Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 5 (1930) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 1 (Juli 1930)
- Date
- 1930-07-01
- Page
- Seite 1 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ZEITSCHRIFT Ifir DEMOGRAPHIE und STATISTIK der JUDEN Scbriftleitung Dr. Jacot Segall I. Koralnik 5jaWang Juli 1930 tfo 1 (Neue Folge)_ INHALT: 1. Dr. Jacob Segall: Die Statistik der Juden 1905—1930; — Dr. Erich Simon: Die Billanz der jüdischen Bevölkerung Preußens 1922—1928; — I. Koralnik: Zum jüdiichen Studentenproblem in Ost- und Mitteleuropa. 2, Statistisches Archiv: Die judischen Eheschliessungen in Deutschland 1919—1927; — Selbstmorde in Wien 1925—1928; — Die Mobilität der jüdischen Bevölkerung in der Sowjet- Union 1923—1929; — Die Zahl der Juden in Polen 1929. Nachdruck der Abhandlungen ist nur mit besonderer Genehmigung, des übrigen Inhalts nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet. Die Statistiker Juden 1905-1930. Von Dr. Jacob S e g a 11, Berlin. Als am 1. Januar 1905 die erste Nummer der «Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden» erschien, lagen bereits einige wertvolle und grundlegende Arbeiten auf dem Gebiete der jüdischen Statistik vor. Dr. Arthur R u p p i n, der Begründer der Zeitschrift und Redakteur bis Ende 1908, hatte bereits im Jahre 1902 in «Conrads Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik» eine Artikelserie erscheinen lassen, in der zum ersten Male die demologischen und sozialen Verhältnisse der Juden in Deutschland vom statistischen Gesichtspunkte aus an der Hand von amtlichen Material in sachkundiger Weise beleuchtet wurden. Es war von dem gleichen Verfasser ferner im Jahre 1904 die erste Auflage des Buches: «Die Juden der Gegenwart» erschienen, in welchem der Versuch gemacht wurde, ebenfalls auf Grundlage der Statistik, eine Soziologie der Juden in großen Umrissen zu entwerfen. Im gleichen Jahre war vom Verein für Statistik der Juden unter der Leitung von Dr. Nossig ein Sammelwerk «Jüdische Statistik» veröffentlicht worden, das eine große Zahl von Einzelarbeiten statistischen Inhalts enthielt. Die Zeitschrift sollte das ungeheure amtliche Material teils in Aufsätzen, teils in Archivnotizen der Allgemeinheit zugänglich machen. Nach einem ganz bestimmten Plan war vorgesehen, einerseits die Hauptgebiete der Statistik: Bevölkerungs-, Wirtschafts-, Unterrichts-, Moral-, und Kulturstatistik zu pflegen, andererseits die Verhältnisse der jüdischen Bevölkerung in den einzelnen Ländern, insbesondere Europas darzustellen. 1