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Jüdische Rundschau · 1903-03-20 · Heft 12 (20.3.1903) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 12 (20.3.1903)
Date
1903-03-20
Page
– (sequence 11)
Language
German
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■^דימך• igf/t:■my!wn»»>1n■» ו««"יי11 No. 12 # JtidlBclie Kiindschau » Seite ,107. * ■r * r ■fl" -—-ך— wir uns genötigt, den Redaktionsschluss von Dienstag Abend auf Dienstag früh zu verlegen. Wir richten zugleich an alle Ortsgruppen, insbesondere die Schriftführer, das dringende Ersuchen, ihre Einsendungen mögliehst frühzeitig in unsere Hände gelangen zu lassen. Bei Mitteilungen, bei denen es darauf ankommt, dass sic hoch in der unmittelbar erscheinenden Nummer zum Abdruck kommen müssen, darf das Manuskript unter keinen Umständen später als Sonntag früh in unsere Hände gelangen. Alle für den Inhalt des Blattes bestimmten Sendungen sind ausschliesslich an die Redaktion, NW. 40, Lehrterstr. 14/15, zu richten. D r. H e i n r i c 11 L 0 c w e. Redaktionsschluss: Dienstag früh 8 Uhr. Von dem Hauptbureau des Share-Klubs in London wird gewünscht, die deutschen Share-Klubs in Berlin zu zentralisieren. Es sind Vorkehrungen getroffen, dass die Verausgabung von Share-Marken und Share- Büchern von Berlin aus erfolgen kann. Die Ortsgruppen mögen sich wegen des Bezuges, sowie wegen irgend welcher diesbezüglichen Auskünfte an den Vorsitzenden des Berliner Share-Klubs. Herrn Dr. Zlocisti, Strassburgerstr. 24, wenden. Zionistisches Presskomitee Dr. Alfred Klee; Dr. Theodor Zlocisti; Rechtsanwalt Dr. Arthur H a n t k e, Berlin W. 8, Charlottenstrasse 70. Berlin. Die ״Jüdisch-nationale Frauenvereinigung“ hatte für Dienstag, den 3. März, eine Versammlung nach dem Architektenhause einberufen, in der Herr Dr. Alfred Klee über ..Die Frau und den Zionismus“ sprach. Die Versammlung, die von etwa 400 Personen besucht war, wurde von der Vorsitzenden der Eraucnvereimgun״. Frl. Tauber, geleitet. Sic trug eine von dem sonstigen Gepräge abweichende Zusammensetzung. Man sah sehr viele neue Gesichter, namentlich auch viele Damen aus dem Tiergartenviertel. Der Redner - des Abends entwickelte in seinem Referate die Lage des jüdischen Volkes und die Stellung der Frau in I*־*־־' Cr schilderte die Aufgaben der modernen jüdischen Frauen. ״Wenn das jüdische Leben sich im Niedergänge befinde, so tragen die jüdischen Frauen, die jüdischen Mütter ganz besonders Schuld daran. Die Frauen vor allem haben in den Kindern jenen streberhaften Geist wachgerufen, der immer nur an ein möglichst rasches Vorwärtskommen denkt. Eine falsche Mutterliebe habe sic dazu verleitet, ihre Kinder frühzeitig dem Judentum zu entfremde - 1 aus ihnen verweichlichte, Ideal* lose Charaktere zu erziehen. Ohne Interesse für ernstere Gedanken und Pflichten, für die Pflichten, die sie haben gegen , Ihre leidenden Volksgenossen, schämten sich die jüdischen Frauen ihres״ Judentums und suchten in krankhafter Weise christliche Sitten und Gebräuche nachzuahmen. Anstatt vor allem die altjüdischcn Familientugenden zu pflegen, sei ihr Sinnen und Trachten nur auf Putz und äusseren Tand gerichtet. Wenn wi£. wollen, dass ein neues Geschlecht hcranwachse mit einer Begeisterung für das Judentum, so müssten wir vor allem die jüdischen Frauen für uns gewinnen. Mit warmen, eindringlichen Worten wandte sich der Redner an die anwqscndc» Damen, mitzuarbeiten an dem grossen Bcfrciungswerke, das der Zionismus begonnen hat. In dein Kampfe um die Regeneration des jüdischen Volkstums müssten die jüdisehen Frauen in der vordersten Reihe stehen.