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Jüdische Rundschau · 1902-12-24 · Heft 52 (24.12.1902) · p. Seite 108

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VII (1902)
Issue
Heft 52 (24.12.1902)
Date
1902-12-24
Page
Seite 108 (sequence 12)
Language
German
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•צג •>&. JUd^che ftundsolmtv. Soito elicd des Auswanderungskomitecs, war bei der Abreise an- ״wesend, •w!מ SImferopol hatte der Gouverneur der Krün, Kammerherr Trcpow, kürzlich eine merkwürdige Frage zu entscheiden. Der Bischof von Sixnferopol hatte erfahren, ‘ .dass eine griechisch-orthodoxe Dorfgemeinde in der Krün den Bau Ihrer Kirche־ einem Jüdischen Unternehmer übertragen hätte..ל Der. Bischof w׳ar ״nun der Ansicht, ein Jude dürfe keine orthodoxe Kirche bauen, und wandte sich an den Gouverneur: mit *der Bitte, den Kirchenbau zu untersagen. Dieser lehnte es aber ab. den Wunsch des Bischofs zu erfüllen; er Crklürt, so lange eine Kirche nicht eingeweiht ist. stelle sie kein Heiligtum dar, und die russischen Gesetze enthielten keine Bestimmung^ die den Juden den Bau eines gricchisch-kathoiischen Gotteshauses verbiete. — Als Nachfolger für den kürzlieh verstorbenen Oberrabbiner der orthodoxen indischen Gemelnde, Key. Jakob Joseph, bei dessen Beerdigung sich die sattsam bekannten Vorgänge abspielten, in New-York ist Rabbiner Bernard Le V int ha 1 aus Philadelphia gewählt worden. Rabbiner Levlnthal war vor 11 Jahren aus Kowno (Russland) hach Amerika gekommen, um eine durch den Tod seines Schwiegervaters Lasar Kleinebcrg vakante Rabbinerstelle ln Philadelphia einzunehmen. Er hat sich an der ziouistischen Bewegung stark beteiligt und ist Vizepräsident der amerikanischen Zionistcnvereinignng. Die Uebcrwachung der Grossschlächtereien, welche ״Koscher“-Flciscl1 verkaufen, geschah auf seine Anregung hin. Er ist auch Vizepräsident der orthodoxen Rabbinervereinigung in den Vereinigten Staaten. Petersburg. Der russische Priester Grigorij Spiridonovitscli Pctrov, eine der hervorragendsten und volkstümlichsten Persönlichkeiten des modernen Russlands, der schon einmal durch ein Buch über die entsetzlichen Bedrückungen der galizischcn Juden durch die Polen seiner. Empörung über die moderne Judenverfolgung Ausdruck verliehen hat, hat dem Berichterstatter der *Novostii" gegenüber seine Sympathien für das unterdrückte Judenvolk offen und ungeschminkt ausgesprochen Indem er die Abtrünnigen des Volkes, besonders die intelligenten Ueberläufer aufs tiefste verurteilte, sprach er aus. dass die jüdische Nation noch eine grosse stammestümlichc Zukunft habe, wenn er sie auch nicht in Palästina erwarte. Er meint, dass die Vaterlandsliebe der Juden zu gross sei, dass sie sogar ihre Sticimutteriänder Wegen ihres alten Stammlandes nicht verlassen würden. Mit dieser Liebe hat er bis zu einem gewissen Punkte ganz recht. Aber dass diese Liebe zu den Vaterländern den Zionismus nicht gefährden, dafür sorgen unentwegt die russischen, rumanischen',“und. galizischcn Behörden. — Irn Königreiche Barbnrlen scheint cs zuweilen zu tagen. So wurde für die europäische' Oeffentlichkcit beschlossen, eine Kommission der Kammer einzusetzen, die die Frage der Naturalisation dci Juden studieren soll. Freilich ist dann diese Kommission ausschliesslich aus bekannten Antisemiten zusammengesetzt. — Salonlchl. In der spagnolischen ״La Epoca“ schlägt Jacques Danon eine Reform der Sprache und Schrift unter Annäherun'g und Anlehnung an das heutige Spanisch vor. Dagegen macht ein anderer im gleichen Blatt Front, da dies den Tod und Untergang des spanolischen Idioms bedeute. Sehr bezeichnend ist .cs, dass keiner der beiden Schreiber sich dahin erniedrigt, seinen