Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VIII (1903)
- Issue
- Heft 1 (2.1.1903)
- Date
- 1903-01-02
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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4 .p Ij f f .־■׳־< h 4׳ 1 «וי*« Abonnementspreis (Zusendung Inbegriffen) Vierteljährlich! I. durch dlo Expedition! a) In Berlin M. —,9a * b) nach auswärts M 1,— c) für das Ausland M. 1,5a •» Im Poatabonnenaent M. 1,25 8. bei Sammolb^iug duroh dlo Ortsgruppe M. —,6a Poatxettungsllsto No. 3944. Ineerato die rlergespaltcne petitteile 25 Pf, Ineeratenbellagen 15 M *•י* r*PS W*14 r'^ O ör9a“ 0 der Erselieint jeden Freitag,! No. I. Berlin. 2. Januar 1803. 3. Teheth 5663. Adresse für Geldsendungen und Bestellungen: Vertag tfldlsefte Rundssfsau, E. G. m. b. H. Berlin 6 22, Hugusfsfrasse fir. 49a. Sprechstunden: v. 4—5 Uhr nachmittags. Redaktion: Dr. Heinrich üoewe, Berlin nW. 40, üehrferstrasse 14/15. Sprechstunden: Montag und Donnerstag 4—6 Uhr. VIII. Jahrgang. m&amwu/nm ■u.o«w! ,Der neue Jahrgang. l | Al§ wir vor acht Monaten die Redaktion der Rund- * schau übernahmen, waren wir uns bewusst, dass uns | keine leichte Aufgabe bevorstände. Wir traten vor ein 1 Publikum, das höhere Ansprüche an seine Zeitung stel- } len durfte. Und docli können wir zu unserer Genug- | tuung konstatieren, dass unsere ohnehin weit verbreitete \ Zeitung nur einige wenige von den alten Abonnenten j verloren hat, dass dagegen die Zahl der neuen Freunde \ unseres Blattes eine ungeahnt grosse ist. Wir können j mit freudiger Genugtuung feststellen, dass unser Leser- ן kreis sich noch immer erweitert, und dass der Fortschritt; unseres Blattes mit dem Fortschreiten des deutschen I Zionismus gleichen Schritt halt. j■ Wenn wir uns nun fragen, was der Grund dieser | Fortschritte ist, so können wir keineswegs irgend welche ן grossen Namen, bedeutende Schriftsteller oder hervorragende Journalisten aufweisen, deren Ruf wir diesen Erfolg verdanken. Es muss also etwas anderes sein, was uns neue Freunde in so grosser Zahl zuführt. Und da glauben wir nicht fehl zu gehen, wenn wir annehmen, dass cs die zionistische Idee ist, die wir unentwegt vertreten. Wir haben uns bemüht, den politischen Gedanken, wie er im Baseler Programm der zionistischen I Partei zum Ausdruck kommt, klar und deutlich auszu- י sprechen. Ungeschminkt haben wir cs immer wieder- 11101t, dass all unser Streben danach geht, dem jüdischen Volke in Palästina eine öffentlich-rechtlich gesicherte , Heimstätte zu schaffen. Das ist der ganze Inhalt desZionis- | . mus, und das ist der einzige Ton, der aus diesen Blättern immer und immer wieder an die OcffcntUcUkeit dringt. Das ist der ganze Inhalt unserer Lehre und alles andere ist Kommentar, oder — wenn man so will, —• Mittel zum Zweck. ' Gewiss ist es eine unabweisbare Notwendigkeit, die I Besiedelung Palästinas durch jüdische Ackerbauer, Hand- ן werker und Gewerbetreibende zweckdienlich zu fördern, I: gewiss müssen wir die gesamte Judensehaft durch ge- Volksbewusstscin stärken und fördern, sicher müssen wir Schritte unternehmen, um die Zustimmungen der Regierungen zu erlangen, deren wir zur Erreichung unseres Zieles bedürfen, aber das alles sind nur Mittel dazu, für das jüdische Volk eine Heimstätte in Palästina zu schaffen. Und weil wir dieses unverrückbare Ziel fest ins Auge gefasst haben, weil wir uns hiervon nicht um Haaresbreite abbringen lassen wollen, dürfen wir hoffen, dass wir unser Ziel dermaleinst erreichen werden. Aber gerade darum ist es notwendig, dass der Zionismus nicht als Partei im jüdischen Stamme auftritt, dass er keinerlei Sonderbestrebungen in! Judentum vertritt, dass er nach wie vor sich nicht von seinem Grundsätze entfernt: ״Das ganze Judentum soll es sein!‘4 Darum ist der Zionismus das Prinzip der Einheit im Judentum. Aus diesem Grunde betont er nicht nur die Einigkeit der Gesamtjudenheit, sondern bemüht sich auch, alles aus dem Wege zu räumen, was trennend zwisehen den Brüdern vom gleichen Volke wirken kann. Einheit und Einigkeit soll auch in der Zukunft unsere Losung bleiben, wie es in der Vergangenheit der Leitstern war. Darum lassen wir jeden bei seinem Glauben und nach seiner Fagon selig werden, und reden niemandem in sein Gewissen hinein. Kein religiöser und kein unreligiöscr Standpunkt wird von uns bekämpft, so lange er selbst nicht darauf ausgeht, andere unseres Stammes in ihren Ueberzeugungen und Gefühlen zu verletzen. Hierin sind wir die echten Jünger unserer grossen Lehrer. Das biblische Gesetz verheisst der Nation, die es getreulich beobachtet, langes Leben in dem Lande, das der Ewige, ihr Gott, ihr zugeschworen, ihr zu geben, so lange der Himmel sich über der Erde wölbt. Als das Land dem Volke durch die waffengewaltigen Römer nach einem langjährigen tränenreichen Kriege, wie er grossartiger nie geführt worden, entrissen war, trat an Stelle dieser Verheissung die Hinweisung auf das עולם הנא auf eine neue Ordnung der Dinge, in der Israel seine Herrlichkeit erneuern würde, oder wie sich der eignete örtliche und allgemeine Veranstaltungen nach Massgabc der Landesgesetze gliedern und zusammenfassen, müssen wir das Jüdische Nationalgcfiihl und alte Gesetzgeber ausgedrückt hatte, wo sich der Ewige über die Enkel mehr freuen würde, als er sich über die Väter gefreut habe. An diesem עולם הנא sollten aber I' IC־ *pr■*