Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1931-02-01 · Heft 2 (Februar 1931) · p. Seite 30

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1931) (Neue Folge
Issue
Heft 2 (Februar 1931)
Date
1931-02-01
Page
Seite 30 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2650397-2650424-2650426--5780-2651188
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Polen (19211 Palästina (1930) ob 5. •/• abs. •/o 9406 6,1 5135 28,2 . 102056 65,9 8 327 45,8 4392 2,8 1492 8,2 Hausu. persönl. Dienst , . 39102 25,2 3 231 17,8 Zusammen . . . , . 154956 100,0 18183 100,0 Wesentliche Unterschiede zeigen sich gegenüber anderen Ländern bei der landwirtschaftlichen Gruppe. In Palästina beansprucht sie reichlich ein Viertel aller Arbeiter, in Polen dagegen nur 6,1%. Ebenfalls stärker besetzt ist in Palästina das Transportfach. Dagegen sind Industrie und die Gruppe «Haus- und persönlicher Dienst» schwächer vertreten. Statistik der jüdischen geisteskranken Verbrecher in Kongreß-Polen Von Dr. Rafael Becker, z. Z. Leitend. Arzt der Anstalt für Geisteskranke in Otwock, bei Warschau. Seit dem Jahre 1928 ist für alle polnischen psychiatrischen Anstalten ein obligatorisches Formular für die Berichterstattung eingeführt worden, in dem u. a. auch nach der Konfession der neuaufgenommenen Geisteskranken gefragt wird. Dadurch ist eine mehr oder weniger genaue statistische Untersuchung über die Art und Verbreitung der Geisteskrankheiten bei den Juden in Polen ermöglicht worden. Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind von mir an anderer Stelle veröffentlicht.* Hier möchte ich speziell über die Häufigkeit jüdischer geisteskranker Krimineller in Kongreß-Polen und die Art der Verbrechen bei ihnen berichten. Die Angaben entnehme ich der im Jahre 1930 erschienenen Arbeit von Dr. J. B e d n a r z, ehemaligen Leiter der Kriminal-Abteilung der staatlichen Irrenheilanstalt «Tworkb, bei Warschau.** Es handelt sich hier um Kriminelle, die zu gerichtlich-psychiatrischen Untersuchung oder zum Zwecke der Internierung in der Kriminal-Abteilung dieser Anstalt in der Zeit von 1. Januar 1922 bis 1. September 1927 aufgenommen wurden. Erwähnt sei dabei, daß «Tworki» die einzige Anstalt in Kongreß-Polen ist, die eine Abteilung für Kriminelle besitzt, sodaß hierher aus allen Teilen Kongreß-Polens beinahe sämtliche auf Zurechnungsfähigkeit zu untersuchenden Kriminellen gebracht werden. Von den im genannten Zeitabschnitt untersuchten Fällen waren: Oberhaupt Juden Polen abs. o/o abs. % abs. <•/« Unzurechnungsfähige . . 271 100,0 34 12,5 195 72,0 Zurechnungsfähige ... 70 100,0 9 12,8 56 80,0 Simulanten...... 95 100,0 14 14,7 72 75,8 Zusammen .... 436 100,0 5? 13,1 323 74,1 Die Juden stellten 13,1% der Gesamtzahl der Fälle, also mehr als es ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung des Landes (10,5%) entspricht. »Psychiatrisch-Neurologische Wochenschriß Nr. 41, Jhg. 1929 und Nr. 35. Jhg. 1930; ferner OSE-Rundschau Nr. 1, 1930. *• J. Bcdnarz; Obserwacje sadowo—psych jatryczne w oddziale kryminalnym w szpilalu „Tworki", — Rocznik Psychjatryczny, 1930, 5d. XIII. 30

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.