Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VII (1902)
- Issue
- Heft 40 (1.10.1902)
- Date
- 1902-10-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 40. Jtidigelte X^uiidgcl m,u. Seite 8. Miniatur-Bibel. Ausgegebeu iii Heften. No. I. Biel. Frank־, fiirt a. M.. f. Schcrgens 1901. 1. Das Buch des Propheten Jesaia. If! möglichst ßetreuer Uebcrsetzunß. 33 S. 830 ״ Pf. Renner, Gustav: Ahasver. Eine Dichtung. Leipzig: J. Werner 1902. 120 S. 8°. 2 Mk. Schemtob ben Josef, lbn Falaqueras: Propädeutik der Wissenschaften. Reschith Chokmah... auf Grund v. 4 Hs. hrsg. von Rabl). Dr. Moritz David, Berlin: Poppclaucr 1902. XII. 92 S. 8 0 3 Mk. Simon, A. M.: Sollen sich Juden in Deutschland dem Handwerk, der Gärtnerei und der Landwirtschaft widmen? Berlin: S. Rosenbaum 1902. 8 S. 8° 10 Pf: Socndermann, Willi: Ahasver, der ewige Jude, Tragödie. Dresden: E. Piesson 1902. 134 S. 8". 2 Mk. Talmld, Der babylonische ־—. Hrsg. n. d. cd. priuccps (Venedig 1520/23), nebst Varianten der späteren v. S. Lorja u. J. Berlin rcv. Atisg. u. d. Münchener Hs .. . wortgetreu übers, und mit kurzen Erklärungen vers. von Lazarus Goldeschmidt. Bd. VII, Civil- und Strafrecht. Lfg. 1. Des Traktats Synhcdrin (Vom Synhedrium). 1. Halite. 240 S. gr. 4°. Berlin: S. Cal- \ary & Co. 1902. Subskr.-Preis 15 Mk. Einzelpreis 18 Mk. Unlversal-Bibliothek, Jüdische, No. 89. Prag: J. B. Brandeis 1902. S9. Thorn. A. D.: Internationale Ghcttobildcr. 136 8. gr. 1620 .״ Pi. Hllerlei. Zur Naturgeschichte der jüdischen Professoren. Es giebt sonderbare jüdische Typen. Hier ein ßcispiei. Ist da an einer süddeutschen Unive ־sität ein jüdischer ausserordentlicher Professor, der das Bedürfnis empfindet, seine beiden Knaben beschneiden zu lassen. Der Akt wird jedesmal mit einer ganz besondern Feierlichkeit vollzogen; der gastliche Hausherr hat eine grosse Zahl seiner Universitätskollegen und anderer christlicher Freunde dazu eingeladcn. ״Was ist da Sonderbares?“ wird der geehrte Leser fragen, ״das ist doch ein schönes Zeichen eines gesunden Selbstbewusstseins.“ Bitte, einen Augenblick — das war vor 8—9 Jahren — und heute sind die Kinder getauft und nehmen atn protestantischen Religionsunterricht teil. Kann es ein drastischeres Beispiel der inneren Haltlosigkeit unserer jüdischen Intelligenz geben? Ob der Herr wohl arr Ansehen bei den Kollegen gewonnen hat? Aber was thut man nicht der Kinder wegen! Heiliges Lcvite! — In dem Aufsatze der vorigen Nummer ״Eine Vereinigung der zionistischen Akademiker von Dr. Moses-Mannheim sind zwei Druckfehler zu berichtigen: In der zweiten Spalte muss es statt ״priobiertc“ Agitatioustendenz p 0 i n t i e r t e heissen; in § 16 der Statuten statt ״prinzipiellen“ Sektionen provinziellen. Lübeck. Am 23. September versammelten sich die Mitglicder unserer Ortsgruppe zu ihrer ersten Sitzung nach den Sommerferien. Der Vorsitzende Dr. J o C I feierte in warmen Worten die historischen Verdienste des leider dahingegangenen Dr. R U I f: die Erinnerung an sein unermüdliches, von reichem Erfolge gekröntes Wirken im Dienste unserer erhabenen Idee möge uns stärken und zur thatkräftigen Fortführung des von Hirn begonnnenen Frciheitswerkcs begeistern. Die Versammlung ehrte das Andenken au den Altmeister durch Erheben von den Sitzen. Darauf referierte der Vorsitzende über die Thätigkcit des Vorstandes während des Sommer-Semesters. Zwei Druck- Sachen wurden an sämtliche Mitglieder der Gemeinde versandt. Die eine enthielt eine Aufforderung zur Hergabe gebrauchter Kleidungsstücke für das Bremer Auswanderer-Komitee. Der Erfolg war ein, ausgezeichneter. Einen gleichfalls günstigen Eindruck erweckte ein Zirkular, das eine nachdrückliche Empfchlung von Palästina-Ethrogim zum Gegenstand hatte. Beide Verlautbarungen hatten gleichzeitig für die Ortsgruppe propagandistischen Wert. Den Vortrag des Abends hielt Herr cand. jur. Leo Landau. F.r erläuterte in klarer und wirksamer Form die Grundzüge des Basler Programms. Verdienter Beifall belohnte ihn. An der sich anknüpfenden Debatte, welche bemerkenswerte Fingerzeige für die Art der in Angriff zu nehmenden Agitation zu Tage förderte, beteiligten sich die Herren Eduard J0§1, Scheurenbcrg, Lehrer Stiebei, Ref. Jacobson, Dr. Walter Friedemann und Dr. KaImus. Zum Schluss forderte der Vorsitzende die Versammelten auf, durch eine Spende für den Nationalfond und entsprechende Anzeige in der ״Israelitischen Rundschau“ die Glückwünsche für ״Röschhaschana“ abzulösen. K. Hationalfond. Spenden zur Eintragung unseres Altmeisters Dr. I.