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Jüdische Rundschau · 1903-02-27 · Heft 9 (27.2.1903) · page 16

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 9 (27.2.1903)
Date
1903-02-27
Page
– (sequence 16)
Language
German
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/״״■, ׳־«%.* 4.;.י ז '«.£? , Seite 76. tliicli8cl1e Kundscliau, No. 9. gebiete herrscht, hat das Bedürfnis nach Errichtung von Vorschass- und Darlehenskassen ,mächtig geweckt; Das Ministerium des Inneren wurde von Gesuchen tun Erlaubnis zur Gründung solcher Hilfskassen förmlich überschwemmt. Nunmehr hat das »Ministerium eine Verordnung über die Modalitäten erlassen, unter denen die Erlaubnis zur Eröffnung von Hilfskassen im indischen Nicderlassungsgebictc überhaupt erteilt werden könnte. Darnach müssen folgende Forderungen des Minister.'unis erfüllt werden: I. Zwei Drittel der Mitglieder der Verwaltung und des Rates der Hiliskasseu müsset? aus Christen bestehen. 2. Vorsitzende der Verwaltungen und Kuratoren der Vorschusskassen dürfen nur Christen sein. 3. Die Vorschusskasse darf nur Immobilien belehnen, welche sich in den Mauern der Stadt befinden. . . . Aber alle drei Forderungen des Ministeriums sind sehr schwer, itt vielen Fallen sogar ganz unmöglich zu erfüllen. 1111 jüdischen Niederhssungsgebicte sind viele Gemeinden vorhanden, welche fast ausschliesslich aus Juden bestehen, zwei Drittel von Christen in der Verwaltung einer Hilfskasse ist nicht immer möglich zn heschaff;•:!...... Die Darmstädter Haggadah. Die ..Frankfurter Ztg.“ erhält folgende Zuschnitt Int /,weiten MoigenHat? Nr.!0 finde ich die Mitteilung, dass Mo se Schwab in der Revue des etudes Jitives auf eine Haggadah der Darmstädter Hofb.biu.- thek aufmerksam mache, die durch ihr Alter grosse IJedett■• In;tg habe. Der Schreiber crwfthnc nünilich ein während des dritten Kreuzztiges ll>s> zu Metzeburg (Metz?) stattgehabtes Ereignis als vor kurzem gescheiten, er sei also in diese frühe Zeit zu setzen.' Mit dem hohen Alter der Handschrift ist es leider nichts. Schwab hat offenbar ׳ ur den Aufsatz von Mannheimer in der Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland II. 382. 1SS8 gekannt. יו׳ dem die Steile zum cistenmal abgedruckt war, die Berichtigung v«-;i Leop. Löwenstein in derselben Zeitschrift 111. 298. 1889 hat er übersehen. Löwenstein weist!!ach. dass nicht Metzeburg, sondern Miln;:, bürg zu lesen ist, und dass die Schilderung der Judenverfolgung zu Mitnzenberg in der Wetierau 1.158 wörtlich dem Berichte des Zeitgenossen, des Eleasar von Worms, enttmmttien ist. für das Alter der Handschrift also gar nichts beweist. Wenn der Handschrift ein so hohes Alter auch nicht zukommt, so ist sie doch durch ihre Bilder und den tadellos erhaltenen kostbaren alten Einband in Lederschnitt von hervorragendem Wert, es ist deshalb sehr zu bedauern, dass sie in dem grundlegenden Werke von Müller und v. Schlosser über die Haggadah von Sarajevo keine Berücksichtigung gemüden lud. Sic ist von dem Schreiber Israel beit R. Me!r aus Heidelberg geschrieben, zwar um das Jahr 1400, wie ich in einem Aufsatz in der Zeitschrift für Bücherfreunde V, 33-1 bis 335, 1901, dem auch eine Nachbildung eines der intcressauteil Bilder aus dem jüdischen Leben und des Einbandes heigegeben ist. nachzuweisen versucht halte. In einem demnftchst in derselben Zeitschrift erscheinenden zweiten Artikel werde ich Nachrichten über die früheren Schicksale der Handschrift, ehe sie in die HoibibHothek kam. bringen und zwei andere Haggaden dieser Bibliothek kurz beschreiben, von denen die eine ebenfalls dem 15. Jahrhundert angelsort. die zweite 1769 von dem Schreiber und Maler Jclutda Loci». Sohn des Elia ha Galten aus Lissa. zu Kopenhagen gesellt:.•- bell ist. Dr. Adolf Schmidt. IWbibiiothekar. Vergleichung. Von' den 29 neuen phönizischen In- Schriften stammt die Mehrzahl aus Karthago, sie sind mit grosse: philologischer Präzision erläutert. Mechanik, Dr. med.: Das zionistische Phantom. Main/.