Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VII (1902)
- Issue
- Heft 43 (22.10.1902)
- Date
- 1902-10-22
- Page
- Seite 32 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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32. Jüdische Rundaolimi,. Ko. 43. Eröffnung des Winter-Semesters findet am 29. Oktober um 12 Uhr Mittags statt. Alle Vorlesungen an der Anstalt sind unentgeltlich. Als Zuhörer filr die Vorlesungen sind in erster l.inie die rite immatrikulierten Studierenden der hiesigen Univcrsitfit — und zwar ohne Unterschied der Fakultät — in Aussicht genommen. Auch andere Personen können auf Grund besonderer Ermächtigung an den Vorlesungen teilnehmen. Die Anmeldung erfolgt bei dem zeitigen Vorsitzenden des Lehrer- Kollegiums, Herrn Dr. E. Bauet!!, in seiner Wohnung. Wallner- Theatcrstr. 21. — Köln. Die Turnhalle an der Machabäerstr. wurde für einen Abend in der Woche gegen einen jährlichen Mietpreis von 30 Mark an den jüdischen Turnverein überlassen. Nach längerer Debatte wurde die Vorlage von der Stadtverordnctenversamnilung einstimmig genehmigt. — Lille. Die jüdische Gesellschaft ״La Terre Proniise" in Paris erhielt au! der Ausstellung in Lille die goldene!Medaille. ־ Wien. Das ..Vaterland“ schreibt Tiber die Judenverfolgung in Rumänien u. A.: ״selbst wenn Rumänien die Bedingungen des Artikels 44 des Berliner Vertrages nicht erfüllt hätte, - so hätte heute n a c h 24 J a h r e n, wo der Berliner Vertrag nur noch in Fetzen vorhanden ist, Niemand das Recht, sich in der intendierten Weise in die innern Angelegenheiten Rumäniens zu mischen.“ Jetzt wissen wir wenigstens, dass nach der Lehre des christlichdcutschnationalcn Blattes Verträge dazu beschworen werden, damit sie nicht gehalten werden. Das wussten wir aber ohnehin schon längst. nationalen! Es ist überall üblich, dass man am Ercb Join Kippur und Hoschanah rabba sogenannte Kaarot in der Syngogc zu verschiedenen Spcndensanimlungcn aufstellt. In Russland werden jährlich 12000—15000 Rubel für die jüdische Kolonisation in solchen Ka'arot gesammelt. In Deutschland ist nach meinem Wissen bis jetzt noch nicht dafür gesorgt. Diesen Ereb Jom Kippur habe ich hier den Versuch gemacht und nicht ohne Eriolg. Sogar bei den Orthodoxen wurde gesammelt. Zwar haben sich die ״Kezinim“ nicht beteiligt; aber es haben sich viele gefunden, welche gegeben haben. Es wäre wfmschenswert, dass dieser Gebrauch überall eingeführt wird. Auch in den jüdischen Hotels sollte man Büchsen mit der Aufschrift ״Für den Nationalfond“ aufstcllcn. Mit Zionsgruss Königsberg, 12. X. 02. M. L. Lembursky. Custige Gehe. Der Sukkothfcstnnmmcr des Mainzer ״Israelit“, der sicli ״Zentral-Organ für das orthodoxe Judentum“ nennt, liegt eine Inseratbcilage der Firma Max Börstel in Altcnburg bei, die mit sieben Schweinen illustriert und geziert ist. Ob diese niedlichen Borstclticrc auf Papier koschere Schw eine sind? — Die Wahrheit folgender Geschichte wird uns von glaubwürdigen Zeugen bestätigt: In der Posenschen Kleinstadt Sch. kam ein Jude — nennen wir ihn Silberstein — zum Pastor Ritter, um sich taufen zu lassen. Er erhielt die lakonische Antwort; ״Oosser, Silberstein w erde ich Sic taufen, ich habe genug Pöbel in meiner GemeindeI“ — Pastor Ritter ist lange tot; aber Herr Silberstein in Sch ...... ist noch immer Die Spender von Kleidungsstücken, Schuhwerk und andern Gegenständen für die zur Auswanderung gezwungenen Rumänischen Juden werden gebeten, solche zu senden, von Norddeutschland an den ״Norddeutschen Lloyd, für dasjüdische Hilfskomitee“ (Gepäckhalle) in Bremen, von Süddeutschland an das ״Hilfskomitee für arme jüdische Aus- Wanderer“ (Schweiz. Bundesbahn.) S. S. B. Basel. Die Redaktion. Ratibor. Das Mitglied unserer Ortsgruppe, Herr cand. j med. P i n c z 0 w c r, der während der letzten Feiertage in Oberglogau auf Ersuchen der dortigen Gemeinde die gesangliche Leitung des Gottesdienstes übernommen hatte, hat [ das hierfür erhaltene Honorar von hundert Mark dem Jüdischen Nationalfond überwiesen. j nlraHereln deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Ordentliche Versammlung am SonnabeaJ, den 1. November 1932. Abends 81/״ Uhr präc. Nutte ln Wronke. Der erste Verdienst. —,50 Mk. i Zur Eintragung unseres Altmeisters Dr. J. Rülf in das gol- 1 denc Buch.! Herr L. Citron-Berlin 5,00 Mk., Herr Dr. Julius Citron- ן Berlin 5,00 Mk., Herr Max Sichel-München 5,16 Mk., Herr 1 E. Mayer, E. P. Brief. Sichel 3.95 Mk., Herr Rcfrcndar Dr. Litt-; mann-Glciwitz 1,00 Mk. . ן i!n Oberlichtsaale der ״Philharmonie“ S.W״ Bernburgerstrasse 22 23. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Kirchenraths Rabbiner Dr. Th. Kroner aus Stuttgart: ״Jud Süss.« Brlefkaiten. Verschiedene Abonnenten und Mitarbeiter. Mit den Geschäften der Rundschau hat unsere Redaktion nie etw׳as zu tun gehabt, und auch j’etzt nichts zu tun. Es ist daher ganz verfehlt, dorthin irgend welche geschäftlichen Zuschriften zu richten. Wir wiederholen daher unsere dringende Bitte, alle geschäftlichen Angelegenheiten ausschliesslich unserer Expedition, alle auf den Inhalt der Zeitung bezüglichen Zuschriften, direkt an den Unterzeichneten richten zu wollen. Dr. Heinrich Loevc. H. Struck.. Vom 26. Oktober au bin ich wieder zu Hause. Zionsgruss. Gronemann. Die lö Mark für den Nationalfond sparen Sie leider! Antwort folgt spätestens nach den Feiertagen. Herzlichen Zionsgruss von Haus zu Haus. 2. Geschäftliche Mitteilungen. 3. Discussion. Der Vorstand. Gäste, weiche durch Mitglieder eingeführt werden, haben Zutritt, weitere Eintrittskarten stehen den Mitgliedern auf dem Bureau, Karlstr. 26 II. zur Verfügung. Die geehrten auswärtigen Abonnenten werden höfl. gebeten, die Abonnementsbeträge vom 4. Quartal, gefl. bis zum 20. 10. a. er. an die entstehende Adresse zu senden, da wir sonst annehmen, dass die Erhebung dieser Beträge per Nachnahme gewünscht wird, was 30 Pf. Mehrkosten für die Abonnenten verursacht. Die Expedition der Jüdischen Rundschau Berlin C. 22, Auguststr. 49 a.