Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VII (1902)
- Issue
- Heft 45 (7.11.1902)
- Date
- 1902-11-07
- Page
- Seite 48 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seit« '48■ Jüdische Ruodscliau No. 45. ' wj'-! * V*:>'r **/ ־//'.י״י■־׳’״‘ f*׳־i'itYi rAhnv'■: ^Y-c'fonte'iirHl־ Betätig(« Oegettw»1׳tsarbeit*isoweit Sie dfe. geistig^ ♦.' •WirtschalUiohe; lind körperliche Hebung des Jüdischen Volkes %>■ schliesst, andererseits das vom, Baseler Kongress auf- •'׳r^l^ifute .Programm: .. .. ־.־'.־ ״:. ־Schaffung einer öffentlich-rechtlich ־ gesicherten Heim-; statte‘‘ In Palästina für das •Jüdische Volk*‘,'als.;gemeinsame K• ' Punkte• der beiderseitigen Programme anzuerkennen und ver- -;1 pflichten sieh, rücksichtlich dieser. beiden Programmpunkte, im ׳>V* gegenseitigen Einverständnisse vnrjugehen. . £־‘! ••'־/Dm Vertreter der zionistischen Partei Österreichs fer- '־ - Wären Insbesondere, auch : in Jenen Punkten, welche pro- ׳,:••• grammatisch nicht gemeinsam sind, auf Anregung der Jüdischen .Vollcspartei oder:aus eigener. Initiative mit dieser ins Einr‘ Vernehmen zu treten und deren Bestrebungen na?h Tunlich- ׳ . keit zu unterstützen. ... ״ ״;•'; *• ',Die Vertreter der Jüdischen Volkspartei erklären ihrer- ,Seite das Baseler Programm im obenerwähnten Wortlaute in v Ihr• Programm von Jänner 1902 ausdrücklich aufzunehmen, ferner die Realisierung dieses ihres Programmpunktes durch allc'gqeigneten Mittel, insbesondere durch Förderung der vor- * bereitenden Schritte zur Erlangung der Rcgierungszu- . ׳ Stimmungen anzustreben, endlich ihren Parteigenossen die .; Zahlung des Schekels zu empfehlen. -. Auf diese Grundsätze haben sich die Vertreter der beiden •gefertigten Parteien geeinigt und sind dieselben demnach als Grundlage der gemeinsamen Aktionen — selbstverständlich *. auch der bevorstehenden Wiener Kultusgemcindc-Wahlen — anzusehen. Hinsichtlich der Schekelzahlung erfolgte die Eini ״ 'gung vorläufig auf Basis uer fakultativen Form, doch sind . ־ diesbezüglich die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen und wird die endgiliige Formulierung einer .definitiven Beschluss-;;. fassung Vorbehalten, ־ Gesehen, genehmigt und geschlossen: ־ . Wien, den 23. Oktober 1902. Die Jüdische Volkspartei. Das zionistische Landcskomitcc ' ‘ \ , Österreichs. ״ . ״;. Folgen die Unterschriften. V- r''. Wir können nur unsere lebhafte Befriedigung über dieses erwünschte Bündnis äussern, umso mehr als Ja :gerade die Zionisten die.von der Jüdischen Volkspartei •; ־ verlangte Gegenwartsarbeit am besten zu würdigen ver- י mögen. Andererseits sind uns die Mitglieder der Jüdi- sehen Volkspartei willkommene Glieder der zionistischen .