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Jüdische Rundschau · 1903-05-15 · Heft 20 (15.5.1903) · page 14

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 20 (15.5.1903)
Date
1903-05-15
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 194, No. 20 JTii<]ie<*11e Hitudschau. gibt Man wäre versucht, dem dänischen Staat um seinetwillen eine Einwanderung von 50 000• russischen Juden 7u wünschen — und warum soll die nicht noch kommen können? Dann soll er seine Tiraden von der Allduldsamkeit der Dänen wiederholen! Dass er konsequent die Mischehe als Ideal hinstellt, und selbst nach diesem Ideal gehandelt hat, ist natürlich, und der Zentralerem druckt das skrupellos. Kurz, wir wünschen dem Artikel weiteste Verbreitung —. werden auch selbst nach Kräften In diesen» Sinne wirken — weil er, als Muster der haarsträubenden Unklarheit über die Grundtatsachcn unserer jüdischen Existenz, wie sic auch in» Zentralverein allenthalben zum Vorschein kommt, eine glänzende Propaganda national-jüdischer Ideen ist. | ten Kampf mit dem Wald indessen sehr gut bestanden und finden sich jetzt durchweg in recht behaglichen Verhältnissen. Der Ort hat eine Ackcrbauschulc gegründet, cs besteht schon Industrie dort und die gedeihliche Fortentwickelung der Kolonie scheint ausser Frage zu stehen, usw. Die palästinischen Kolonien haben zusammen kaum soviel gekostet, wie diese eine amerikanische Grossgrundbcsitzerknionic und haben doch einen ganz andern Erfolg gehabt. Aber wir gönnen der Ika gern die Reklame. .... Kleine Chronik. - Auf geringer geistiger Höhe standen 2 Versammlungen, die in» Laufe der letzten Woche in Berlin stattlanden. Zunächst hielt der Hiltsvcrein der deutschen Juden eine Versammlung ab, in welcher Justizrat Cassel und Herr Bergei die Ziele des Hilisvcrcins klar legten. Der Name des Herrn Justizrat Cassel als Vertreters spezifisch jüdischer Interessen zieht in Berlin nicht, aus Gründen, die wir hier imerörtert lassen wollen. Vielleicht findet der Hilfsverein doch für spätere Veranstaltungen Vertreter, von denen anzunehmen ist, dass, wenn sie den deutsch-nationalen Standpunkt denn wirklich so sehr betonen, auch der jüdischen *Konfession" in ihrem Familienkreise Geltung verschaffen. Die zweite Versammlung war eine Vcr- Sammlung, in welcher Herr Oskar Berlin aufeefordert wurde, die Demission als Repräsentant zurückzuncluncn. Wir haben ui! verholen unsere Ansicht ausgesprochen, dass Herr Berlin keine Veranlassung hatte, sein Mandat niederzulegcn. Hat er cs aber einmal getan, und man wollte die Sache redressieren, so musste inan cs anders anfangen, als durch eine unter Aus- Schluss der Ocffcntlichkcit tagende Versammlung, inszenier; von einem namenlosen Komitee. Den Vorsitz der Verstimmlung führte Herr S• Wcdcll. Sapicnti sat. Im Interesse des Herrn Berlin hätten wir gewünscht, dass die Sache unterbi'cben oder aber in würdigerer Weise vor sieh gegangen wäre. In Marseille hat eine neue jüdisch-französische Zeitschrift ״Le flambeau ü'Israil“ (״Die Flamme Israels") zweimal mo!13tlieh zu erscheinen begonnen Die Zeitschrift wird speziell die jüdischen Interessen in Siidtraitkreich, Algier und Tunis vertreten. Auch in Rumänie)! beginnt nach der Meldung des ״Haycoodi" eine neue hebräische Wochenschrift ..Hakedcm“ (..Der Osten“) vom Mai an zu erscheinen. Von einem Vertreter des ״Schwarzen Kabinetts“ in Kowno wurde Minsk besucht. Er hielt in der Synagoge mehrere Rcdqn. in denen er den Zionismus als eine schändliche Störung und Religionsverlctzung. als eine Ketzerei und Häresie und die Zionisten als erbärmliche Ketzer bezcichnctc- Er fand jed״ch keinen Beifall, da fast diet ganze jüdische Bevölkerung in Minsk zionistisch ist. Zum Schluss teilte er mit, dass jetzt auch in Minsk ein ״Schwarzes Kabinett“ gegründet werde. Diese Gründun״ wird von den ״M a c h s i k c - H a d a s". den organisierten ..Orthodoxen", unterstützt. Die Mittel hierfür werden von einigen Odessaer Kapitalisten hergegeben, die alles, andere nur nicht fromm, aber umso