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Jüdische Rundschau · 1903-02-20 · Heft 8 (20.2.1903) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 8 (20.2.1903)
Date
1903-02-20
Page
– (sequence 8)
Language
German
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11 ־ י 1 י:{ ־־־ ־ 5 Seite M V, JtidiHclie Rundschmi. No. ß ן;« grüssttnijs'rcde׳ die •Tendenzen ^desselben und dioti hervor, ־dass .( der Verein, dem gegen 30 aktive Mitglieder angchörcn, ein erfreuliches Zeichen der körperlichen Entwickelung der dcut-; sehen Juden sei. Hiervon konnte im weiteren :Verlaufe der Feier das Publikum sich selbst überzeugen, sodass die vorzügiiehen Leistungen der Jüdischen Turner in Freiübungen. Pyramidenstcllcn und Gerätturnen den reichsten Beifall ernteten. Nach der Aufführung einer Posse und einer ..Zirkusvor- Stellung“ hielt ein Ball die Teilnehmer bis in den frühen Morgen hinein zusammen. Die Feier bewies, dass der grösste Teil unserer Gemeinde das nationaljüdische Denken und Einpfinden noch nicht verlernt hat. trotzdem der Zionismus hier leider gerade in den führenden Kreisen auf zäher! Widerstand stösst. München. ׳ Atu* einer Versammlung der . russischen Stu- Geilten in •München wurde folgende Resolut:«« angenommen: ..Die allgemeine Versammlung der Studenten der russischen Kolonie in München vom 17. Januar 1503 hfdt cH* ׳Iriiadii.ig einer ,.Jüdischen Hochschule״ für drngeud notwendig, um dtr jüdischen Jugend Gelegenheit zur Hochschulausbildung־ zu geben. Die Versammlung spricht der Id•״.• dieser Gründung ihre vollste Sympathie aus und fordert nl'e jüdischen Studenten auf, sich ihnen anzuschüessen.״ Aufahme des zti petitionieren. ocr La -JFSJSS?-- Kleine Chronik. U*—י c3G »CS -hat sich-jtaclt Petersburg ־begeben,;mp־, die tvänkasus. in den jüdischen Anslcdltmgsrayoh Hauptsächlich geht ihre Bitte dahin, dass die Juden, wie *die andern Einheimischen itn Kaukasus, Land zur Bearbeitung des ׳*Bodens als Kleinbauern' erwerben können. — Konstantlnopel. Unter dem Vorsitz des Deifcrdars ist im Wilajet Ueskucb eine Kommission wegen der Verteilung der Militärbcfrciungsstcuer gebildet worden. Die Pforte hat ungeordnet, dass ausser Griechen und Bulgaren auch Juden der Kommission äugehören sollen. Berlin, Der Generalanzeiger veranstaltet eine Umfrage über den Zionismus. Es ist eine der vielen über Juden uaJ Judentum von der Deutschen Tageszeitung verbreiteten Un- Wahrheiten, dass diese Umfrage von den Zionisten ausgehe. Wir gehören nicht zu den Leuten, die es für notig erachten, ihre Anschauungen erst approbieren zu lassen durch ״bc* rühmte“ Leute. Am allerwenigsten würden wir uns aber an den Abgeordneten Müller-Meiningen wenden. Der Matur von dem patentierten Manchestertum des Herrn Eugen Richter mag iür die Deutsche Tageszeitung ein guter Gewährsmann sein, wir haben längst zwischen uns und diesem Pseudoliberalismus reinen Tisch gemacht: Herr Richter nimmt Rück* sicht auf seine katholischen und Herr Müller auf seine jfidisehen Freunde. Und diese Herren Mit Rücksichten wollen Fortschrittler sein. Ja wohl! so wie der Krebs ein Fortsehrittler ist. Auf die Umfrage des Generalanzeiger werden wir. ausführlich zurückkommen, wenn sie in grösseren Stücken vorliegt. — Berlin. Der ״Vorwärts“ bringt bei Gelegenheit eines.Zivilßrozesses zwischen zwei jüdischen Acrzten und ihrer Oberin ein kleines harmlos-antisemitisches Artikelchen ״Die beleidigten Juden“. Das ist der Tribut der Redaktion an die judenfeindlichen ״Genossen“. Solche Tribute bemerken wir in letzter Zeit öfters. — Berlin. Die antisemitische Deutsche Hochwacht berichtet: ״Stockheim. (Fleischverunreinigung). Der Jude Meyer Blatt aus Neustadt a. S. wurde zur Anzeige gebracht, weil er am Schabbesabend das Fleisch eines geschlachteten Geisschcns, das zum Essen bestimmt war, verunreinigt habe. Die Blätter dieser Gegend bringen die Nachrieht ohne Nennung des Täters“. Die Fleischbesudelung ist die neueste antisemitische Unverschämtheit. Und wieviel Juden werden mit echtdeutschem Eide «in das Gefängnis hineingeschworen, weil sie das Fleisch besudelt hätten. Für unsere Leser, die nicht verstehen werden, um was es sich handelt bemerken wir, dass Zeugen beschworen, dass jüdische Flcdscher aus religiösen Gründen das Fleisch, welches sie an Nichtjuden verkaufen, vorher