־ .,"Organisation. Sie sind es, indem sie das Baseler Profgranun und die Schekelpflicht bedingunslos anerkennen. Die in unserer Nummer 41 ausgesprochene Erwartung,;dass die Parteitage der Jüdischen Volkspartci in den ^0n!stenkpt1gre?se1V;_yerscUivlnderi werden,; •scheint um •4in grösseres Stück ihrer Verwirklichung nähergerückt, als wir sogar es erwarteten. —Kleine Chronik. < Berlin. , Justizrat Dr. Edmuna I.aefimann hat seinen Austritt aus'dem Vorstande der Berliner Jüdischen Gemeinde; .^ngezeigt. Er Ist. auch der Vertreter der hiesigen Jüdischen Ge- י; meinde im Verwaltungsrate der Ica. Sein Nachfolger ist Landgerichtsrat Dr. Loewe. ~ Oegen den Rechtsanwalt Sonnenleid wurde am 25. Oktober vor dem Ehrenrat der Berliner ׳ Anwaltskammer verhandelt.. Gegen Ihn hatte die Staatsan- י .waltschaft Anklage erhoben, weil er dem Ersten Staatsanwalt , Schweigger ln Könitz ln einer Berliner Versammlung den Vor- ' 1 ,wurf der Illoyalität gemacht hatte. ' Der Ehrenrat erkannte ’ aut Freisprechung. Von der Strafkammer war er wegen Be- .. Jeldlgung des Staatsanwalts zu einer Geldstrafe verurteilt wor- - den. — Charlottenburg. Der Verein Jüdischer Studenten an f , der Technischen Hochschule Charlottcnburg - Berlin hielt am 1 Sonnabend Abend im Theater der Westens, Gartensaal, seine!• Antrittskneipe unter sehr grosser Beteiligung ab. Aus den Reden, die gehalten und aus den Liedern, die gesungen wurden, ging, wiederum hervor, dass der Verein in eminentem Sinne V ■indisch ist. Möge seine Tätigkeit, im neuen;Semester.weitery hin eine gedeihliche und erfolgreiche sein. — Der Abgeordnete' } Heinrich Rickert ist in Danzig; gestorben. Sein Eintreten für < # .,die Rechte der Juden entsprang nicht seiner Vorliebe für die, * Juden, sondern seiner Gerechtigkeitsliebe, Gerade, weil wir- | •- keine Freunde seiner Abwehrpolitik sind, können wir ihn um'‘ unbefangener beurteilen. Und.wir können keinen Makel an * ihm finden. Ehre dein Andenken des Kämpfers für Wahrheit׳ 4׳ und Gerechtigkeit. — Hamburg. Verschiedene Jüdische aucli' t .. ,,sogenannte .orthodoxe Blättej . berichten bei . Gelegenheit‘ der Beerdigung,,cJes IängJäKrigen Präsidenten'der .Bürgerschaft Sicgmund.H ln r.ichsenj dass ד unter gleichen Ehrenbe- V Zeugungen in unserer Stadt noch nie ein Jude zu Grabe ge? - tragen und geleitet wurde, ■ Wir konstatieren dem gegenüber dass Hinricbsen;naqh seiner Heirat mit einer Nichtjüdin seinen Zusammenhang mit seiner Nation dadurch gelöst hatte, dass er aus dem Judentume ausschied und Dissident wurdc.־ Für das Judentum hat er nie etwas getan. •״ ׳ י'Ich. -Du» Verzcicnrus der Verstorbenen von Jüngster Woche bringt. auch ״Rubin Ascher Brandes,־ Privatlehrer, 51 Jahr.*4 Welche Unsumme .von Leiden und Not des verstorbenen grossen hebräischen ־ Schriftstellers liegt in diesem einen Wörtchen ״Privatlehrer?* ‘־•; Pcrsonalla. :■ ';.־׳ ■;ל;• Mannheim. ■Am 16. November nächsthin findet ln Heldeiberg (Hotel Schricdcr) .