“ Stürmischer Beifall folgte diesen Worten des Redners. Es schloss sieb daran eine lebhafte Diskussion, an der sich die Herren Schwarz, cand. phii. Levy. Wagner, Frl. Marcusc beteiligten. In seinen Schlussworten richtete Dr. Klee noch einmal einen begeisternden Appell au die Versammlung, sich so zahlreich wie möglich der zionisfschcn Bewegung anzuschliessen. Der Erfolg des Abends war ein glänzender. Mehr als fünfzig Damen erkläi teil am selben Abend ihren Beitritt zur jüdisch- . nationalen Frauenvereinigung. . wly. Fllehnc. Am Sonntag, dem S. d. Mts. sprach im hiesigen zionistischen Vere:n Herr Dr. mcd. Albert G 01 d b e r g aus Neuenahr über unsere Bewegung. Der Saal war bis zum letzten Platz gefüllt. In 1Mständiger Rede erklärte der Redner die Ziele des Zionismus, erläuterte klar und deutlich das Baselcr Programm und widerlegte alle Angriffe unserer Gegner. Lang anhaltender Beifall lohnte die Ausführungen des Redners. Eine Diskussion fand nicht statt. Nach Aufforderung des Herrn Dr. Goldberg wurden 8 Mk. für den Nationalfond gesammelt. Königsberg. Am 1. d. Mts. hielt Herr cand. pliil. B. Sicw einen Vortrag über Herzfs ״A 11n c u 1 an d“. Die gut besuchte Versammlung folgte seinen Ausführungen mit sichtlichem Interesse und lohnte den Redner durch lebhaften .Beifall. Dem Vortrage schloss sich eine sehr interessante Diskussion an, an der sich mehrere Herren beteiligten. Schwedt a. O. Am Sonntag, dem I. März, hielt Dr. Wilheim L c w y aus Berlin im hiesigen Verein ״Geselligkeit der Freunde" einen Vortrag über ..Die zionistische Bewegung“. Die Ausführungen des Redners wurden von der ■Versammlung mit grossem Beifall angenommen. An 1 u ■ ן ■ t< .1 tut cs dem Judenstaat und seiner Bedeutung Abbruch. Aber jetzt nach 21 Jahren kann man sich kaum noch ein Bild davon machen, mit werchen Gefühlen Pinskers Buch, das wie ein Qcwittcrstrahl in das russische Judentum cinSchlug, In Westeuropa aufgeiiommen wurde. Man^ versuchte es erstlich totzuschwcigeu. und soweit man cs in spezifisch-jüdischen Blättern nicht absolut totschweiecn konnte, ging man möglichst kühl oder gar feindselig über, eine eingehendere Besprechung hinweg. Verhältnismässig freundlich war noch das Urteil in Rahmers Jüdischem Litteraturblattc. Charakteivstisch filr diese wohlwollende Rezension Ist cs, dass der Rezensent ausdrücklich hervorhebt, dass die russischen Juden die ״S t a m m e s g e n o s s e n" des Autors wären, aber beileibe nicht die deutschen Juden. Unmittelbar nach den entsetzlichen sftdnissischen Juden?räucin schreibt diese! Kntiker: ״Glücklicherweise sind die Juden, naclq unserer unmassgebbehen Meinung, keine unglückliche Nation und ebenso wenig — wenigstens kein grosser Teil von Ihnen — ein hctcrogenes Element unter den Nationen.“ Auch hält es der Rezensent für notwendig hervorzuheben, dass ״vor gewissen Dingen ein grosser Teil der Judenbeit, der mit an der Zivilisation gearbeitet hat, für alle Zeiten befeit" sei. Ob sich der Rezensent seiner Kritik erinnert hat, als er von den Bfutlüge״ von Xanten, Skurz und Könitz erfuhr, als er sah, wie selbst das Aer?ste den deutsehen Juden wiederfuhr, was ihren Vorfahren im Mittelalter geschehen war, die Anklage des Kannibalismus, ausgesprochen von Schurken und geglaubt nicht nur von der Menge, son- »•eru nachgcsproehcn von den ..Gebildeten“? Den Zeiten der Völkerverbrüderung, dem reinen Menschentum ist man seitdem nur noch in den Reformsynagogen näher gekommen, wenn auch sogar dort mit immer mehr verlangsamter Tempo. Aber Rabiners Jüdisches Litteraturblatt war, wie schon bemerkt, das verhältnismässig freundlichste jüdische Organ, jfm allgemeinen wurde die Aufoemanz:pation von den halbassimilierten ausländischen Juden, in deren Händen die Jüdische Presse sich befand, totgeschwiegen. Aber es gab eine Stelle, wo sie erwähnt werden musste! Das war die Stelle, wo alle lltterarischen Erscheinungen friedbeh neben einänder stehen sollten, die hebräische und jüdische Bibliographie. Steinschneider musste das Buch aufzählcn. Aber er konnte nicht umhin, von dem Brauche der Bibliographie abzugehen und das..Buch anzugreifen und dam't den Beweis zu geben, dass er den Hauotcrundsatz aller Bibliographie, die unparteiischc Berichterstattung, nicht verstand. Wir drucken deshalb, als ein sehr charakteristisches Zeichen auch der Zelt, seine Bemerkung in Band 21 (1881 82׳׳) des ה מזב!ר Hebräische Bibliographie. red. von Steinschneider, herausgegeben.von Benzian. Berlin 1882, Seite 123,buchstäbiieh ab: , Autoemandpation Mahnruf an seine Stammesgenossen von. einem russischen Juden. (Dr. Plnsker?). Berlin 1882. (3G Seiten). [Geht von der Annahme aus, dass die Antipathie gegen die Juden unüberwindlich(1), also ein jüdischer Staat zu gründen sei. In 1881 המכיד S. 103 schreibt SW«?-*-״■!!f- יי• yyygjji^ - י- \

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