerstreuen und ein gewisses Vcr- ’slfindnis für die Sache zu wecken. Nicht selten w׳erden auch positive Resultate zu erzielen sein. Die wenigen Gesinnungsgenossen am hiesigen Platze haben sich dieses jetzt zur Aufgabe gemacht. Ein zweiter Vorschlag, in welchem ich durch die in Ihrem Blatte besprochene Idee einer Nationalschule bestärkt werde, geht dahin, dass diejenigen gutsituierten Zionisten, die eS mit Ortsgruppe G r 0s s - $ t r ehl i tz, 2. Sammlung Dr. Julius Katz .. J . . z Assessor Dr. Walter M unk ... Tabakschneider Aron B r o d s k y . . Jüdische Gymnasiasten Krotoschin Frl. Martha Epstein und Fr!. Toni Gold Schmidt, Duisburg, 2. Rate gesammelt Referendar Epstein, Duisburg. 3. Rate;. B. Jacoby, Berlin .... C. Kaiser, Berlin ges. . . . Ungenannt . Gymnasiasten . . . . . F rl. A. (L.) Regensburger Zionistische Ver einig ung.!Spezifizierte Liste folgt) (L.) Gesammelt in der Jüd.-Mus.-Vg. durch H. Hirsch... v. Martin W o I f e n s t e i n F. J. Berlin .............. L. M.. Berlin ..'. . S. Jacob, Berlin .. Von V.J.St.-ern in Kiel.. . . S c h c r e k. Posen .. Pensionat Archenhold. Paul J a f f ö, Berlin. ־־.53 ,, ־־*,5 ״ ׳ ,1 ,. —,80 ״ 7,50 ,. -,4 217,50 ,. 34,— Mk ״ ־—,3 ., -.10 ., -,2 .. -,1 ., -,21 ., —,400 3- 2.- 1.— 1.- 3,- l.~ 25.50 1.— o #* Gesamtsumme 876,50 Mk. . Für die Waisen in Kischinew. (Nach Vorsch lag des Ingenieurs Ussischkin.) II. Samlung der ״Breslauer Zionistischen Vereinigung: S. L. 4.—, G. Fr. 10,—, L. Gr. 3,—, M. K. 5.-, H. Ch. 3.—, d. O. L. 2,30, Fr!. Tina M oses- Thom 2.—. Ungenannt 5,—, Ungenannt 2,—. . . » Ungenannt 5.—. L.. B u r s t e i 11 2,50, J. Adam r

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