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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1927-01-01 · Heft 9-12 · p. Seite 164

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1927) (Neue Folge)
Issue
Heft 9-12
Date
1927-01-01
Page
Seite 164 (sequence 33)
Language
German
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— 164 — danka", ferner Möhren, Wassermelonen, Kürbisse, Sonnenblumen, Lauch usw. angebaut. Sowohl die Ica als auch der Joint fördern besonders den Wein- und Obstbau. Es wird auch Bienen- und Geflügelzucht getrieben. In der Milchwirtschaft sind erhebliche Fortschritte zu verzeichnen. Für die gedeihliche Entwicklung des neugeschaffenen jüdischen Dorfes sind Ambulatorien, Schulhäuser und Badeanstalten dringend notwendig. Der Joint und die Ica können diese wichtigen Bedürfnisse nicht auf einmal befriedigen, und so konnte es geschehen, daß z. B. im Kreise Cherson Kolonisten fortzogen, weil keine Schulen vorhanden waren. Ueberall, aus allen Kolonien, ertönt der Ruf nach Schulen, Badeanstalten und Krankenhäusern. Besonderer Fürsorge bedürfen die Kinder im vorschulpflichtigen Alter. Auch für diese ist nur wenig geschehen. Die Zahl der Kindergärten müßte ganz bedeutend erhöht werden. Es handelt sich dabei um Beschaffung des Kindergartengerätes und der Räumlichkeiten. Auch für Kinderhorte ist ein großes Bedürfnis vorhanden. Für hygienische und kulturelle Einrichtungen wird nicht in genügendem Maße gesorgt. Dies bringt ernste Gefahren für die Lebensfähigkeit des ganzen in so großartigem Aufstieg begriffenen jüdischen.Koloniewesens in Rußland mit sich. Von der Gesinnung der jungen Generation, von der moralischen und gesundheitlichen Verfassung der Kolonisten, die zum großen Teile unter ungewohnten klimatischen Verhältnissen leben und sich erst an die harte landwirtschaftliche Arbeit gewöhnen müssen, hängt die Zukunft der jüdischen Kolonien ab. Der Hilfsverein der Deutschen Juden erachtet es als eine vornehme Aufgabe, sich der hygienisch-kulturellen Arbeit im Osten zu widmen. Er will, soweit ihm dies seine Mittel erlauben werden, Ambulatorien, Badehäuser, Schulgebäude, Kindergärten und anderes mehr bauen. Der Hilfsverein der Deutschen Juden wird bei der russischen Hilfsaktion mit dem Agro- Joint, der Ica und den anderen Gesellschaften kooperieren. Zum Schluß seien noch zwei Zusammenstellungen über das Wachstum der Bodenfläche der jüdischen Kolonien sowie ihrer Bevölkerung angeführt. Tabelle V. Die Bodenfläche der jüdischen Kolonien (in ha). Nach Angaben der Oset im August 1927. Vor der Republik und Kreis Gründung des Komset 1925 1926 1927 1925—1927 Insgesamt 133465,26 62666,90 73957,88 21911,18 158535,96 292 001,22 Krim....... — 29 040,84 34797,22 54275,40 118113,46 118113,46 Weißrußland..... 37090,38 10908,60 5 752,— 7 647,50 24308,10 61398,48 Gouv. Gomel .... — 2 634,02 — — 2634,02 2634.02 Nördl. Kaukasus . . . — — 2890,76 2949,75 5840,51 5840,51 — — — 11362— 11362 — 11362,- Usbekistan..... — — — 1529,50 1529,50 1529,50 Gouv.Psskow u.Smolensk — — 854,34 — 854,34 854,34 Gesamtziffern 170555,64 105250,36 118252,20 99 675,33 323177,89 493733,53

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