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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1930-08-01 · Heft 2 (August 1930) · p. Seite 17

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
5 (1930) (Neue Folge)
Issue
Heft 2 (August 1930)
Date
1930-08-01
Page
Seite 17 (sequence 2)
Language
German
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ZEITSCHRIFT für DEMOGRAPHIE und STATISTIK der JUDEN Sckriftlcitung Dr. Jacob Segall I. Koralnik 5. Jahrgang (Neue Folge) August 1930 JVo 2 INHALT: 1. Dr. Jacob Setfall: Grudsatzliche Betrachtungen zur Statistik der ungemischten und gemachten Ehen; — Dr. Arthur Ruppin: Der Verlust des Judentums durch Taufe und Austritt; — I. Koralnik: Zur Statistik des Freitodes bei den Juden'in Preußen 1920—28. 2. Statistisches Archiv: Die Zensiten der jüdischen Gemeinde in Lodz; — Jüdische Arbeiter in den Industrieunternehmungen Weißrußland» 1929. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Grundsätzliche Betrachtungen zur Statistik der ungemischten und gemischten Ehen Von Dr. Jacob Segall, Berlin. Aufgabe der folgenden Skizze soll es sein zu untersuchen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, wenn man zu einer wissenschaftlich fruchtbaren Beleuchtung von Eheschliessungstabellen gelangen will. Die erste und wichtigste Forderung, die hier zu stellen ist, lautet: absolute Ziffern für jedes Jahr der zu betrachtenden Zeitstrecke. Bei den zuweilen recht erheblichen Schwankungen, die gerade die Kurve der Eheschließungen aufweist — man denke an das rapide Sinken in den Kriegsjahren und das ungewöhnlich starke Ansteigen in den Nachkriegs jähren, — ist die schematische Durchschnittsberechnung nach Jahrfünften, die häufig gefunden wird, nicht geeignet, einen tiefen Einblick in die Dynamik der Ehefrequenz zu verschaffen. Ferner ist die isolierte Aufstellung von Ehestatistiken für einzelne Großstädte, für Stadt und Land getrennt, für Agglomerationsgruppen zu vermeiden. Sie geben ein einseitiges und sehr häufig unzutreffendes Bild von der Tendenz der Ehebewegung, da die Zusammensetzung der Bevölkerung in den einzelnen Städten, in Stadt und Land völlig ungleichartig ist, so daß die vergleichsweise Gegenüberstellung der Tabelle schon von vornhinein an einer Unkorrektheit krankt. Am zweckmäßigsten dürfte es sein große territorial und wirtschaftlich zusammengehörige Gebiete zu erfassen. Je kleiner das zu untersuchende Gebiet ist, umso stärker prägen sich die Zufallserscheinungen aus und trüben das Gesamtbild. Um ein i?

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