Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1931-04-01 · Heft 4-5 (April 1931) · p. Seite 63

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1931) (Neue Folge
Issue
Heft 4-5 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 63 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2650397-2650424-2650428--5819-2651229
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

zur Verwendung in diesem Gebiele. Dabei setzt sich diese größere Hälfte der jüdischen Beamten aus ]Lehiern der staatlichen jüdischen Schulen, oder Lehrern für den Religionsunterricht in den allgemeinen Schulen zusammen; Gesamtzahl Jüdisch °lo . ■ Gesamtzahl Jüdisch o/o Schuiinspektion 87 — —I Lehrerseminare 1692 18 1.1 Hochschulen .2 065 2? 1,5 Fachschulen .1 105 2 0,2 Mittelschulen . 4853. 137 2,8 j Volksschulen . 58 486 1 924 3,3 Der Bestand der jüdischen Volksschullehrer zerfällt in die nachstehenden 3 Gruppen: Direktoren 272 oder 1,3 % der Gesamtzahl der Direktoren (21435), Lehrer. 1055 oder 2,9% der Gesamtlehrerschaft (38160) und Religionsiehrer 115 oder 12,9% (891). Von den jüdischen Hochschullehrern sind 6 ordentliche Professoren (von der Gesamtzahl von 428), 1 außerordentlicher (168), 3 Honorarprofessoren (130), 16 Assistenten (122i8) und 1 Professor des Musikkonservatoriums (111). Die höchste Quote erreichen die jüdischen Professoren und Assistenten an der Universität zu Lemberg mit 3,2 % (8 von 253); dann folgt die Warschauer Universität mit 2,9 % (9 von 307). die Krakauer mit 1,6 % (5 von 309). Die Wilnaer Universität und das Lemberger Polytechnikum weisen nur je 1 jüdischen Dozenten auf. Nach Abzug der 2108 Lehrer, die, wie wir nochmals hervorheben möchten, für die jüdische Bevölkerung bestimmt sind und nur im uneigentlichen Sinne als Beamte betrachtet werden können, verbleibt ein kleines Häuflein jüdischer Beamten im eigentlichen Sinne des Wortes. Von diesen sehen wir 40 jüdische Beamte an der Zentralregierung, darunter 7 im Finanzministerium (bei einer Gesamtheit von 535 Beamten), 6 im Ministerium für Wohlfahrt und Arbeit (180), 5 im Ressort für Handel und Industrie (289), 5 im Auswärtigen Amt (415), 4 im Bildungsministerium (284), 4 im Hauptgesundheitsamt (109), 4 im Ministerium für öffentliche Arbeiten (227), 2 im Innernministerium (254), 2 in der Staatsanwaltschaft und 1 im Statistischen Hauptamt. Die Ministerien für Justiz und Landwirtschaft und alle übrigen Behörden der Zentralregierung sind judenrein. Sehen wir uns nun die Verhältnisse in den Lokalverwaltungen an. Hier ragen gerade die Justizbehörden mit der höchsten Anzahl der jüdischen Beamten hervor. Die Verteilung der jüdischen Beamten auf die einzelnen Ressorts der Lokalverwaltungen gestaltet sich wie folgt: Gesamtzahl Jüdisch 9/o Wojewodenu. Starostenbehörde .... 6297 61 1,0 1727 12 0,7 7 741 327 4,2 15 219 262 1,7 2 685 9 0,3 2788 93 3,5 1651 85 5.1 355 4 1.1 782 4 03 4697 44 0,9 2344 19 0.8 623 1 0.2 1730 24 1.4 Lokalbüros der Oberstaatsanwaltschaft . . 132 6 4,5 471 — — Legationsu. Konsular. Dienst im Auslande 812 16 2,0 63

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.