־die Vermählung des Vorsitzenden unserer zionistischen. Ortsgruppe, Herrn Dr. Fclsentbal mit Frl. Paula Reis, der Schwägerin unseres Gesinnungsgenossen Herrn Dr. Cahcn, statt. ־ Berlin. Unser Gesinnungsgenosse, Herr Dr. K mit Hirsch, hat sich als praktischer Arzt in Berlin, Yorkstr. 78.. niedergelassen. . , ' . ’ flatlonalfond. Zionistischer Diskutierverein Glciwitz 4,35 Mk. ■ Anstatt eines Telegramms zum 80. Geburtstage des Mohcl Joseph Dessauer in H a 1 b e r s t a d t von Dr. Heinrich Loewe —,50 Mark. Samuel 0 old re I c 11 - Köln im Synagogenchor Roonstrassc unter den Kollegen 2,56 Mk. gesammelt. Verauktionierung des Mesutnan-Bcnschcns im Hause des Herrn Twiassohr -Berlin S. Dorn 1 Mk., H. Sandbrand —,75 Mk., H. Bigeleiscn —.50 Mk.. M. Schänder —,30 Mk., Twiassohr —,40 Mk., Goldstein —,05 Mk.. Schauder —,40 Mk., H. Ruckenstein —,60 Mk., zusammen mit Porto 4 Mark. Eintragung des Dr. Rüll in das Goldene Buch des Natlonallonds. Anstatt eines Telcgrammes zur Hochzeit seiner Schwester, Dora Rosenwasser mit Herrn M. Wolff aus Neu-Sandez, Dr. Rosenwasser 1 Mk.; Dr. Heinrich Gottgetreu in Czarnikau 5 Mk.; Dr. Alfred Waldenburg 3 Mk., Sammlung Pariser 11,05 Mark. : ... ־־״ ,> Auerbach stiid. iur. Breslau 0.65 Mk., Michelsohn-Bcrlm 0,50 Mk., Zionistische.Ortsgruppe Freiburg 10 Mk.. Königsberger Zionistische Vereinigung bei dem Vortrag des Herrn stud. Sam 20.80 Mk., L. Rattner-Königsberg 2 Mk., A. Lissle- Königsberg 2 Mk., W. Zcmmcls-Künigsbcrg 1 Mk., Emil Weyl- •Viersen (Nachtrag) 2 Mark. : ••.,,• ־ ■׳ . ״. Yür die rumänischen füden. '• Durch Rabbiner Auerbach in Wrönke von den Gemeindemilgliedcm J. Lissner 3 Mk.. Frau Witwe Löwenbach 1 Mk״ S. Frost 3 Mk., Louis Lewinsolm 3 Mk., J. Roscntlial 3 Mk., J. Back 3 Mk., Jakob Lippmann 3 Mk., Hcimann Podolski 0,2כ Mk.. M. S. Cohn 3 Mk., Abraham Salomon 3 Mk., Sally Salomon 3 Mk., Abraham Zondck 3 Mk., Lcsser . Hirsekorn 2 Mk., Michaelis Hirsch 2 Mk., Michaelis Podolski 2 Mk., Abraham Lippmann 3 Mk., Viktor Zondck 3 Mk., Louis Hirsekorn 5 Mk־., Salomon Kallmann 2 Mk., Hermann Lippmann 3 Mk., S. Rosendorff 3 Mk. Ferner gaben die Gcnieindcmitglieder einen grossen Posten Kleidungsstücke, für dessen Beförderung 4 Mark in Abzug kamen, in Summa also 52,25 Mark. Briefkalten. , Mainz.' Wir bitten rocht sehr um leserliche Manuskripte. Besonders ersuchen wir Sie, nicht Scidcnpapier dazu Königsberg. Ostdeutsche Buchhandlung. Für diese Na zu verwenden. Zionsgruss. ־ . zu spät cingetroffcn. Die Antrikritik ist ausserdem viel zii lang. Wir bitten sic bedeutend zu kürzen. Wir werden sic, unserm Rezensenten vorlegen! ,ך , ,, ... ך Bitte an unsere Eeser.;; Unter unsern• Lesern * sind gewiss solche, die sich , die Nummernder Rundschau nicht sammeln. Ich bitte diese, mir No. 43 mit dem Leitartikel ,.Der Kleine Kongress“ frdi. persönlieh Überlassen zu wollen, da sie rnir für meine Sammlung, fehlen. Im Voraus meinen besten und־ verbindlichsten Dank.; Dr. He in r ich Loc wc,"^ , * ■ Berlin, N.W. 40, Lehcierstrasse 14/j(5.