Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1927) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 7-8
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 111 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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— 111 - Juden bis zu 21,4 % der Straßenanwohner ausmachten. Auch in der Neustadt, Lindenthal, und Marienburg beträgt der jüdische Bewohneranteil in einzelnen Straßen bis fast 20 %> und zwar wohnt nahezu 1ji der jüdischen Bevölkerung Kölns in den „Judenstraßen" der Neustadt, während die in Lindenthal und Marienburg gesammelt wohnenden Juden nur einen ganz geringen Anteil der jüdischen Bevölkerung Kölns aus machen. Tafel V. Bebauungs- und Bevölkerungsdichte in einigen Straßen mit besonders starker jüdischen Bevölkerung. Stadtteil Straßen eilsi.G.! 1 Anzahl der Straßen mit a. jüd. Bevölk. von Anteil v. der jüd. Bevölker. Zahl der d. Stadtt 5 bis 7 % 7 bis 10 % 10 bis 15 % üb. 15 % % des Stadtteils o/ /o der Stadt Köln % Altstadt Mitte . 216 1 1 1 1 4 2 2 1 2 11,4 18,6 21,4 6,56 19,55 20,17 1,43 3,02 4,35 15 Altstadt Süd . . 90 - 4 2 - 14,5 33,28 2,86 Neustadt Nord . 84 2 f 6 2 1 8,9 18,2 10,05 34,94 1,04 3,58 8 Neustadt Mitte. 63 1 \? u 3 18,5 19,3 37,2 77,8 0,83 18,80 22 Neustadt Süd . 72 1 3 1 1 1 10,5 12,5 9,4 3,61 5,97 30,20 0,40 0,72 3,34 Lindenthal . . . 78 1- 6 | 1 1 2 18,9 16,5 1,02 3 Marienburg. . . 28 - |- 1 1 1 1 19,4 27,0 0,40 2 Auf 1 ha Grundstücksfläche entfallen Baufläche % ( ) Einwohner (. ) Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen Baufläche qm Hof u. Garten qm (neu) 64,6(82,0) 63.3 72,9 46,5 64,0 26,5 48,0 65,4 25,3 13,0 203 724 1242(2480; 193,5 512 281 694 (1020) 250 600 97 34,2 30,4 9,3 6,12 16,7 13,75 19,60 9,80 25,9 19,0 11,35 18,5 44,10 12,9 5,6 2,08 (1,16) 5,53 (3,55) 47,22 8,65 (3,20) 14,20 5,19 (2,40) 74,4 21,0 8,89 (3,92) 92,5 384,0 Die Spalten der Bebauungs- und Bevölkerungsdichte zeigen, im Vergleich mit Tafel II, die Auswirkung der großen Geschäftshäuser in den City-Straßen und das erschreckende Anschwellen der Bevölkerungsdichte in den altstädtischen Wohnstraßen bis zu 1200 und 1400 Personen pro ha Grundstücksfläche. Dem entsprechend ist der Anteil an Hoffläche gegenüber dem Stadtdurchschnitt von 28 qm bis auf 2 qm und darunter (1,16 qm), in den engen Altstadtvierteln, in denen jüdische Bewohner konzentriert wohnen, heruntergedrückt. Auch in der Neustadt stehen den weitläufig bebauten Ring- und Promenadenstraßen die stark von Juden bewohnten Mietshausviertel gegenüber, in denen die Bevölkerungsdichte den Durchschnitt weit über-