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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1931-04-01 · Heft 4-5 (April 1931) · p. Seite 57

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1931) (Neue Folge
Issue
Heft 4-5 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 57 (sequence 6)
Language
German
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zu 55 % im Bekleidungsgewerbe untergebracht. Ob es jüdische oder nichtjüdische Unternehmer, inländische oder ausländische in erster Linie sind, welche die Hauptmasse der ausländischen Arbeiter beschäftigen, geht leider aus der Statistik nicht hervor, wahrscheinlich ist das letztere der Fall. Auch von den inländischen jüdischen Arbeitern ist weitaus der größte Teil, nämlich ca. 36 %, in der Bekleidungsindustrie tätig, ungefähr ein Sechstel entfällt auf das Nahrungs- und Genußmittelgewerbe, das 8% der ausländischen Arbeiter aufnimmt. Es würde zu weit führen, auf die Industrien im einzelnen einzugehen, so interessant es auch wäre manche wie die Metallindustrie, das Baugewerbe, die elektrotechnische Industrie gesondert zu betrachten. In der Wirtschaftsabteilung B war, wie wir oben gesagt haben, das Ausmaß der Erwerbstätigkeit bei den In- und Ausländern im allgemeinen gleich groß. Beim männlichen Geschlecht war der Unterschied nicht sonderlich erheblich, er betraf im wesentlichen die Schicht der Selbständigen. Beim weiblichen trat der Gegensatz viel ausgeprägter zu Tage, und hier sind es mit Ausnahme der mithelfenden Familienangehörigen alle soziale Stufen, die ein vergleichsweise geringeres Kontingent Erwerbstätiger bei den ausländischen weiblichen Personen aufweisen als bei den inländischen Personen gleichen Geschlechts. Es liegt dies daran, daß im Bekleidungsgewerbe, insbesondere in der Schneiderei und der Kleiderherstellung viel weniger ausals inländische Arbeiterinnen tätig sind. Es mag dies damit zusammenhängen, daß die ausländischen Mädchen und Frauen, vor allem die eingewanderten nicht beruflich so gut vorgebildet sind als die einheimischen und demgemäß keine Betätigungsmöglichkeit in der Industrie haben. Weit geringer als in der eben behandelten Wirtschaftsabteilung B sind die Unterschiede zwischen In- und Ausländern in der Wirtschaftsabteilung C, in welchen von jeder Bevölkerungsgruppe gleichviel, nämlich ca. 50 % vertreten sind. I n 1 ä r ider A U 5 1 ander abs. fl/o abs. % . 49 254 53,33 10826 53,66 b ...... , . 32 699 35,54 6962 34,51 1559 1,69 661 3,28 . . 8 500 9,24 1727 8,55 Zusammen . . 92012 100,00 20176 100,00 Im Waren- und Produktenhandel, Tabak- und Hausier- und Straßenhandel sind verhältnismäßig mehr Ausländer, im Bank- und Börsenwesen und Vermittlungsgewerbe hinwiederum mehr Inländer zu finden. Der Waren- und Produktenhandel ist der einzige Wirtschaftszweig, in welchem bei den ausländischen Juden in der Schicht der Selbständigen der Prozentsatz der Erwerbstätigen größer ist als bei den Inländern (36,6 :37,8), sonst überwiegen allenthalben und in allen Schichten in dieser Beziehung die inländischen Juden, wobei allerdings die Gegensätze nicht so kraß zu Tage treten wie in der Wirtschaftsabteilung B. In der nächstfolgenden Wirtschaftsabteilung D, zu welcher die Verwaltung, das Heerwesen, die Kirche und die freien Berufsarten gehören, sind von je 100 erwerbstätigen inländischen Juden 5,13, von je 100 ausländischen Juden 4,49 ermittelt worden. Geben wir auch hier zuerst einen allgemeinen Uberblick über die Verteilung nach den sozialen Schichten. 5?

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