Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VIII (1903)
- Issue
- Heft 12 (20.3.1903)
- Date
- 1903-03-20
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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'%>'*,? p' *4* י 4 .1 r Seite iJ2. r - .JUdisclie Rundschau 124 f i * vimi indischen Jüngling- und Junglratien-Vereinen, in denen das! י Interesse־!Qr indische Abgelegenheiten erhalten und gepflegt ־werde. erörtert und die Einrichtung solcher allgemein empfoh- ‘len; ,Waisrnhatisinspektor Pcritz legte der Versammlung einen. Etitxiurf eines Normal-Kontraktes für “‘,*•'he Religions- IGirer und Kultusbeamte in Ostprcusscn vor und beantragte Ucberweisbng desselben an eine gemischte Kommission aus Oemeindcvjertretcrn und Beamten zur genauen Durcharbeitung und entsprechenden Vorlage an die Schulkommission. - Von den sonstigen aus der Versammlung heraus gegebenen Anregungen und Ai trägen sei noch erwähnt die Ein Setzung einer drclglicderigen Kommission zur weiteren Behandlung der von Herrn Woythaler-AUenstcin gegebenen Anregung bezw. Gründung eines jüdischen Provinzial-Siechen-! hauses. In* Llssa in Posen haben die Vertreter der jüdischen Cierneinde den Neubau der Synagoge beschlossen. Die Baukosten sind auf 2000 10־ Mk. veranschlagt. Durch die Interpellationen zu gunsten der rumänischen Jaden ist zwar deren Lage noch keineswegs besser geworden, aber jedenfalls wird deutlicher erkennbar, was mau in Staaten zu erwarten hat, die über das Gesetz der Gerechtigkeit längst als veraltet fortgeschritten sind. Im ()österreichischen Rcichsrat in Wien richteten die Abgeordneten Dr. Skcdl und Genossen folgende luterpebation an den Ministerpräsidenten: ״In dem von den Grossmüchten unterfertigten Berliner Veitrage vom Jahre 1878 wurde den in Rumänien ansässigen Juden, die eine Bevülkcruitgszah! von ׳zirka •IW 000 Personen repräsentieren, die volle Gleichberechtigung mit den übrigen in Rumänien wohnhaften Nationalitäten garantiert. Trotzdem Wurde durch eine Reihe von Sondervertiigungen von seiten der rumänischen Regierung der jüdischen Bevölkerung sowohl der Erwerb von Grund und Boden ausserhalb der Städte als auch die Erlangung staatlicher Aemter und wirtschaftlicher Berufe unmöglich gemacht. Der dadurch hervorgerufene krasse Notstand in der jüdische.1 Bevölkerung Rumäniens veranlasste im vorigen Jahre die Regierung der Vereinigten Stauten Anicrikas, die Signatiirinäclite des Berliner Vertrages au .ihre Vcrtrugsverpilichtuiigen zu erinnern und sie auf/iifordem. aut der ,Erfüllung der int Sinne der Humanität gestellten Bedingungen zu bestehen. In der diesbezüglichen Note der Regierung von Washington wird hervorgehoben, dass die rumanischen Juden, von fast jedem Zugang zu Erwerbsmitteln ausgeschlossen, umTdiig seien, sich aus der ihnen aufgezwungenen Erniedrigung, die sie erdulden, herauszuhelfen, und dass sie keine andere Wahl hätten, als sich nach anderen Ländern zu flüchten, daher den Signatarmächten des Berliner Vertrages die Pflicht obläge, die rumänische Regierung zu bewegen, die Beseitigung dieser Missständc ernstlich in Angriff zu nehmen. Mehr als ein halbes Jahr ist verflossen, seitdem diese von wahrer Menschlichkeit erfüllte Note Nordamerikas alle pulltischen Kreise auf die Notwendigkeit eingehender Reiormcr, aufmerksam machte; aber trotzdem ist bis jetzt noch immer kein trnster Schritt seitens der Signatarmüchte unternommen worden und nach wie vor sieht man Tausende von armen rumänischen Juden ihr Vaterland verlassen und in die weite Welt ziehen. Der gegenwärtige Zustand hat aber, abgesehen davon, dass er den Geboten der Menschen- und Nächstenliebe direkt widerspricht, auch für Oesterreich, insbesondere für die Bukowina a*s Ürenzland, vor allem für die Grenzstädte der Bukowina, eine hervorragende Bedeutung. Die Unzahl der aus Rumänien sich flüchtenden Juden, welche gänzlich verarmt, in trostlosem Zustande, aller Mittel bar sind, fällt in erster Linie der ohnehin armen Bevölkerung der Grenzstädte der Bukowina zur Last und vermehrt das dort herrschende Elend. Es ist daher die höchsti• Zeit, dass sowohl mit Rücksicht auf die Humanität im al'gcmeineii als auch im rein österreichischen Interesse in diesen Verhältnissen Wandel geschaffen werde. Die Gefertigten stellen daher die Anfrage: I. Ist Sr. Exzellcnz ..bekannt, ob und welche Schritte das Ministerium des Aeussern gemacht hat, um die rumänische Regierung an dir Erfüllung der im Berliner Vertrage iihertiomntcucn Verpilichtungen zu mahnet! und deren Erfüllung zu sichern? 