eifrigere Antizionisten sind. Speziell bestellte Redner fahren herum und führen die Propaganda gegen de.» Zionismus. Bis jetzt war Kowno ihr Zentrum, jetzt soll cs Minsk werden. Dieser Tage wird noch ein zweites Mitglied dieser Organisation * - der bekannte Poltawaer Rabbiner — nach Minsk kommen, der bei den Zionisten nicht genug כבוד fand. Eür uns ist es ebenfalls mehr כביד, dass er nicht mehr zu den Zionisten gehört. Zuweilen hat die Ika das Bedürfnis, ihre Vortrcftlichkeit der Welt zu zeigen. Dann liest man von ihrer Kolonie Woodblne. Jetzt wird folgende Mitteilung durch die liberalen Blätter gejagt: Die jüdische Kolonie Woodbinc in New-Jcsey ist soeben von der Gesetzgebung mit Stadtrcchten ausgestattet worden und sie soll jetzt der einzige Ort der Welt• seüi, der ausschliesslich von Juden verwaltet wird. Die. Kolonie besteht nunmehr zwölf Jahre und hat ilire Gründung der Einwanderung russischer Juden zuzuschreiben, die siel» vor den Verfolgungen anfangs der neunziger Jahre nach Amerika retteten. Es wtirden aus dein Baron Hirschfonu Mittel zum Ankauf eines Lar.u•• komplexes mit einem Flächenraum von etwa 6000 Morgen bewilligt, der jetzt zum grössten Teil urbar gemacht worden ist. Die ersten Ansiedler hatten in der Wildnis viel auszustehen. sie haben den von so vielen amerikanischen Ansiedlern gefüllteine Mitteilungen. 0 0 0 0 Die Bibliothek der Jüdischen Gemeinde, Oranienburger- Strasse 60'63, ist von jetzt an geöffnet: woehcntäglicli von!1- 2 Uhr, ferner Montag, Dionstag. Mittwoch von 6—9 Uhr. Die Jüdisch-Musikalische Vereinigung veranstaltet am Sonntag, dem 21־. d. Mts. eine musikalische Soiree zum Beste« unserer unglücklichen Gloubcnsbriider in Kisehinew und Ti raspol 71 der hiermit erg. cingeladcti wird. Näheres folgt. עי cי י2י ה לי ל׳ לי לי הי לי לז לי לי ל׳ לי יד רז יד ל׳ ס לי לי יד לי ל׳ לי?ר ״ A, A A A * “ A A A ■A! Ä ״ A A A * A A * A A A A ' V I I I I I I II I I! I I I I I I II M I I I t X X X d, X X X X X X X X X X X X X. X X X X X XX XX X X X x X X X X X ff-? Briefkasten der Redaktion. N y V V T V V T Y T V T? V Y Y Y T Y Y Y Y Y Y Y Y Y Y Y Y? Y Y Y Y Y V v V % v V %•' v״ V v V ,V v V »' V V V V w A V V' Im* «,4 W * 4 | i «■4 W! Strassburg. Können beim besten Willen Raummangels i halber den Bericht nicht mehr in dieser Nummer bringen. Ja. wctut er wesentlich kürzer wäre. Kommt in nächster Nummer. Zionsgruss. Regensburg. Haben dafür leider keinen Raum. Glikirt. Um irdl. Angabe seiner Adresse wird Gesinmmgs- Glikin gebeten. Zionsgruss. Zur geil. Beachtung. Für die zahlreichen sinnstörenden Druckfehler in der letzten Nummer der Rundschau ist unsere Redaktion nicht verantwortlich, da sic alle Korrekturen tadellos der Druckerei übermittelt hat. Zu dem Feuilleton in voriger Nummer hat die Druckerei auf eigene Faust den Namen eines Autors hinzugefiigt. Nationalfond. 1 M. Hör. gcs. Monopol . Fabrikant Kant e r, Strassburg .... P!1 i I o s o p h i n aus Odessa .... Hochzeit des Frl. Bertha H i r s e h 111a 11 n, Mainz tu t Herrn Sch w a r 7 w ä c 111 e r. Karlsruhe . Fiat» Bertha Oppenheim, Marburg Frl. Johanna Oppenheim . . . . . Julius Oppenheim . Paul L o e w c 11 s t e i 11 . . . . . L e s e g e 1 d f. A 11 n e 111 a 11 J . . . eand. dient. Epstein .. Lehrer Reinhard . Diverse Gcs. Hör. Cafe Monopol. Nicht angenommenes Honorar Frau Grete Gewinn einer Wette L. M. Die beiden schwersten Berliner Zionisten rieh taxiert. Ergebnis .. ycrlorcnc Wette, G. B., Gleiwitz . . . Verlorene Wette, 3. L.. Gleiwitz . . . (L) Von Frl. B. u. S. Majcruwitscli. Pr. E. Lcszy nsky (Berlin) und Rabb. Dr. W. Lcwy (Ntustetiin) .. Hermann Struck, statt Telegramm znm 70. Geburtstag von Prof. Dr. A. Berliner .... Stau Telegramm zur Hochzeit von Frl. F. A. mit Dr. II. F.. von Herrn Refr. W e y l - Viersen . Sammlung Cafe Bauer, Königsberg, durch Sambu rskv . *UO 3,30 ־,1 .12 50,— 50- 50,— -,50 2. ~C I.־ I g ״ —,2 3,12 Mk. ״ 50,— ״ - .1 Lao ,, -,50 *« ,, 00, ׳ — 4.95 3.- t Summa 50,52 Mk.

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