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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1930-11-01 · Heft 5 (November 1930) · page 17

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
5 (1930) (Neue Folge)
Issue
Heft 5 (November 1930)
Date
1930-11-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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nische Akademie in Düsseldorf mit 6,9% und die Universität Breslau mit 6,7%. Die bayerischen Universitäten zeigen einen Durchschnitt von 3,1% Juden, wobei München mit 2,7% die Mitte zwischen Würzburg (4,8%) und Erlangen (1,9%) einnimmt. Statistik der jüdischen Ärzteschaft in Polen und in der Tschechoslowakei Nach amtlichen Ermittelungen (s. die Zeitschrift «Zdrowie», Nr. 5, 1929, Organ der Warschauer Hygienischen Gesellschaft) gab es in den ersten Nachkriegs jähren unter der Gesamtzahl der Ärzte in Polen: Israeliten — 33,5%, Röm.-Katholiken — 55,6%, Gr.-Katholiken — 1,8%, Evangelische — 5,9%, Orthodoxen — 2,4%, Konfessionslose — 0,8%. Der Nationalität nach waren: Juden — 11,4%, Polen — 79,1%, Deutsche — 5,5%, Sonstige (Russen, Ruthenen und Bialorussen) — 4,0%. Die Ärzte mosaischen Glaubens wiesen sich zu 62,4% als Angehörige der polnischen Nationalität aus, während sich von den Evangelischen nur 51,8%, von den Orthodoxen 30,1% und von den Gr.-Katholiken nur 9,4% in die Rubrik dieser Nationalität eingetragen haben. Die Zahlen für die einzelnen Provinzen ergeben dabei ein recht instruktives Bild: während in Kongreß-Polen die überwiegende Mehrheit der Mosaischen zur polnischen Nationalität neigt, steht sie in den östlichen Provinzen auf der Seite der jüdischen und in den westlichen auf der der deutschen Nationalität. Aufschlußreiche Angaben über die konfessionelle Zusammensetzung der Ärzteschaft bringt auch das Statistische Handbuch der Tschechoslowakischen Republik, Bd. II, 1925. Danach waren von 1729 Distrikt- und Gemeindeärzten i. J. 1921 277 16,0% Israeliten (gegen 2,6% Israeliten unter der Gesamteinwohnerschaft des Landes im selben Jahre). In den einzelnen Landesgebieten gestalten sich die Verhältnisse folgendermaßen: Distriktärzie Gemeindeärzte o/o-Anteil der o/o-Anteil der Ges. Israeli¬ °/o Ges. Israeli¬ °/o Israeliten an Israelit, an Zahl ten Zahl ten der Summe der Bevölk. Böhmen . . . 795 81 10,2 219 15 6,8 9,5 1,2 Mähren . . . 2S1 52 11.4 99 15 15,1 11,8 } 1,4 Schlesien . . 21 1 4,8 33 2 6,1 5,6 Slovakei . . 45,9 4,5 Karpathorus . 27 16 59,3 8 4 50,0 57,1 15,4 Von den 277 israelitischen Ärzten waren nur 49 17,7% Angehörige der jüdischen Nationalität. In Böhmen waren es nur — 5,1%, in Mähren — 15,5%, in der Slovakei — 25,7%, in Schlesien — 55,5% und in Karpathorus — 45,0%. Herausgegeben vom Büro für Statistik der Juden. — Für die Redaktion verantwortlich: Dr. Jacob Segall, Berlin N5ö

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