2. Was gedenkt ׳Sc. Exzellenz zu veranlassen, dass in dieser so dringenden Sache eine Remedur geschaffen werde?“ Persönliches. Der frühere Kaufmann, Herr S. David, Berlin, Üretiadicrstr. .LJ. Mitglied der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, beging am 17. März d. J. seinen 90. Geburtstag. Lustige Ecke. Zu den letzten Debatten über die Pilicht des christlichen Hauptmaims, für das Seelenheil seiner Soldaten zu sorgen, wie Abg. Graf Roon dies wünscht, wird folgende Anekdote aufgefrischt:. Hauptniann: Wie heissen Sie? Soldat: Friedrich Schultze. Hauptniann: Stand und Konfession? Soldat: Kaufmann; Dissident. Hauptmann: Sind Ihre Eltern auch Dissidcnten? Soldat: Ja. Hauptniann: Ihre Grosseltern auch? Soldat: Nein; die waren evangelisch, Hauptmann: So, so! Na, altci Freund, mm will ich Ilinen was sagen. Wir haben jetzt 9 Uhr. Um 12 Uhr melden Sie sieb bei mir. Wenn Sie sich dann nicht eine anständige Konfession angeschaiit haben, werden Sie zu den Juden geschrieben. Verstanden? Wegtreten! Nationalfond. Hermann S t r u e k ־ Berlin (Inhalt der Sammclbiiehse) .10.- Mk. Zionistischer S t a m in t i s c 11 im Cafe Multipl ex, Köln a. Rhein .. 15,- M i t t w o c h - K r ii n z c 11 e 11 Prenzlau . . . 6,50 .. Herrin an 11 in Synagoge Ahawat-Zion ' ...!, ״ Ligebnis einer Sammlung d. L. R. von Zionisten und Niciitzionistcn (Produkt der Purim- Stimmung) .• . . 8,— ,. Eingesandt durch Dr. Qoldberg-Bad Neuena 11 r ־ Berlin: Lmii Rosenzweig. Breslau . Erl. Rosenblatt, Zürich . .. Durch ״Herrn N a t i o n a I f o 11 d“ E. J. ... ״Di rege Id" für Jüdisch-deutsche Lieder auf dem Purimkostiimfest, vornehmlich durch .,Herrn N a t i o n a I: o n d“ E. J. gesammelt .... Pfeimig'Sammlung ... Insgesamt durch Dr. Goldbc.rg . . . . Louis Sichert, L.andsberg a. \V. . . . . . Dr. Julius K a t z - Berlin: nicht angenommenes Honorar ..!..... Fräulein Jenny Abraum w s k'y, gesammelt an-' lässlich der Goldenen Hochzeit von Herrn und, Erau Bade im Hause Breslau . . . . Hermann L ö b in Butzbach .. 1.- 1,50 11.50 0,70 16,--' . 13.75 5,50 1. Summa 77,511 Mk. Die in •No. 11 quittierten 20 Mk. in der Dr. Goldberg*- sehen Sammlung sind nicht von Ehrhardt, sondern von El an E 1 i e s e E b e r 11 a r d t gespendet worden. r»v ה׳ r? ■5» 5 ה׳» v i7 r יי •ד?׳ הי ק הי י•׳ י־׳ ד ד # הי ד הייל! ק ק ק ק קו לי הי ד יד; הי י׳, x%-# X X *l J# XX X X X' X X X X »l Ji »,1 XXX X v* X X X X X tffX X X X X * ״ * י״־^ן # i י l bi Briefkasten der Redaktion. U C5-:!•3׳ feYYYYYYYTYYHYTYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYYY V>1 £» Ci gi Ci gl Ci Cr ■^■<4 C.C! C< C. C, C, C, C. C. >.4 C. C. C« C. C. C« C, C» C. »j C.C . « i Die Berliner Gesinnungsgenossen werden ersucht. Adressen von Schöneberger Juden, von denen sie glauben, dass man sie in zionistischem .$itme beeinflussen und vielleicht gewinnen könnte, baldigst an Herrn Dr. Losz v n s k y, Berlin W., B a y r e u 111 e r s t r a s s e 36, zu übermitteln. L. L. in M a i 11 z. Ihren Brief haben wir an die Expedition weiter gegeben. Zimmgruss. W. in Halberstadt. Pas S t e i n b e r g’schc Wörterbuch ist für praktische Zwecke ganz ausgezeichnet. Die Nummern werden Ihnen gleichzeitig /!!gesandt. S. in Königsberg. Der Bericht stand sehr ausführlich in Nummer II. R. B. Nein. Dr., Klee ist vom 24. d. Monats bis zum 1. Mai verreist. Als Adresse für dringende Angelegenheiten hat er der Redaktion bezeichnet: Rom, Hotel Quirin al. In allen Sachen des Distriktsbürcau Berlin wenden Sie sich bitte in dieser Zeit an Dr. liantke. \V״ C h a r l o 11 c n - Strasse 70. Besten Gruss. Veröi^örtlichÄedäkfceur: DtTäTfurlifh L 00־ wo, VeriaifÄUch•ßaadüliaoiBrö^mTb־. R Berlin C, 2׳i, Aoguststr. 49ft# Druckt F. Lonz <t Comp,! GK m4 b, ET« Berlin 0. 27! Holztunrkistr, 4. "-י*»;*