Dialekt einen Jargon zu schimpfen. Da könnten unsere jüdisch deutschsprechenden Volksgenossen etwas lernen. — Konstantinipol Durch ein Jradö des Sultans hat das von der Alliance Isr&dlite Universelle vor 5 Jahren gegründete Rabbinerseminar nunmehr die Rechte einer'öffentlichen Anstalt erhalten die etwa denen einer juristischen Person entsprechen. — Pretoria. Der aus Liverpool berufene neue Rabbiner Rcv. M. Rosenberg, hielt hier bei seiner Einführung in der Synagoge eine Rede über die Ziele des Zionismus, deren Förderung er für einen wesentliehen Teil seines. Berufes ansieht. | .... .Briefkalten. der ,Redaktion.״! Str. bi Papenburg. Wir nehmen solche Inserate grundsätz- ׳ lieh nicht auf, auch nicht gegen Bezahlung. Wir halten über- 1 haupt die Methode, durch Zcitungslnscratc derartige Kollekten zu machen; für durchaus ungeeignet. Andererseits wünschen I wir recht sehr den alten Leuten eine Erleichterung ihrer j schweren Lage; aber es ist־ nicht der rechte Weg; durch! Inserate zu ״sammeln". Gruss. nationalfond. Auf vielfachen Wunsch wiederholen wir nochmals die geltende Distriktseil teilung der Zionistischen Vereinigung; lür Deutschland. . . Wir machen gleichzeitig darauf aufmerksam, .dass A nfragen über Organisation und Agitation nur an die Distriktsbureaux zu richten St'tfd.' Di.sen liegtauch die Aushändigung von Schekelbüchern, sowie die Einziehung der Schckelgelder und der Beiträge für die Landesorganisation ob. ז Die Distriktsbureaux sind zuständig: .• ־ 1־. B rlin für: Ost- und Westpreusser!, Pommern, Posen, Schlesien •Brandenburg; 2. Hannuver für: Hannover, Braunschweig, Oldenburg, Hansastäite Mecklenburg, Schleswig-Holstein, Provinz u. König־ reich Sachsen, Thüringen und Hessen-Nassau ohne Wiesbaden und Franklur: a. M; 3. Köln für: Rheinland und Westfalen. . 4. Mannheim für: ׳;. . j Bayern, Baden, .Hessen, Württemberg, Wiesbaden j •und Frankfurt.a. M. •, . . | 5. Stra-shurg für: Elsass-Lothringen. j .✓״׳/ ,«׳v /-% /-». /״• \־—. r*\ /־*s <־'־׳■- .*׳־׳* ■י*־-/ %״-׳'/-s «״>״ '״׳׳% J L x-/ w' x/V W X׳׳ w׳ xv״-< •׳' V,‘ ׳^J i Ah unsere pcMenliiiMcrdtar,' Wir bitten wiederholt freuudliclist zu beachten, dass Redaktion u. Geschäftsstelle der .,Jüdischen Rundfdia* 1* auch örtlich getrennt sind. Danach sind ausnalttnslos alle für dio Jüdische Rundschau bestimmten Geld- Sendungen, Bestellungen und geschäftlichen Mitteilungen ausschließlich an den ״Verlag Jüüisdte Hiinüsclian, €. ß. tn. b. ji.“, Berlin C22, Bugustslrasse zu adressieren. Dagegen w.rd dringend geboten, ullu auf den Inhalt der Zeitung bezüglichen Mitteilungen, also alle tür die Redaktion bestimmten Sendungen a 11 die Adresso Dr. Igelnrld) Coewc, Berlin n5l w. Ccljrtcrstrasse IMS fiehten zu wollen, ־' Anlässlich der Hochzeit des Herrn Heinrich S H b er _ mit Frl. Martha Königsberger Anteil aus der von Herrn Ludwig Beb r in.Gemeinschaft mit Herrn M. Breslau vorgenommenen Versteigerung des ״Benschens‘*: 23 Mk. Olefwitz.Skatabend bei Schönwald 3.85 Mk. (für den RüKfond). . :(L.) Von -L.: F r ö hm ajt n. Köln •a. Rh., anstatt Tele- «ramm zur;.Hochzeit.״W0Hsobn-W01pe", Königsberg, f^OCMark. . .;; .;'. ' ' ״ ׳ ' * \ * ־ : Diese. Nummer ist die letzte im laufenden Quartal. Die geehrten auswärtigen Abonnenten werden höü. gebeten, die Abonnemcntsbeträge vom I. Quartal 1903, sowie die ev. noch nicht beglichenen vom 4. Quartal, gefl. bis zum 1. I. 1903 an die endstchende Adresse zu senden, da wir sonst annehmen, dass die Erhebung dieser Betrüge per Nachnahme . gewünscht wird,'w׳as 30 Pf. Mehrkosten für die Abonnenten verursacht. ■ . . : 1 Die Expedition der Jüdischen Rundschau ■ Berlin C. 22, Auguststrassc. 493, ■

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