Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VIII (1903)
- Issue
- Heft 11 (13.3.1903)
- Date
- 1903-03-13
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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f י'“ י~ Mk4» j 4.3 .7'1 ״ -' %.״ Sei# ICO;- ״ «XUäisclie MündBcHe.üä No.!?11. seit:;dbiri;vierzehnte!! JaHrhnrklcrt Juden in Mctäcna gegeben half;?־׳>// •>••• --:;;v •: : .•.• .־ ׳‘: Uefee»*“dib von Cecll ׳Rhödas gestifteten Stipendien lässt sich die ״Deutsche Tageszeitung" schreiben: ״׳Plauen, 19.׳' Februar. Zu englischen Zwecken hat Cecll Rhode* bekanntlich Stipendien gestiftet, die es deutschen Studeriteh ‘ermöglichen sollen, drei Jahre ihrer Studienzeit wohlbemittölt an! englischen Universitäten zuzubringen. Nach ZeitunfeSnachrichten sollen sich gegen *100 ״deutsche" Studenten um diese' englischen Wohltaten beworben haben. Infolgedessen hat ein hiesiger antisemitischer Verein eine Erkliirung veröffentlicht, die in flammenden Worten der tiefsten Entrüstung über solche Selbsterniedrigung vor dem englischen Oolde Ausdruck gibt. Da die Angelegenheit das ganze deutsche Volk berührt, so wird verlangt, dass die Naincn der Bewerber bekannt gegeben werden, damit festgestcllt werden kann, ob es sich wirklich um deutsche Jugend handelt." . Wir glauben, zu wissen, dass sich Juden nur in geringer Zanl unter den Bewerbern befinden, bedauern das aber auch aus. dem Grunde, weil wir der Deutschen Tageszeitung den kleinen Aerger darüber schon einmal gönnen, dass auch mittellosen jüdischen Studenten Gelegenheit und Mittel zu einer sach- und: fachgcinässen Ausbildung geboten werden, umso mehr, als man 1*1 England noch immer viel lernen kann. Der Plan zum Bau eines jüdischen Museums in London wird zur Zeit eifrig erwogen. Aehnliche Museen bestehen hereits in Paris und Wien; und die jüdische Gemeinde in Londpn, die allein 60 Synagogen in der Hauptstadt besitzt, beabsichtigt, dem gegebenen Beispiel in Kürze zu folgen. Die Veranstalter, der Bewegung sind sicher, dass zahlreiche in der Metropole lebende reiche Juden, die zum Teil ganz her- ,vorragende Kunstschätze in ihren Häusern autgestapelt haben, diese der Museumsleifung.zur Vertagung stellen werden. Die jüdisch-historische Gesellschaft bringt dem Plane ebenfalls grosse;Sympathien entgegen und hofft, innerhalb eines Jahres substantielle Resultate vorlegen zu können. Petersburg, 12.־Febr. Die russisch-geographische Gesellschai’t hat beschlossen, die synagogalen Melodien, welche unter den Juden Russlands gesungen werden, zu sammeln und lierauszugeben. Ueber die Begriffe Staat, Volk, Nation, Nationalität herrscht in weiten Kreisen auch sogenannter Gebildeter solche Begriffsverwirrung, dass ein Ungebildeter sich schon einmal erlauben darf, sich in diesen Begriffen zu irren. Bei der Spezialuntersuchung der Zwischendeckpassagiere int New- Yorker Hafen fiel dem Berichterstatter des ״Berliner Tageblatts" besonders ein 50 Jahre alter Pole aus Westpreussen auf. Auf die Frage nach einer Nationalität gab letzterer die erstaunliche Antwort ״k a t h 01 i s c h“. Aui die Vorhaltung, dass sich doch das nur auf seine Religion beziehe, nicht aber auf seine Abstammung, machte er die charakteristische Bemerkung: In seiner Gegend wären die. Leute entweder deutsch oder katholisch". O sancta simpiicitas! Dieses als die ״Judenzeitung" par excellence angesprochcnc Blatt merkt gar nicht, welch tragische Ironie darin liegt, dass sie etwa 25 Zeilen weiter oben in demselben Artikel (״Das neue amerikanische Einwanderungsgesetz") konstatiert, dass Russen, Polen, Italiener, die verschiedensten interessanten Nationen .der österreichisch-ungarischen Krone und arme I s ־ racltten (!) das Gros der Einwanderung gegenwärtig bilden. Nationalfond. Ir 6,~ Ir Dr. $ a n d le r - Berlin gesammelt.10.— Frau Jochaimsohn, S.O. Falkensteinsträsse . 