mit Urin verunreinigen. Wie herrlich weit haben wir cs doch in der Kultur gebracht. ־ Lablschin. Der natlonalliberale Abgeordnete Seer hat in seiher Beschwerde über die Mängel der preussischen Wahl- Verfassung das interessante Faktum erwähnt, dass der Wahlkreis Inowrazlaw-Strelno-Schubin als Wahllokal die hiesige Synagoge benutzt, seitdem den Wahlmännern vor 20 Jahren die Benutzung der Kirche zu so unheiligctn Zwecke entzogen wurde. — Die Jacobsonschule zu Seesen wird die erste Anstalt im Herzogtum Braunschweig sein, welche zum System der'Reformschule übergeht. Von Ostern d. J. ab wird sic sich in der Weise gabeln, dass sic von ihrer Tertia bis Prima einersdts den bisherigen Lehrplan der Realschule ohne Latein beibehält; andererseits ihr ein Realprogymnasiutn nach dein Frankfurter Lehrplan mit Latein angegliedert wird. Der gemeiüsame Unterbau von Sexta bis Quarta bleibt unverändert. —- Annaberg. Die hiesigen Juden haben sich mit denen der Umgegend zusammcngeschlossen, um die notwendigsten Kultusbandlungen ausüben zu können. ' Tülls. Eine Jüdische Deputation, bestehend aus dem Rabblner Lewin, und den Kaufleuten Portugalow und Krassujanskij, IMationaifond. ד ^זי׳ N. N. 3 Mk. — Dr. T11. Z10 c i s t i anstatt Telegramm zur Verlobung Richard Mayer 1,50 Mk. — Dr. Bodenheimer anstatt Telegramm zur Hochzeit B. Elias mit Frl. Hirse hl and 1 Mk. — Von Frl. Schoncwald, Frl. H eine und Fri. K a h n auf der Hochzeit von Herrn Dr. Bloch- Köln mit Frl. Dalberg- Kassel gesammelt 100 M. — Ari Marcusc 9 Mk. — N. N. 0,S0 Mk. — Bei Gründung der Ortsgruppe Zabrze gesammelt 5,75 Mk. — Dr. Robert Hamke, Sammlung im Verein Jüdischer Studenten Berlin 5,05 Mk. — (L.) Gold reich - Köln für genossene Gastfreundschaft in E n d c n i c h 0,-15 Mk. von demselben gesammelt anlässlich der silbernen Hochzeit des Kollege,1־ Moses Nathan im Kölner Synagogcnchor Roonstrasse gesammelt 2,72 Mk. Sammelbüchse ״Weil“ 10,— Mk. — Kartenspiel-Gewinn bei Familie Behr 0,-10 Mk. —Cafe Monopol ges. durch Hör. 2,- Mk. Frl. S. M a f c r 0 \vi t sc 11 gesammelt 1,— Mk. — Durch Herrn M. L. Sambursky ges. von A. Prusch in in: eine Wette 0,50 Mk., Jacob T o \v b i n ver lorenes Schachspiel 0,20 Mk., vom lliührigen Zionisten David Schlossberg 0,50 Mk., vom 9jährigen Zionisten Schlossberg 1.-30 Mk. — Sambursky für Dr. Silb c r b e r g 3,— Mk. — Eingesandt durch Dr. G 01 d b c rg. Neuenahr-Berlin. Dr. Albert Goldberg anstatt Gratulation zur Verlobung seines Vercinsbruders Richard Mayer 0,5׳» Mk., Frau Elise E b c r h a r d t 2,— Mk־., Leo L ö w i 0,50 Mk.. Stammtisch Cafe Monopol 1,— Mk., Vort'agsahcnd des V. J. St. 0,60 Mk., Referendar Dr. D o b r s z y n s k i, Posen• 0,50 Mk., Tafelrunde Restaurant Terminus 1.10 Mk., Esther Margot Jacobsohn von ihrem ersten Schriitsteüerhonorat 3,— Mk., Dr. Eugen Kaminsky, (zurückerstatteter Betrag des zu Unrecht erhobenen Abonnements auf die ״Jttd. Rundschau") 0,90 Mk., durch ״Herrn Nationalfond“ F. J. 0,65 Mk. Sonstige kleinere Spenden insgesamt 1.35 Mk. Summa 12,10 Mk. — M. U. Z. 0,20 Mk. — X. Prenzlau 1,— Mk: - Bo. 0,?0 Mk. — A. K. 120 Mk. — Frau Dr. K.-Berlin 3- Mk. — Dr. Litt m a n n gesammelt bei der S c h o h a n-schcn Barmitzwah in Gleiwitz 6,92 Mk. — Sammlung bei der Gründüng des Zweigvereins Pe isk retsch am der Ortsgruppe Gleiwitz. 10, Mk. - Gesammelt von J. F. Strassburg unter Logenbrüdern 3,— Mk. — Zimi Geburtstag von Becky Str. von G. St. 1,50 Mk. ־— Familie Sterenschuss, Köln 1,־~ Mk. — Die Gesamtsumme der in dieser Nummer quittierten Nationalfondgcldcr beträgt 185,39 Mk. Für die Natlonalblbllothek in Jerusalem. Ernst Freund, Gleiwitz 0,50 Mk. — Willy Loewy, Gleiwitz 0,25 Mk. — Grete Lustig, Gleiwitz 0,25 Mk. M Briefkasten der Redaktion. '0 fc?'!' r v r v v v r v v v v v r v r vv v r t t v v v v v vv r v r v tt Kaplan-Königsberg. Wir sind ganz. Ihrer Meinung. Herzliehen Dank und Zionsgruss. Ibn-Asrak. Manuskript dankend' empfangen. Zionsgruss. Hickl. Bitte sich mit ausführlicher Antwort noch zu gedulden, F’s Adresse genügt ״Prcnzlau“. Zionsgruss. Goldberg. Sobald wir mehr Raum haben, werden wir selbstverständlich in der von Dir vorgeschlagenen Weiße die betr. Rubrik drucken. Das wird nicht sich warten lassen. Herzlichen Zionsgruss. mehr lange auf

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