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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1931-04-01 · Heft 4-5 (April 1931) · p. Seite 65

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1931) (Neue Folge
Issue
Heft 4-5 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 65 (sequence 14)
Language
German
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Jüdische Deantle Nichiiiidische Beamte Insin Galizien Insin Galizien gesamt abs. •/• gesamt nbs. •/• Wojewoden- und Starostenbehörden 61 51 83,6 6 236 1866 29,9 Richter und Staatsanwälte .... 132 84 63,6 3298 1301 39,4 327 307 93,9 7 414 2 325 31,4 262 241 92,0 14957 5 265 35,2 85 61 71,8 1566 408 26,1 24 23 95,8 1706 546 32,0 308 292 94,8 13834 4111 29,7 394 384 97,5 30980 8 381 27,1 Die bevorzugte Stellung Galiziens steht in keinem Zusammenhang mit dem politischen Regime, sondern ist lediglich eine historische Hinterlassenschaft des früheren österreichischen Staates. Seit dem Jahre 1923, auf das sich die betrachteten Zahlen beziehen, haben sich die Verhältnisse wesentlich gewandelt, und auch Galizien ist von dieser Wandlung nicht verschont geblieben. Der polnische Staat geht zielbewußt darauf aus, die Verhältnisse in verschiedenen Teilen des Landes zu nivellieren und unter andern auch Galizien an die Zentralen Wojewodschaften anzugleichen und somit das österreichische Erbe zu liquidieren. Der Umfang der jüdischen Beamtenschaft schrumpft in Galizien immer mehr zusammen, und auch in den Zentralwojewodschaften besteht die Tendenz, die jüdische Beamtenschaft nach Möglichkeit abzubauen. Methodologisches zur Statistik der Krebssterblichkeit bei den Juden Von I. Koralnik, Berlin. Das Krebsproblem bildet zweifelsohne das schwierigste und komplizierteste Kapitel der Erforschung der Sterblichkeitbesonderheiten der Juden. Solange die Pathogenese der Krankheit selbst in Nebel eingehüllt ist, bleiben dem Forscher sowohl die Wege für die statistische Analyse als auch die Hauptmomente des Problems, um die sich die Betrachtungen zu konzentrieren haben, unergründet. Die immer noch sehr wenig geklärte Frage ist die nach dem Anteil der verschiedenen Krebsformen an der jüdischen Sterblichkeit. F i s h b e r g, Auerbach, Theilhaber u. a. Forscher konnten bloß fragmentäre und nicht immer nachgeprüfte Angaben für ganz kleine Perioden anführen. Die in den nachstehenden Tabellen zusammengefaßten Daten beruhen auf den neueston statistischen Publikationen und gestatten uns bereits eine genauere Übersicht der Verhältnisse und ihre systematische Behandlung. Ein besonders interessantes und ausführliches Material liefert uns die Statistik des Wiener Magistrats (1925—26), die in unserer Tabelle I wiedergegeben ist. Bei der Betrachtung der Männergruppe der Gestorbenen in Wien erkennt man, daß hier sowohl bei den Juden, wie bei den Nichtjuden der Krebs der Verdauungsorgane vorherrscht. Bei den Juden entfallen auf diese Gruppe etwa 38,5 %, bei den Nicht juden gar 48,1 % aller Fälle. Die höchste Partizipation zeigt in dieser Gruppe der Magenkrebs mit 26,6 % bei den jüdischen und 30,2 % bei den christlichen Männern. Der Leberkrebs bean- 65

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