Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1930-09-01 · Heft 3 (September 1930) · p. Seite 42

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
5 (1930) (Neue Folge)
Issue
Heft 3 (September 1930)
Date
1930-09-01
Page
Seite 42 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2650397-2650417-2650420--5677-2651081
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

In seiner Arbeit «The religious composition of Greater New-York, 1922» gelangt Dr. Walter L a i d 1 a w durch ein anderes Verfahren zum Ergebnis, daß die Gesamtzahl der Juden New-Yorks sich im Jahre 1920 auf 1 643 002 stellte. Somit nimmt die Zahl der jiddischsprechenden Juden New-Yorks 67,64% der gesamten jüdischen Einwohnerschaft dieser Stadt in Anspruch. Aus einer Reihe anderer Erwägungen und Stichproben geht hervor, daß der Prozentsatz für New-York keine Gültigkeit für andere Orte hat: für die östlichen Städte ist er zu niedrig, für die westlichen zu hoch. Letzten Endes haben wir uns berechtigt gesehen, für jene Städte den Schlüssel von 75% (New-York, Boston, Philadelphia) und für diese von 60% (Cleveland, Pittsburgh, St. Louis) zu wählen. Dabei nähert sich Baltimore dem östlichen, Los Angeles dem westlichen Typus an. Die Konfrontierung der Haupt- und Kontrollmethode hat nur geringe Divergenzen ergeben, die beispielsweise aus folgender Zusammenstellung zu ersehen sind: Haupt- Kontroll¬ Abgerundete meihode methode Resultante Cleveland . . . 86459 84 571 85 000 Detroit . . . . 76 376 80 070 75 000 Newark . . . . 65 725 69 818 65 000 Pittsburgh . . . 55 659 53 106 53 000 Philadelphia . 277 265 261 409 270 000 St. Louis . . . . 50 871 45 484 50 000 Durch diese Übereinstimmung hat sich unser Hauptverfahren in vollem Umfange bewährt. Man wird vielleicht entgegnen, daß unserer Methode Mängel anhaften: 1. in der Zahl der am Versöhnungstage fehlenden Kinder seien auch nichtjüdische Kinder einbezogen, die das Ausbleiben der jüdischen Kinder aus der Schule mitmachen; 2. das Verhältnis der Zahl der Kinder zur Gesamtbevölkerung differiere bei Juden und Nichtjuden; 3. daß es unzulässig sei anzunehmen, daß die vollen 100% der jüdischen Kinder am Versöhnungstage fehlen. Aber die Übereinstimmung der Ergebnisse des Schulkinderverfuhrens mit dem Mutterspracheverfahren beweist, daß die Fehlerquellen sich gegenseitig aufheben. Durch eine Reihe von Einzel- und Gruppenberechnungen und mittels verschiedener Verfahren, die wir in unserer Arbeit «The Jews in the United States, 1927, a Study of their Number and Distribution», New-York 1929, beschrieben haben, haben wir für das ganze Land die Zahl von 4 228 029 jüdische Einwohner für das Jahr 1927 ermittelt. Zur Überprüfung dieses Endergebnisses bedienten wir uns der Taxierung auf Grund der Einwanderungsstatistik. Wir legen die Schätzung des Bureau of Jewish Statistics beim American Jewish Committee (von S. D. Oppenheim) zugrunde, dahingehend, daß die gesamte jüdische Einwohnerschaft der U. S. A. 5 588 000 im Jahre 1917 betragen haben durfte. Die Netto- Einwanderung umschloß im Zeitraum von Januar 1918 bis Dezember 1927 525 984 Juden. Der natürliche Zuwachs dieser Netto-Einwanderung berechnet sich für dieselbe Zeit auf 32 746 (wenn der Zuwachs mit 20 pro Mille eingesetzt wird). Die 3 388 000 Juden vom Ende 1917 haben während derselben zehn Jahre eine Zunahme von 544 058 erfahren (wenn der Zuwachs mit nur 15 pro Mille eingesetzt wird, in Anbetracht des schwächeren 42

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.