1,50 A.-H.j aus Freude über eine Prophczeihung ... 1,— E'ingesandt׳ durch Dr.-Goldberg, Ba'd■ Neuenahr-Berlin: stud. jür. A ron als Abschlagszahlung .... Dr. G 01 d b er g. nicht angenommenes Honorar . ״Herr N a t io na 1 f 0 n d" F. J. für eine benutzte Ehrenkarte . ........... Dr. med. Julius C-itron (Verlorene Wette 50 Pf.: anstatt Telegramm zur Verlobung Richard . Mayer 50 Pf.) . . * * * . I,— ״ Frl. L. für Ansichtskarte ... . . . ז* -'•׳ " Frau Elise Ehrhardt . .' ' . . ..... . 20,-7״ ״ Durch F. J. (Skatabend) . . .... L95 *י Isidor Becker . . . . . ■ . . . .»-—>*?י_׳_•*. Verantwortlicher Redakteur: Dr. HelnrichLoewe, Berlin SS Berlin C. 22. Aagnatstr. 49a. Druck: F. Lenz & Frau Clara Becke r: .1 •.' v % : •. *;" Sally G rodzin . ־. . . :... ....!... . . Alfred Löwj .* N .k . . . . ...... . Alex Sachs . . . ״*., » « <« Frl. Tomaschcwsky* ׳ . .־., / . . : . v Dr. T h. Z1 o c t s t i . . . . ־• -. M. T.. . . . .. .. . . , .;; Frl. Rosa L ö w i ־ Insterburg . . .. . ... . .• D. Ernst L.esscr, für eine ״geschundene“ ärzt. Konsultation bei Dr. J. . . . ־. . : . . . Kr otosch ine r, Breslau . . . . . . . . In F i 1 e h n e nach dem Vortrage von Dr. Goldb e r g durch Frl. A r c n d t gesammelt . . . Pfennigsammlung. Jn Summa durch Dr. G o 1 d b e r g 50,— Mark. Ortsgruppe Gross- Strehlitz (Nachtrag) Abraham J.acobsohh ... ... .... Dr. W i n k 1 e r anstatt Telegramm zur Silbernen . Hochzeit von M. Schragcnhcim und Frau J. H, Wagner anstatt Telegramm zur Silbernen Hochzeit von M. Schragcnhcim und Frau (L.) Rhodope f. Benutzung von Tinte u. Löscher Schiusskneipe der H a s m o n ä a.. . Pfennige B... . . . Dr. E. S. bei der Goslinski’schen Silbernen Hochzeit gesammelt —,50 Mk. —»50 ״: —»50 ׳״; —,50 ״ —»» ■ »50 ״ * —,50 h .׳ ’ 3,- H ״ 75.- ״ ־—,3 ״ —,8 .. 30,- ״ 9,10 ״ 2,65 .. —.1 .. 0,50 ״ 25,—■ ״ 10,25 ,, 0,30 ,. 9,70 1 Summa 101,25 .Mk. *L ■ש 1 L D־ *י ►יי יי* »׳» ין^ןו»ך«י •«j fך4 י* •״ #*■■,» «* k’4» V# % »> % «M!: . S * - » ׳ י 1! Briefkasten der Redaktion, B. Aschwitz. Ob Prof. F r ä 11 k c 1 getauft ist oder können wir Ihnen nicht angeben. Aber jedenfalls ist cm l> zeichnend, dass seine Sohne bei den akademischen Wahlen des letzten und des vorletzten Jahres beide Male für die Kandidaten des Vereins Deutscher Studenten gestimmt kr.:׳.:.!, was seitens dieser Partei mit HohngeLichter begrüsst vurJe. Erinnern Sie sich noch der Worte des ״Reichsboten" bei C>' lcgcnlieit der Besprechung von Bibel und Babel? Zionsgrzss. J. A.-N. a. W. Rezension wäre so wie so in dieser Nummer erschienen. Herzlichsten Gruss. M. Unk. Selbstverständlich sollte es im Leitartikel der vorigen Nummer nicht Galilei, sondern Giordano Bruno heissen. Aber bekanntlich sind die Flüchtigkeitsfehler lediglieh dazu gut, dass sie gemacht werden. Zionsgruss. Auf vielfachen Wunsch wiederholen wir nochmals die geltende Distriktseinteiiung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Wir machen gleichzeitig darauf aufmerksam, dass Anfragen über Organisation und Agitation nur an die Distriktsb‘ureaux• zu richten sind. Diesen Hegtauch idie Aushändigung von Schekelbüchern, sowie die Einziehung der Schekelgelder und־ der Beiträge für die Landesorganisation ob. Die Distriktsbureaux sind zuständig: 1. Berlin für: Ost- und Westpreussen, Pommern, Posen, Schlesien . Brandenburg; 'י .! 2. Hannover für:; Hannover, Braunschweig, Oldenburg,;Hansastädte Mecklenburg, Schleswig-Holstein, Provinz u. Königreich Sachsen, Thüringen und Hessen-Nassau ohne ‘ Wiesbaden und Frankfurt a. M; 3. Köln für:; Rheinland und Westfalen. 4. Mannheim für: Bayern, .Baden. Hessen, Württemberg, Wiesbaden und Frankfurt a.'M. s י 5. Stra sburg für: Eisass Lothringen. W. 40, Lahrterstr. 1*1/15. Verlag Jüdische Rundschau. E. G; ni. b. H. Comp,, G. m. b. H. Berlin 0. 27, Holzmarktstr. 4.!.* ״, •» ־»#•* יי?־י**“ er‘ »־!