• I. RfUf in das goldene Buch des Jüdischen Nationalfonds: Herr Warhaftig 50 Pf., Herr Aschkenasy 20 Pf., Herr Kraus 20 PL, Herr Apfelbaum 20 PL, Herr Bohr 50 PL, Herr Blum 20 PL, Herr Buckenstein 20 PL, Frl. Tomaschewsky 40 Pf., Frl. Ascher 50 PL, Frau Hol-!ander 30 PL, Herr Lindcnschaht 30 PL, Ungenannt 45 PL, Herr Wollsteiner 50 PL, Herr Hermann 50 PL, Herr Knpterberg 50 PL, Herr Dr. Waldenburg 50 PL, Herr Friedländcr 30 PL, Herr Hcrodiscliz 50 PL, Frl. Majcrowitsch 50 PL, Herr M. Breslauer 20 Mk., Herr Levy 50 PL, Herr Dr. Sandler 1 Mk., Herr Dr. Sournc 50 PL, Herr Stern I Mk., Herr Herrn. Struck 3 Mk., Herr Lcmbcrger 1 Mk., Herr L. Lambursky (Königsberg) 10 Mk. Ablösung. Hugo Blum-Halberstadt 2 Mk., Siegfried Levy- Hannover 3 Mk., Apotheker Mainlock ־ Strassburg 5 Mk., Preczep-Leipzig 3 Mk.. Ellas Auerbach —,50 Mk., Dr. Heinr. Locwe-Berlin 1 Mk., Pariser-Berlin 1 Mk., Hermann Struck- Berlin 4 Mk., H. Kikolcr-Berlin —,50 Mk., Familie Majerowitsch-Bcrlin 3 Mk., Familie Tauber-Berlin 1 Mk., Ignaz Titnar- Berlin 3 Mk., Rechtsanwalt Lcvy-Hagenau 3 Mk., Pr. mcd. Bambcrger-.3 Mk., Dr. L. ü. Idbcrg-Frankfurt am Main 5 Mk., Hermann Gabriel-Berlin 5 Mk. Herr Gilles, München 3 M.. Herr Apotheker Mamlock-Strassburg (Eis.) 5 Mk.. Herr Brcczcp-l.eipzig 3 Mk., Herr Pariser-Berlin 1.5(1 Mk.. Herr P. Wolfsohn-Köln 18 Mk., Herr Herrn. Struck- Berlin 4 Mk.. Familie Majcrowitsch-Berlin 3 A\k., Familie Tauber-Berlin 1 Mk.. Herr Ignaz Timar-Berlin 3 Mk., Herr Rechtsanwalt Levy-Hagenau 3 Mk., Herr Dr. med. Bambergcr 3 Mk.. Herr Dr. I.. Goldbcrg-Frankfurt a. M. 5 M., Herr Herrn. Gabriel-Berlin 5 Mk.. Herr M. L. Sambursky-Königsberg 10 Mk., Herr Hugo Blum-Halberstadt 2 Mk., Siegfried I.e\y, Einjährig - Freiwilliger. Hannover 3 Mk.. Herr Pr. Heinrich Locwe und Familie-Berlin 1 Mk.. Herr H. Kikolcr und Familie-Berlin —,50 Mk., Herr Elias Auerbach und Familie- Berlin —,50 Mk., Herr Jakob Auerbach und Familie-Berlin I Mk., Herr Ballo-Berlin 3 Mk., Herr Dr. A. Lurgc 2 Mk. Eiistlge Schinkenorthodoxie. Die ./Allgcm. Ztg. d. Judtm.“ bcrichtet als wahre Begebenheit: ״In einem Gasthofe von Karlsbad frühstücken zwei Berliner Juden. Einer ist Reformjude, der andere konservativer. Sic essen beide Schinken und streiten dabei um die Vorzüge ihrer religiösen Richtung. Man gerät in Eifer.. Plötzlich spicsst der Konservative, um durch Anschaulichkeit zu wirken, ein Stückchen Schinken auf die Gabel, hält es dem Gegner vor Augen und sagt: ״Nicht so ein Stückdien von Judentum darf geopfert werden.“ — Fixe Berichterstattung. Eine unsern Lesern wohlbekannte indische Zeitung berichtet in ihrer Nummer 37 vom 12. September über die Einweilumgsfeier der jüdischen Arbciterkolonic in Weissensec folgcndcrmassen: ״Berlin. Am Sonntag, dem 14. September, wurde in Weissensec die Jüdische Arbciterkolonic des Deutsch- Israelitischen Gcmeindcbundcs eingeweiht etc." Wir sind durch diese prompte Berichterstattung über die Feier eines Berichtes in der vorliegenden Nummer iiberhoben. €---ד-7—:7T..Z3 Die geehrten auswärtigen Abonnenten werden höfl. gebeten, die Abonncmentsbetriigo vom 4. Quartal, sowie die ov. noch nicht beglichenen vom 8. Quartal, gefl. bis zum 15. 10. a. er. an die endstehendo Adresse zu senden, da später diese Beträge per Nachnahme erhoben werden, was 30 Pfg. Mehrkosten verursacht. Die Expedition der jüdischen Rundschau Berlin, Auguststrasse 49a.