־ Job. Wirth'sche Hofbuchdmckcrci A.-S. ״Israelit". (28 S.) 8". Green, Prof. D. Dr. William Henry: Die Einheit der Genesis. Aus dem Engl, von Prof, Dr. Otto Becher. (XXXII. 765 S.) 8". Gütersloh: C. Bertelsmann 1903. 10 Mk. gcb. 12. Jeremias, Fir. Lic. Alfr.: Im Kampfe um Bibel und Babel. Ein Wort zur Verständigung und Abwehr. (38 S.) 8״. Leipzig: J. C. Hinrichs 1903. —,50 Mk. Litteraturbericht. (BOcbtf der elnschllglgen Litteratur, welche der Redaktion >uge- Mndt werden, finden eingehende Besprechung.) Wilhelm D r. Frcih. v. Landau: Beitrüge zur Altertumskunde des Orients Heft III: Di ב Stelle v:tn AmriHi. Hie neuen pliönizischcn Inschriften. In den beiden ers‘cn Heften seiner vortrefflichen phünizischen Studien hatte der Verfasser die Belagerung vor! Tyrus durch Salmanassar bei AUmandcr, die In- Schriften Htrams II., Königs der Sidonier. und eine Anzahl andrer Inschriften behandelt. In diesem Heft; handelt es sich um eine 1901 von .de Clerq der Aca-; deiitie des inscriptions vor gelegte Stele aus Amrith an der phöuizischen Küste, deren Darstellungen iden- \ •tisch sind mit Darstellungen in den Torsculpturcn von; ScndschirU. * Eine. Reihe «uter Tafeln erleichtert die / ._. .;_־”:־:״־-:• ..... VenüitwortlicliTr Hetbikttuir: Dr. H e i וי r i c 1» L o e'w 6, Berl n N\V. •JO, LeHrterstr. 14/15. Verlag Jüdische Rundschau, LG.m. b.H Berlin C. 22, Augnststr. 49a. Druck: F. Lenz & Comp., G. zn. b. H. Berlin 0. 27, Holzmarktstr. 4. Golusblüten. In dem Hause Rosenstrasse -I befindet sich ein Trödlerladen, der seit einiger Zeit ein grosses aunalliges Schild trägt mit der Inschrift ״Zum kleinen Cohn". Hat der Rcichslmtc nicht recht: ״Spotten ihrer selber und wissen nicht wie!" Pensionat A r c h e 11 h o 1 d , Lc ssingstr. 24, Sannt!- hing für faule Witze ä 5 Pi.5.50 Mk. Für eine verlorene Wette . . . . . . . . ‘1, .. LJitli Li sie. Königsberg. Sparbüchse .... 2. ,. Durch Elias! erg. Wiesbaden von Ma gfics aus St. Franzisko. gespendet anlässl. seines Doktorats 12,5t‘ ״ Zionistischer Vdrefin, Strassburg, beim Diskussionsabend 19. II. gesammelt .... 9,24 Frieda Wey 1. Viersen, vom Taschengeld für den Nationalfond gespart .1,— .. Von A. in I!.. 3, - ,. Von B. M., bei einer Kindergescllschatt bei Familie Ludwig Behr, gesammelt.. . 2,40 ״ (L.) Stud. iur. F. H c c h t .* 3, ״ Moritz. Lew in, Berlin. Kurfürstendamm 22... ..20,— ■ ״ H. M., für eine benutzte Ehrenkarte vom V.J.St. 2,50 Eingesandt durch Dr. G o 1 d b e r g, Bad Neuenahr- . Berlin: Zionistische Gesellschaft im Cat'ö Monopol an Stelle eines Telegramms zum Geburtstag von Dr. Theodor Zlocisti: Frl. B. Majerowitsch 30 Pf.. Frl. Sophie Ziporaii Majerowitsch 30 Pf., Rabbinatskandidat E. Lcvy . ־ 50 Pf., Dr. Albert Goldberg 30 Pf., Ungenannt 30 Pf. =...2. . Durch ״Herrn N a t i o n a I f o n d" F. SkataociiJ bei Dr. Rosenkranz.. . . 3.20 . Piennigsammhmg .. —.30 .. Dr. Julius K a t z ־ Berlin, nicht angenommenes Honorar.7.60 ״ —, Droschkengeld.. 1,20 ״ Die Gcsammsuimne der in dieser Nummer quittierteil Nati«mal!oudgelJer beträgt.76.44 Mk- Berichtigung v o ti N o. 8: M. N e I d u s. verlorene Wette J00 Mk.. und vom 9jährigen Zionist••!׳ S c It i n s s b e r g -.,40 M!:. Für Holge der Cholera*rotltlder.de Jeden!יו Patäslhri. E I i a s t c r g . Wksl ■hLii. im Aufträge d..־ Ir. Magncs aus St. Francisco, unliisslieh reiner Promotion ............ 10 Mk. 0' ifflsrnssaaimumii g Briefkasten der Redaktion, ti |i^m^'TYYVYYVYYVVYYYYTVYYVVD'TYYYVYYYY\l Würzburg. 'Vom Prcssausschuss als migceignet abgelehnt. Sic dürften Herrn * * ‘ vielleicht doch missverstanden haben. So viel uns bekannt, ist er eifrigerZionist und ein ebenso grosser Kenner wie Verehrer der talmudischcn Litteratur. Unsere Leser werden aui das Inserat des Kapellmeisters Ma x S c h m e r 1 aufmerksam gemacht. Unsern Berliner Lesern ist der fröhliche jüdische Musiker ja ohnehin bekannt genug. , KT"'

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